Video-Babyphone Reer 8005 Wega

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Eines der Dinge, die einem als frisch gebackene Eltern das Leben erleichtern bzw. für eine Beruhigung sorgen, ist das Babyphone. Ohne dass man den Nachwuchs in greifbarer Nähe haben muss, kann man hören, ob er was von sich gibt oder ob er sogar schreit. Als technikverliebter Papa setzte ich ein Babyphone mit Kamera durch, da es ganz praktisch wäre den Kleinen auch zu sehen. Ich meine wir haben eine Katzenklappe mit Chipleser und USV, da ist eine Kamera mit Nachtsichtfunktion für unseren Nachwuchs wohl das mindeste 😉
Hier also ein Eindruck der Reer 8005 Wega. Es gibt von dieser auch ein Nachfolge Modell 8006 Sirius, diese hat aber keinen Temperatursensor.

Sende- oder auch Kindeinheit

Am Tag bietet die Kamera kein Bild, was ich Farbbild nennen würde.

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Großteil der Zeit wird die Kamera aber eh nicht tagsüber zum Einsatz kommen. Das Nachtbild ist dank der die Kamera umgebenden Infrarot-Leds den Anforderungen entprechend gut.

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Man erkennt auch auf den ersten Blick nötige Details auch wenn das Bild natürlich kein HD-Bild ist. Dürfte etwa eine 320er Auflösung sein.

Eine Umschaltung vom VOX Modus (automatische Aktierung der Übertragung bei entsprechendem Geräuschpegel) auf Dauermodus ist nur am Sender möglich. Das ist recht nervig, vor allem auf Grund hinsichtlich der Einschränkungen im Bereich des aktivierenden Geräuschpegels. Mehr weiter unten.
Der Klappfuß ist ok, um das Babyphone am Babybett einzuhängen, anderweitige Montage ist mit Handarbeit verbunden. Zum Beispiel wäre mein Gedanke, den Sender in Draufsicht auf das Baby zu montieren, um von oben zu beobachten.

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Der Sender ist leider ziemlich leicht und das Zuführungskabel kann den Stand ziemlich leicht beeinflussen. Ggf. hätte der Hersteller, der Wertigkeit wegen etwas Gewicht hinzufügen sollen.

Die drei abspielbaren Schlaflieder sind aus unserer Sicht nur auf niedrigster Stufe brauchbar. Mittel und laut empfinden wir als zu laut. Praktisch hingegen, dass die Steuerung über die Empfangseinheit möglich ist.

Der Temperatursensor scheint um ca. 1-3 Grad ungenau zu sein. Zumindest im Vergleich zu unserem sonstigen Thermometer.

Eltern- und Empfangseinheit

Das kompakte Gerät hat einen Schiebeschalter für LCD an, LCD aus und komplett aus. Die Einstellungen für Ton und Bildhelligkeit stellen sich bei jedem Ausschalten zurück. Das ist ziemlich nervig, weil dabei die Lautstärke mit rund 30% immer zu leise ist, da sie auf mindestens 60% muss, damit es etwa der tatsächlichen Lautstärke entspricht. Das Display ist immer zu hell und kann auf 0% runter und spart damit auch noch Strom.

Durch Drücken der Talk Taste am rechten Geräterand kann man umschalten, ob man Kanal/Melodielautstärke/Akkukapazität/Signalstärke sehen will oder nicht. Meiner Meinung nach sollte das eigentlich standardmäßig an sein. Ist es aber nicht und setzt sich auch jedes mal zurück, wenn der Empfänger ausgeschalten wird.

Die Akku Laufzeit ist am Rande von unbrauchbar, um den Empfänger mobil einzusetzen. Er hält etwa 3 Stunden, um danach ohne jegliche Meldung den Dienst einzustellen.

Abgesehen davon befindet sich der Akku unter einem zu verschraubenden Deckel. Ich frage mich wer sich das ausdenkt? Klar wird der Akku nicht allzu oft getauscht oder herausgenommen, aber ist ein Schraubenverschluß in der Massenproduktion tatsächlich so viel günstiger als jede andere Form von Schiebefach?

Der VOX oder auch Auto Modus reagiert m.E. zu schwerfällig. Erst einige Sekunden nach Erkenntnis, dass da ein Ton war, geht der Empfänger an. Abgesehen davon ist die Erkennungsschwelle zu hoch und ich würde erwarten, dass der Sender bereits früher reagiert.
Nutzt man dagegen den Dauermodus, belastet das natürlich den Akku des Empfängers und wir sind wieder bei der Akku Laufzeit. Man könnte zwar auf die Funktion „LCD aus“ gehen und nur den Ton dauerhaft hören und im Fall des Falles einfach eine der Display Helligkeitstasten drücken und nachsehen. Ist aber für mich nur ein Workaround, um eine unzureichend sinnvoll implementierte Funktionalität auszugleichen und leider muss man dann den Empfänger auf „an“ und wieder zurück auf „LCD aus“ stellen, damit das display wieder ausgeht und man wieder nur im „nur Ton“-Modus ist. Zudem ist das Ganze auch etwas umständlich, da es sich dabei um einen Schieberegeler handelt.
Der Funkempfang

Die ausklappbare Antenne verbessert den Empfang ordentlich. Womit wir aber auch beim Hauptproblem des Reer 8005 Wega wären. Offenbar kämpft der Empfang zwischen Sende- und Empfangseinheit sehr mit bereits vorhandenen Sendern auf derselben Frequenz. Die meisten Babyphone arbeiten, wie auch das Wega, auf dem 2,4 Ghz Band und befinden sich damit in Konkurrenz zu Wlan und Bluetooth. Auch unser Sonos treibt mit seinem auf Wlan basierenden SonosNet auf diesem Band sein Unwesen.

Wir hatten ja bereits mit einem Bluetooth-Empfänger von Belkin tolle Erlebnisse, was Wlan-Störungen angeht und auch beim Wega, lässt sich reproduzierbar eine Störung des Wlans auf das Babyphone zurückführen.

Zuerst fiel mir auf, dass das Babyphone regelmäßig die Verbindung verliert, wenn man z.B. übers Wlan größere Datenmengen schiebt. Schwups hatte man im Display des Babyphone eine „Suche Verbindung“-Meldung. Das allein wäre m.E. schon ein Grund, das Babyphone als nicht praxistauglich zu bezeichnen. Dürften doch ein Großteil heutiger Haushalte ein Wlan im Betrieb haben.

Dazu kommt aber noch, dass offensichtlich der Sender das Wlan für andere Geräte stört. So konnte ich feststellen, dass unsere Eye-Fi Karte seit der Inbetriebnahme des Wega, nicht mehr in der Lage war vom Wohnzimmer zum Router, der mit 4m Entfernung nicht gerade weit weg steht, ohne Timeouts zu senden. Legt man die Eye-Fi Karte bzw. die Kamera mit der Karte direkt an den Router, geht die Übertragung wieder problemlos.

Gleiches gilt, schaltet man einfach den Sender des Reer Babyphones ab. Sobald das Babyphone nicht mehr sendet, kann die Kamera, die Bilder auch wieder problemlos aus größerer Entfernung zum Router schicken. Da andere Sender, wie Sonos oder auch ein anderes Babyphone, von Philips, nicht zu derartigen Störungen führen, sehe ich das Problem hier eindeutig beim Reer.

Fazit
Zusammen mit den, in der Praxis wirklich störenden, oben beschriebenen Kleinigkeiten und dem gravierenden Problem des Empfangs bzw. Störens unseres vorhandenen Wlans, hoffe ich, dass Amazon meine Meinung teilt und das Reer Wega auch als, funktionsmäßig, defekt betrachtet und umtauscht.
Ein, sich gleichzeitig im Einsatz befindendes Philips Avent SCD 535 audio-only Babyphone, hat diese Übertragungs- und Störprobleme nicht. Das mag zwar an der Bandbreite des Video liegen, aber um das festzustellen werden wir uns ggf. noch ein Video-Phone von Philips holen, denn die Verarbeitungs- und Funktionsqualität des SCD535 macht den Eindruck, als dass ein Philips Video-Phone hoffentlich nicht solche Kinderkrankheiten wie das Wega von Reer hat.


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Erfahrungsbericht zum Belkin Bluetooth Receiver

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Noch mehr als die Eye-Fi Karte habe ich uns im Dezember einen Belkin Bluetooth-Audio-Empfänger mitgebracht und mir diesen als ideale Ergänzung zu unserem Sonos-System vorgestellt. Nun ums vorweg zu nehmen: da lag ich ziemlich daneben.

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Das Hauptproblem ist die unzureichende Reichweite für meinen Anwendungsfall. Dieser ist, den Empfänger an den Line-In des Sonos anzuschließen und dann über das Netbook zu befüttern. Dadurch erhoffte ich mir, kein Kabel vom Netbook zum S5 legen zu müssen, um die Sonos mit ihrer Stereo-Paar Funktion als Lautsprecher für Filme verwenden zu können.

Dabei ist die notwendige Reichweite in diesem Fall „nur“ rund 4 Meter. Theoretisch sollte Bluetooth ja aber rund 10 Meter überbrücken können. Funktioniert in diesem Fall aber nicht. Nun gut, habe ich halt doch ein Kabel gelegt. Das funktioniert dafür sehr zuverlässig 😉

Ein weiteres Problem war, dass bei aktivem Receiver reproduzierbar das WLAN abgeschossen wurde. Ob das jetzt am Belkin Bluetooth Receiver lag oder am Wlan-Router kann ich nicht beurteilen. Da der Bluetooth Empfänger aber auch dafür verantwortlich war, dass das ansonsten tadellos funktionierende SonosNet Aussetzer hatte, würde es aber doch naheliegen, dass der Empfänger Verbindungen im 2,4Ghz Bereich beeinflussen kann.

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Summa sumarum kann ich eine stressfreie Einrichtung des Empfänger, u.a. wegen des eindeutigen Namens auf der Unterseite des Empfäners, festhalten. Gleichzeitig war die Reichweite bei mir mit rund 3 Metern aber dürftig und die Beeinflussung des Wlans und SonosNets führten dazu, dass der Empfänger nur noch ungenutzt herumliegt. Schade eigentlich…


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tweetdigest: Sonos Android Controller Wifi Probleme

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  • Ist ein Wifi-Problem mit dem Android @Sonos Controller bekannt?Notwendigkeit WIFI an/aus,um ZonePlayer zu finden #froyo #honeycomb #

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tweetdigest: Free-Wifi unterwegs in den USA

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  • Erster Stop nach dem Verlassen von Los Angeles.Auf dem Weg nach Las Vegas direkt mal FreeWifi beim Essen testen 😉 #

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Eye-Fi Server unter Linux

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Als wir im Dezember in Deutschland waren, habe ich mir unter anderem eine Eye-Fi SD-Karte als Weihnachtsgeschenk gewünscht. Bei der Eye-Fi Karte handelt es sich um eine normale SD-Speicherkarte, mit der die meisten Digitalkameras arbeiten, um Bilder zu speichern. Einzig besitzt die Karte die Fähigkeit mit Wlan zu funken. Das ermöglicht Bilder, die auf der Karte sind automatisch in bekannten Wlans auf einem definierten Speicherplatz abzulegen, ohne, dass man die Speicherkarte oder die Kamera mit dem Rechner verbinden muß.

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Mal wieder gibt es einen Haken für Linux Benutzer. Herstellerseitig gibt es nur Windows und Mac Software, um eine Gegenstelle für die Eye-Fi Karte zu haben.
Aber natürlich hat es nicht lange gedauert, bis sich einige findige Entwickler an die Karte gemacht haben, um auch z.B. unter Ubuntu einen Server zu betreiben. Aktuell gibt es sogar 3 Varianten, um einen solchen Server aufzusetzen.

  • Rifec – Receive images from eyefi card (Perl)
  • EyeFiServer (Python)
  • eyefi-config – kein Server, aber Konfigurationstool (c++)

Wie man EyeFiServer und Rifec aufsetzt, ist in den jeweiligen Paketen gut erklärt und man muß aber zumindest einmalig die Windows/Mac Anwendung nutzen, um an den kartenspezifischen Upload-Key zu kommen.

Bei mir funktionierte der EyeFiServer in Python aber nicht zuverlässig. Die Rückmeldung, ob ein Transfer erfolgreich war, funktionierte nicht, so dass die Karte immer nur 2-3 Bilder immer wieder transferierte.
Rifec funktioniert soweit problemlos. Ich habe allerdings eine Anpassung vorgenommen, da das Skript die Bilder, die in .tar-Dateien übertragen werden, mittels Perl’s Archive::Tar auspackt. In der Folge gehen die Timestamps der Bilder verloren. Ich habe den Aufruf durch /bin/tar ersetzt, so dass der Timestampt erhalten bleibt.
Nach ein paar E-Mails mit dem Entwickler schlug dieser noch vor eine Timestamp-Funktion nach dem Entpacken durch Archive::Tar zu verwenden.

Falls jemand meine Anpassung haben möchte, kurz Bescheid sagen. Ist etwas hässlich, so dass ich das hier nicht direkt reinpacke 😉

Soviel zum Eye-Fi Server unter Linux. Bleibt nur das Problem, dass die Bilder kopiert und nicht „verschoben“ werden. Heißt man hat die Bilder zwar direkt auf der Platte, aber gleichzeitig noch auf der Karte. Um nun nicht zu riskieren, dass beim unregelmäßigen Einstecken der Eye-Fi Karte in den Rechner Bilder löscht, die ggf. doch nicht erfolgreich übertragen wurden, schraube ich aktuell noch an einem Vergleichsskript, um die Bilder auf der Karte mit denen auf der Platte zu vergleichen. Unter Windows/Mac gibt es dafür die „endloser Speicher“ Funktion, so dass die Karte automatisch erfolgreich übertragene Bilder löscht. Man kann nicht alles haben 😉


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