Sonos unter Linux nach dem 3.7, 3.8 und 4.0 Update

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Letzte Woche (egal ob saudische oder deutsche Woche ;)) gab es mal wieder die Information von Sonos, dass es ein Update für das Multi-Room-Audio System geben würde. Dieses Mal sollte der Desktop-Player eine Generalüberholung bekommen. Da klingelten bei mir auch direkt die Alarmglocken. Wir sind hier mit unserem unter Linux und Wine laufenden Sonos-Controllern wohl eher nicht das was man als Durchschnittsnutzer bezeichnen würde. In den Kommentaren unter dem Ankündigungs-Blog-Post hieß es zwar, dass auch der neue Controller unter Wine laufen würde, aber man weiß ja nie.

Un so kam es dann auch, dass der neue Controller sich nicht installieren lassen wollte. Irgendwas damit, dass Mono in Version 2.8 gebraucht wird. Aber auch die Installation dessen half nichts. Zumal Mono ja eigentlich .NET für Linux bereitstellen soll, es also wenig Sinn macht, dass Sonos 3.7 unter Wine Mono benötigt.

Bei ein wenig googeln fand ich dann aber glücklicherweise einen Beitrag im Sonos Forum, der beschreibt, wie man dem Controller in Version 3.6 bei bringt, sich für einen Controller der Version 3.7 zu halten. Kurz gesagt den String der Versions-Nummer gegen die beim Update-Check verglichen wird durch den aktuellen ersetzen.

Langfassung:

  1. Die Ip eines Sonos Zoneplayer mit: http://ip-des-players:1400/status/VERSION aufrufen und die Versionsnummer notieren (bei mir 17.5-51200). Bei mir war das 17.4-5200.
  2. In $HOME/.wine/drive_c/Programme/Sonos/pc…dll mittels vim -b (oder jedem anderen Editor in Binär-Modus) nach der alten Zeichenkette 16.7-48310 suchen und durch die aus dem ersten Schritt ersetzen.
  3. Desktop-Controller in Version 3.6 starten und sich darüber freuen, dass er auch mit den Zoneplayern in Version 3.7 klarkommt.

Schöner wäre es natürlich, würde Sonos entweder einen nativen Controller für Linux rausbringen oder aber der Controller würde problemlos mit Wine laufen. Zu hoffen bleibt auch, dass bei zukünftigen Updates dieser Workaround noch funktioniert.

UPDATE 14. Dezember 2012: Zwischenzeitlich gab es weitere Updates durch Sonos. Die neuen Version-Strings waren bei mir 19.3-53220 und der aktuellste ist 19.4-59140 (Sonos 3.8.3). Auch damit funktioniert der 3.6.1 Windows Controller via Wine unter Linux noch.

Update 14. Februar 2013: Sonos veröffentlichte die Tage Version 4.0 und nach dem Ersetzen von 19.4-59140 durch die jetzt aktuelle Version 21.4-61160 geht der alte 3.6.1 er Windows Controller nach wie vor auch unter Linux mit der 4er Version auf den Sonos Geräten.

Update 13. Juni 2013: Seit einiger Zeit ist die Sonos Version 4.1 draußen und auch diesmal kann durch das Ersetzen des im letzten Update genannten String 21.4-61160 durch den jetzt aktuellen 22.0-65180 auch der alte Linux-Controller noch zur Zusammenarbeit überredet werden.


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tweetdigest: Neuen Sonos Desktop Controller und Macbook probieren

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  • Hätte ja echt gerne eine Preview auf den neuen @Sonos Desktop-Controller, um zu testen, ob der auch mit Wine läuft, wie der bisherige. #
  • Früher aufstehen am Wochenende als sonst: SSL Zertifikat für den eigenen Jabber-Server erneuern. Nerd anyone? #
  • @tencate letztes Mal,als ich @vowe zu Sonos und Wine fragte,meinte er nur,er hätte es nie probiert.Bin da wohl eine Randerscheinung;-) #
  • @vowe @tencate ähnlich äußerte sich auch Thomas Lang,wo ich die Sonos kaufte,nachdem Vowe ihn ja auf Macs brachte 😉 #
  • Vermutlich ein verrückter Gedanke,aber hat jemand für 3 Wochen ein MacBook,das er mir für unseren Urlaub in D leihen könnte? 😉 #
  • @thoughtcatcher ja, hast du denn eins abzugeben? 😉 #macbook #
  • @tencate cool,danke für den Hinweis.Als ich den Post gelesen habe,gab es die Kommentare zu funktionierendem Wine noch nicht. #sonos #
  • Nach Lieferengpässen zuletzt,heute mal wieder richtig zugeschlagen:12kg Katzenfutter sollte für eine Weile reichen. http://t.co/4fJ1PVEG #

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Sonos Desktop-Controller und die Mängel in der Medienverwaltung

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Meine grundsätzliche Sicht des Sonos Systems in Verbindung mit Linux und Android habe ich die Tage ausgeführt. Eine andere Sicht ist davon aber unabhängig und zwar die Meinung über den Desktop-Controller.

Mit einer Kleinigkeit fängt es an: Cover-Art, also Abbildungen der CD-Deckblätter, müssen im jeweiligen Ordner des Albums liegen und folder.jpg heißen. Einen anderen Namen akzeptiert die Anwendung nicht. Weitere schwere Mängel:

Playlistverwaltung

Wer von Amarok oder den meisten anderen Media-Playern kommt, dürfte eine Playlist gewöhnt sein, die zumindest den Künster, den Titel und die Dauer des Stücks angibt. Dies ist hier nicht der Fall. Einzig der Titel findet sich in der Liste und weitere Informationen über das jeweilige Stück erhält man nur, wenn man mit der Maus über den jeweiligen Eintrag geht. Leider gibt es auch keine Möglichkeit sich weitere Attribute anzeigen zu lassen.
Das ist aber nur die Anzeige. Kann man einzelne Stücke durch Drag&Drop noch verschieben, so geht das aber mit mehreren Stücken nicht, da es schlicht keine Mehrfach-Auswahl gibt. Also auch keine mit Shift, geschweige denn mit Ctrl. Will man also eine Playliste nicht komplett verwerfen, sondern nur einzelne Stücke loswerden, müssen diese eben einzeln entfernt werden. Äußerst umständlich, ganz im Gegensatz zur sonstigen Einfachheit des Sonos Systems.

Eine Bearbeitung der Metadaten ist ebensowenig möglich. Das ist meine Erachtens aber kein Mangel, sondern ganz gut so.

Medienverwaltung

Die Zoneplayer erstellen sich intern eine Datenbank der Musik, die in den angegebenen Shares liegt. Auf diese Weise funktioniert die Suche nach Musik schön flott, so wie man sich das vorstellt und z.B. aus Amarok kennt. Dabei hat jeder Zoneplayer offenbar eine eigene Kopie der Datenbank, da man ohne Weiteres einen Player vom Strom abklemmen kann und der andere weiterhin Ergebnisse liefert. Eine durchdachte Sache also.
Durchdacht ist die Suche aber nicht. Ich hätte erwartet, dass man in das entsprechende Feld den zu suchenden Begriff eingibt und nach Möglichkeit sogar „search as you type“ oder auch live-Ergebnis bzw. instant Ergebnis erhält. Leider gibt es das Ergebnis nicht sofort sondern erst nach Abschicken mit Enter, soweit so verschmerzbar. Der größere Haken ist aber, dass man jedes Mal auswählen muss, ob im Interpreten, dem Album, einem Genre oder … gesucht werden soll?!
Das entspricht meines Erachtens nicht dem aktuellen Stand der Technik. Selbst wenn Sonos der Meinung wäre, die meisten würden die ZonePlayer eher nur mit iPhone/CR200 oder anderem Gerät bedienen, so wäre die Suche in allen Feldern auf einmal sicher kein größeres entwicklungstechnisches Problem gewesen.

Die oben genannten Punkte brachten mich dazu, dass ich aktuell nach einer Möglichkeit suche den Desktop Sonos-Controller durch eine andere Möglichkeit zu ersetzen, um eine umfangreichere Mediensteuerung für die ZonePlayer zu erhalten:

  • Die beiden Web-Frontends vom letzten Mal. Also dem Perl-Controller oder dem Python-Controller. Hinsichtlich des Look & Feel und der Stabilität aktuell aber keine wünschenswerte Lösung.
  • Amarok2 welches als Quelle für einen lokalen Radio-Stream mittels Shoutcast/Icecast dient nach. Das wäre relativ einfach umsetzbar, aber auf Grund der 3 fachen Datenübertragung suboptimal ( Amarok spielt die Musik übers Netz, wandelt die Musik und schickt sie über das Wlan zurück an die Zonebridge, welche wiederum das SonosNet speist).
  • Die Nutzung des UPNP der ZonePlayer mit einer anderen Desktop-Anwendung. Nichts anderes macht der Python Controller, allerdings habe ich hier noch keine passende Anwendung gefunden.
  • Ansteuerung der ZonePlayer über ein Bluetooth-Dongle. Hierzu könnte man sich z.B. einen Belkin Bluetooth Audio-Empfänger an den Line-In eines oder mehrer ZonePlayer anschließen und diesen über die Notebooks oder jedes andere Bluetooth fähige Gerät befüllen zu lassen. Dies hätte allerdings den Nachteil, dass man keine gemeinsame Steuerung der Playlist mehr hat.
  • Server oder Netbook am Line-In der ZonePlayer. Wenn man auf diesen noch ein Ampache installiert wäre über die Integration in Amarok eigentlich alles erfüllt. Natürlich mit dem Haken der Extrakosten und Wartung für den zentralen Medien-Server
  • Seitens Sonos verbesserte Desktop-Anwendung. Dies wäre natürlich zu begrüssen, inwiefern damit zu rechnen ist, kann ich aber nicht einschätzen.

Soweit zu den Problemen und möglichen Lösungen, um die Mängel des Desktop-Controllers zu beseitigen.


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Sonos in einer Linux Android Umgebung

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Über Sonos im Allgemeinen, kann man bei Volker Weber (vowe – seines Zeichens c’t Redakteur) ziemlich viel lesen und einen Einstieg in dieses Multi-Room-Audio-System bekommen.

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Nach langem hin und her, entschieden wir uns schließlich im Deutschland-Urlaub im September zwei Sonos S5 nach Saudi mit zu nehmen. Für den entstandenen Stress auf Grund der chaotischen Bestellsituation auf unserer Seite, möchte ich mich nochmal bei Thomas Lang von ueberall-musik.de entschuldigen und gleichzeitig bedanken, für die Mühen die er auf sich genommen hat, um uns die Mitnahme rechtzeitig zu ermöglichen!

In Saudi als Handgepäck angekommen – man möchte Geräte im Wert von > 500 Euro ja nicht unbedingt im Koffer lassen und riskieren, dass sie nach dem Flug nicht mehr im Koffer sind – war die in Betriebnahme angesagt. Wie auch schon in Deutschland ging das quasi von selbst:

Einrichtung des SonosNet

  1. ZoneBridge an den Strom und per LAN an den Router
  2. ZonePlayer S5 im Wohnzimmer an den Strom.
  3. Den Desktop-Controller installieren und im Laufe der Installation bei Aufforderung zwei Tasten an den S5 drücken.
  4. Fertig!

Für den zweiten S5 in der Küche:

  1. ZonePlayer an den Strom.
  2. Im Desktop-Controller neue Zone hinzufügen (Menü Zone -> Neue Zone hinzufügen)
  3. Auf dem Zoneplayer in der Küche nach Aufforderung zwei Tasten drücken
  4. Fertig!

Nach diesen Schritten waren die S5 dann auch schon soweit einsatzbereit, dass wir auf beiden Geräten gleichzeitig synchron und ohne Kabelwust problemlos den Internetradiostream von SWR3 hören konnten. Selbstverständlich mit der Möglichkeit die Lautstärke beider Geräte individuell einzustellen, entweder über den Controller oder am Gerät selbst. Und ebenfalls selbstverständlich, kann man jederzeit eines der beiden Geräte aus dem Verbund herausnehmen und z.B. einen anderen Stream anwerfen.
Toll finde ich auch, dass man ein Gerät jederzeit vom Strom trennen kann und, sobald es wieder angeschlossen wird, sich wieder nahtlos in den Verbund einbindet. Sehr praktisch, wenn bei den hier üblichen Steckdosen, die Kabel herausrutschen…

Sonos Desktop Controller mit Wine

Bekanntlich haben wir bei uns einen reinen Linux-, genauer Kubuntu-, Haushalt. Im Vorfeld hatte ich diesbezüglich Volker Weber kontaktiert, ob er in diesem Umfeld Sonos empfehlen könne. Konnte er nicht. Vor allem im Hinblick darauf, dass wir neben Linux-only auch Android-only sind und uns auch keine Apple Geräte – es gibt einen kostenfreien iPhone/iPod touch Controller von Sonos – und auf Grund des Preises auch den Sonos CR200 nicht ins Haus holen wollten.

sonos-desktop-controller

Experimentierfreudig wie wir sind, wollten wir es dann doch testen und bei erstem Test in Deutschland konnten wir mit dem Sonos Controller für Windows unter Wine gut leben, da wir keine Einschränkungen feststellen konnten. Einziges Problem war die Darstellung der Schrift, die im Endeffekt aber für die Nutzung des Systems unerheblich ist. Man kann alles lesen und hauptsächlich will man mit den Sonos Geräten schließlich hören 😉

Dabei lief die Installation des Sonos Controllers ebenso denkbar einfach ab. Entweder in einer Konsole wine SonosController32.exe oder doppelklicken, je nach persönlichem Gusto. Während der Installation wird man wie oben beschrieben aufgefordert, auf einem der S5, der Bridge oder einem anderen Zoneplayer die Verbindungstaste/Vol+ und Mute zu drücken. Daraufhin kurzes warten und der jeweilige Desktop-Controller ist verbunden und kann die Zonen steuern.

Android Andronos Sonos Controller

Aktuell gibt es noch keine offizielle Sonos Anwendung für Android. Andronos tut es meines Erachtens bis dahin aber auch völlig. Ich habe bisher nichts gefunden, was diesem kostenfrei im Android Market zu findende Anwendung, nicht könnte.

11043-milestone-andronos
  • Lautstärke regeln, gesamt oder jedes Gerät einzeln
  • Zonen verbinden und trennen
  • Playlistverwaltung
  • Quelle wechseln (Radio oder Musik von einem Share)
  • durch Album-Cover „blättern“ ala Coverflow

Einzig das Auffinden der Sonos Player dauert manchmal etwas lange oder funktioniert gar nicht. Das ist mir bisher allerdings nur sehr selten passiert und ich konnte es nicht reproduzieren

Perl Controller

Ebenfalls über vowe bin ich auf den Sonos Perl-Controller gestoßen. Dieser hat ein paar Abhängigkeiten, so dass eine Installation auf einer Fritz.Box eher unwahrscheinlich ist. Mehr und mehr bringen mich solche „Projekte“ an den Punkt, auch hier in Saudi wieder einen kleinen Medienserver einzurichten.
Mir machte der Perl-Controller zu Beginn ordentlich Probleme, da er beim Scannen der Musik mit der Meldung „no element found“ abbrach. Offenbar handelt es sich dabei aber um eine Perl Fehlermeldung, die zudem immer an unterschiedlicher Stelle auftrat. Mittlerweile haben wir die Musik in Ordner von a-z einsortiert, da der Router, an dem die Festplatte hängt eine Ewigkeit brauchte um das Verzeichnis zu listen. Nach dem Umsortieren geht das wieder ordentlich flott. Seit dem scheint mir auch der Perl-Controller keine Probleme mehr zu haben.

perl-controller-isonos

Die Oberfläche ist ganz nett, stellt mir aber die Queue nicht dar, wenn wir verschiedene Tracks aneinander gehängt haben, so dass wir den Perl-Controller eher nicht mehr verwenden werden.

Python Controller

python-controller

Im Sonos-Forum fand ich noch einen Python-Controller, den der Entwickler auf direktes Anschreiben zur Verfügung stellt. Prinzipiell handelt es sich um eine Steuerung von UPNP-Knoten. Und somit lassen sich damit alle Server und Abspieler, die mit UPNP arbeiten bedienen. Hier bin ich aber erst am Anfang 😉

Ich kann also zusammenfassen:
Allein das synchrone Abspielen der Musik und die Möglichkeit ohne Abhängigkeit vom Notebook Internetradio hören zu können, macht richtig Spaß. Der Sonos Controller unter Wine stellt kein Problem dar, ebensowenig wie der Andronos Controller für Android. Wer aus Jahren der Linux-Welt kommt, wird an dieser Stelle eher müde lächeln und im Grunde genausowenig Hürden haben, wie Windows/Mac oder auch iPhone/Ipod touch User. Ob wir uns das richtige Sonos Feeling nehmen, wie es vowe beschreibt, kann ich freilich nicht sagen, aber es fühlt sich auch so schon sehr gut an 🙂
Probleme sehe ich eher im Sonos Desktop-Controller und seiner Funktionalität als Medien-und Playlistverwaltung. Dazu, die Tage aber mehr.

Von mir also ein großes Daumen nach oben für Sonos in Verbindung mit Linux und Android.


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tweetdigest: Sonos mit Wine

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  • Jetzt funktioniert Sonos 3.3 doch wieder mit Wine.Dank Standby und keinem Neustart lief noch ein alter Wine Prozess,der Ports blockierte #fb #

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