Hi Dad! Hilfe. Endlich Papa – Der Nachfolger von Caveman

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Manchmal funktioniert Werbung dann doch. Vor kurzem hörten wir von “Hi Dad! Hilfe, endlich Papa”, dem Nachfolgestück zu Caveman. Letzteres hatten wir bereist 2007 besucht. Da nun für Hi Dad! wieder Esther Schweins Regie führte zöckerten wir nicht lange und besorgten uns Karten für das Stück im Theaterhaus in Stuttgart.

Das Stück spielt nach der Hochzeit von Tom und Heike, um deren Beziehung es in Caveman gegangen war. Tom, in unserem Fall dargestellt von Martin Luding, beschreibt, wie sein Leben nach der Hochzeit aussieht und das ja eigentlich alles so ist, wie es aus seiner Sicht sein soll. Wären da nicht die immer wiederkehrenden Fragen der Verwandschaft, wann es denn nun bei ihnen soweit wäre. Von da geht es dann Schlag auf Schlag und Tom findet sich in esoterischen Geburtsvorbereitungskursen wieder über die er gekonnt lästert. Es darf natürlich auch nicht fehlen, wie er während der Schwangerschaft aus Loyalität seine Figur der von seiner Partnerin anpasst und fordert, dass zukünftig schwangere Männer ebenso Komplimente für diese Leistung erhalten mögen. Es folgt die Geburt mit seinen Chlichés und Fassungslosigkeit, hinsichtlich des schnellen Rauswurfs aus der Klinik, wo Tom und Heike doch noch gar nicht wüssten, was sie jetzt alles beachten müssten.

Was nicht fehlen darf ist die ausführliche Schilderung des Schlafmangels und der daraus entstehenden Machtspielchen zwischen den beiden. Wer also verliert beim Kampf um das Aufstehen müssen, um das Kleine zu versorgen. Am Ende zeigt sich Tom aber natürlich versöhnlich und bestätigt auch das Cliché, dass Kinder eine Erfüllung darstellen ;)

Natürlich spielt auch Hi Dad! wie schon Caveman mit allen Clichés rund um Schwangerschaft, Geburt und die Zeit mit dem Baby. Das aber sehr gekonnt. Dazu kam natürlich die Bühnenpräsenz eines Martin Luding, dem man natürlich die jahrelange Erfahrungen anmerkt. Allerdings merkt man auch, dass Luding die Rolle nicht nur spielt, sondern lebt. Das liegt wohl v.a. daran, dass Luding die letzten beiden Jahre mit seinem ersten Kind, genau die Erfahrungen machte, die er spielen soll und auch grade wieder in der Hochphase einer Schwangerschaft steckt. Somit also im Grunde weniger Theaterstück, als viel mehr vorgelebte Praxis- und Alltagserfahrung eines jungen Vaters ;)

Wer Caveman mochte, wird auch an Hi Dad! seinen Gefallen finden. Uns hat es jedenfalls schon gewisse Vorgeschmäcke mitgegeben ;)


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tweetdigest: Hi Dad endlich Papa Caveman Nachfolger

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  • Langsam fertigmachen für "Hi Dad!Hilfe endlich Papa" in Stuttgart.Nachfolger von Caveman. Bissel das Packen für den Auszug pausieren;) #

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Feuerwerk im Staatstheater

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feuerwerk-staatstheaterZumindest die Überschrift liest sich schonmal gut. Jedenfalls waren wir mal wieder recht spontan im Badischen Staatstheater. Bei den zur Auswahl stehenden Stücken Feuerwerk und Mr. Marmelade kristallierte sich ersteres heraus, da Susanne eher einen musikalischen Abend verbringen wollte.
Kurz gesagt geht es im Stück um den 60. Geburtstag eines Vaters, der 3 Paare Onkel und die zugehörigen Tanten eingeladen hat. Dazu kommen noch die Tochter, Mutter, die Köchin, sowie eine Oma, die das ganze Stück über nichts sagt.
Die Onkel bzw. v.a. die Tanten können sich nicht leiden und so entsteht eine gekünstelt freundschaftliche Familienathmosphäre.
Dann platzt der seit Jahren abtrünnige Bruder des Geburtstagskindes in die Runde und wirbelt diese ziemlich auf. Er hat vor Jahren dem Bürgertum den Rücken gekehrt und als Zirkusdirektor die Freiheit lieben gelernt. Seine Frau ist mit von der Partie und verdreht als durchaus anschaubare Dame den älteren Herren den Kopf. Die Tochter findet Gefallen an der Erzählungen rund um den Zirkus und beschliesst der Freiheit zu folgen. Im Gegenzug findet die Frau des Zirkusdirektor Gefallen am Bürgertum und möchte sesshaft werden.
Zum Schluss bleibt aber doch alles beim Alten.

Ich muss zugeben, diesmal fand ich vielleicht noch den Anfang gut, aber ab dem ersten Solo der Zirkusdame, wurde mir die ganze Sache etwas zu bunt. Zum einen lag das an der übermäßigen Nutzung von Dialekt im bürgerlichen, zum anderen an den, für mich, langatmigen Soli der Zirkusdame. Später wurde auch das Publikum teilweise auf die Bühne bzw. in die Manege geholt und mit ihnen Polonese getanzt. Das war mir dann aber definitiv zu viel. Gleichzeitig hatte ich, durch die um mich herumsitzenden älteren Herrschaften, denen das Treiben in der Manege offenbar sehr gefiel, sehr den Eindruck, mich in der Altersbelustigung zu befinden.

Dabei ist Feuerwerk wohl ein Klassiker, in dem schon Romy Schneider mitgespielt hat (Youtube-Ausschnitt) und das darausstammende “Oh mein Papa” hat was eigenes. Die Inszenierung im Staatstheater war für mich aber nichts. Auf den Seiten des Staatstheaters zu Feuerwerk gibts auch noch ein Video mit Ausschnitten, falls sich jemand einen Eindruck machen will.

Ich warte auf die Möglichkeit zum nächsten Theater-Besuch ;)


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tweetdigest: Suchmaschinen Blindtest

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Oper im Staatstheater am 2009-03-13

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  • Traurig: Suchhubschrauber von gestern war auf der Suche nach vermisstem Mann. Nur noch tot aufgefunden: http://cli.gs/AWqX3z #
  • Es geht seit längerem mal wieder in die Opera. Unpraktisch wenn man sich bei der Anfangszeit vertut … #hektik #

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