(Saudi)arabische Redewendungen

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Zugegeben, bei dem Wort Floskel muss ich vorsichtig sein, es soll aber auch nicht abwertend gemeint sein. Vielmehr fällt mir kein passenderes Wort ein. Jedenfalls soll es heute eine weitere Arabisch-Stunde geben 😉
Nachfolgend also einige Worte, die wir hier im Alltag durchaus auch nutzen. Vor allem shukran und yalla 😉 Aber natürlich auch Alhamdulilah! 🙂

arabisch lateinisch Bedeutung
ايوا Aaywa Ja
La’a Nein
الحمد لله Alhamdulilah sinngemäß: Gott sei dank
ما شاء الله Masha’Allah Freudenausdruck.
إن شاء الله Insha’Allah „So Gott will“, mittlerweile in inflationärer Nutzung
مع السلامة Ma’salama Auf Wiedersehen
?كيف الحال keif al-hal Wie geht es?
السلام عليكم salam aleikum Grußformel, sinngemäß: Friede sei mit dir
شكراً shukran Danke
yalla meist mit yalla, yalla als schnell, schnell verwendet.
حَبيبي habibi Schatz, Bester, Kumpel, …
خلص‎ khalas Schluß jetzt!
malesh Macht nichts
مبروك mabrouk Ausdruck der Gratulation

Diesmal gibt es meinerseits keinen „Test“. Wüsste auch nicht, wie ich aus oben stehenden Wörtern einen Text bauen sollte 🙂 Aber als nächstes versuche ich mich vielleicht an den arabischen Buchstaben. Das dürfte aber wohl um einiges schwieriger werden 😉


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Arabische Zahlen, welche war nochmal welche?

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So, heute sollt ihr hier auch mal was lernen. Versprochen, es wird auch nicht allzu schwer. Allerdings besteht Verwechslungsgefahr.

Zieht man in ein Land, in dem nicht nur die Sprache, sondern auch die Schrift eine andere als in der Muttersprache ist, stellt das doch eine Herausforderung dar. Ich gebe mich derzeit auch gar nicht der Illusion hin, die Schrift, geschweige denn die Sprache mehr zu lernen, als die üblichen Floskeln, wie Danke, Bitte, Hallo usw.. Dafür habe ich für Sprache auch leider zu wenig Talent.

Allerdings macht es einem das Leben etwas einfacher, wenn man zumindest die Ziffern lesen kann. Daher wie folgt, mal eine Aufstellung der indisch-arabischen Zahlen, denn bekanntlich nutzen wir in Europa ja die arabischen Zahlen. Allein das ist in der Benamung ja schon kompliziert genug. Ich habe mal meine Eselsbrücken, wie ich mir die Zahlen merke, dazu geschrieben 😉

٠ – 0, kann ich mir nur in Verbindung mit der 5 merken
١ – 1, ist ein Strich, wie im Grunde bei uns auch
٢ – 2, mit etwas Fantasie eine umgedrehte deutsche 2.
٣ – 3, 3, zu erkennen an den 3 Zacken oben
٤ – 4, die umgedrehte 3 ist die 4, logisch oder?
٥ – 5, die 0 ist die 5 und damit der Punkt die 0 😉
٦ – 6, mit der 7, die die 6 ist habe ich die meisten Probleme
٧ – 7, einfach, wie mein ehemaliger Arbeitgeber virtual7 😉
٨ – 8, das unvollständige A, wie acht.
٩ – 9, endlich eine Ziffer die gleich aussieht 🙂

Und war das schwer? Jetzt mal ein paar Übungen. Da die Eingabe der arabisch-indischen Ziffern ohne entsprechende Sprachunterstützung des Betriebssystems nicht ganz einfach ist, wollen wir es beim interpretieren der arabisch-indischen Schreibweise belassen (wer dennoch mag: ٠ – ٩ sind die Codes für die Ziffern):

٠,٤٦: aktueller Rial-Preis für einen Liter Normal-Benzin (entspricht etwa 10 Cent ;))
٠٨/٠٧/٢٠١٠: ein Datum 🙂
٨٥.٢١٤.١٥٢.٨٩: 85.214.152.89 IP-Adresse von cratoo.de

Und wer es mit den indisch-arabischen Zahlen mal selbst probieren will:

Was verbirgt sich hinter: ٣٠/٠٩/٢٠١٠ ?
Und was hinter: ٠٠٤٩٧٢١٤٨٥٢٣٧٧?

Vermutungen oder gewusste Lösungen gerne in die Kommentare 🙂


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tweetdigest: Schriften im Thunderbird nach Update

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  • Mal wieder sind die Schriften im #Thunderbird völlig anders nach einem Update. So ein Unding #

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Leseübung

von   Keine Kommentare

Im Oktober erscheint das Buch von Andreas Keller “Kurzer Abriss der Geschichte der wirtembergischen Waldenser” in einer neuen Auflage. Das Original erschien 1796 in Fraktur gesetzt. Die neue Auflage gut lesbar in Antiqua (Serifenschrift). Um dem Herausgeber das Leben etwas leichter zu machen, tippten wir 25 Seiten des Originalmanuskriptes ab.

Fraktur lesen ist in der Regel einfach, da die Buchstaben zum Großteil übereinstimmen oder aus dem Kontext ableitbar sind. Neben der Fraktur gehört zu der Gruppe der gebrochenen Schriften auch die Schwabacher Schrift.

Da Papier früher teuer war und man deshalb möglichst viel Text auf eine Seite setzen musste und zudem nur im Blocksatz gesetzt wurde, wählten die Schriftsetzer aus den verschiedenen gebrochenen Schriften den schmalsten oder breitesten Buchstaben um die Zeile zu füllen. So war es des öfteren verwirrend in zwei aufeinanderfolgenden Zeilen verschiedene „H“s zu lesen.

Ein H oder ein H

Das Abtippen der Seiten ging verhältnismäßig flott über die Bühne. Anstrengend hingegen war die, aus heutiger Sicht, nicht vorhandene Rechtschreibung.
Hier ein kurzes Beispiel als Ausriss:

Selbst wenn es mit der eigenen Rechtschreibung ab und an hapert, die hartnäckige Gewohnheit automatisch „Plaz“ oder „Gebit“ zu verbessern, erstaunt. Dazu kommt dann noch, die Angewohnheit des Menschen Texte wortweise und nicht zeichenweise zu lesen, was es wiederum schwer macht, automatisch richtig geschriebene Wörter wie „fordert“ während der 4-Augen-Kontrolle zu erkennen und in „fodert“ zu korrigieren.

Es ist auch interessant zu sehen, wie die Wörter die wir heute als definitiv falsch ansehen würden (siehe oben), früher völlig selbstverständlich, oder aus Gründen des Platzsparens in offiziellen Dokumenten umgeschrieben wurden.

Jedenfalls haben wir jetzt neue Lieblingswörter. Nemlich thun, Bedingnisse und in jedem Fall inkorporirt! 😉


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