Galaxy Nexus Eindrücke

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Um mal wieder über etwas zu schreiben, was ich tatsächlich noch nutze, gibt es ein paar Eindrücke zum Galaxy Nexus.

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Hardware

Entgegen eines ersten Probehaltens vor einer ganzen Weile, stört mich die Größe des Gerätes doch eher gar nicht. Lustigerweise ist es sogar so, dass ich bei einem kurzen Wechsel vom Nexus zum Optimus Speed nur noch den Eindruck habe, dass das LG Gerät ja sehr winzig ist.

Dass das Nexus nur eine interne SD Karte und die auch nur mit 16 GB hat, stört dagegen schon etwas. V.a. weil auf diese nur via MTP zugegriffen werden kann, da ein exklusiver Zugriff, wie etwa mittels USB Massstorage nicht möglich ist, da ja das OS auf demselben Speicher läuft.

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Nach dem Motorola Milestone endlich wieder eine farbliche LED, um zu wissen was für eine Notification da blinkt. Hierfür kann ich übrigens die App Light Flow empfehlen, mit der man definieren kann, welche Benachrichtigung mit welcher Farbe blinkt.

Die Kamera des Nexus liefert soweit ordentliche Bilder, allerdings ist auch hier wieder genügend Licht eine zwingende Voraussetzung.

Software

Dass ein Nexus nicht unbedingt ein Nexus ist und dass ersteres von Google mit Updates versorgt wird, letzteres dann doch wieder vom Hersteller, musste ich leider erfahren. Es gibt da wohl den unterschied, ob es sich um ein Gerät aus dem freien Handel oder um ein Gerät von einem Netzanbieter handelt.

Ich hatte mein Nexus, mangels anderweitiger preiswerter Verfügbarkeit über eBay bei einem Händler aus Österreich bestellt. Dieser lieferte mir ein Gerät mit einem Software-Build namens “yakjuxw”, wohingegen nur der Build “yakju” direkt von Google aktualisiert wird. Entsprechend lieferte mir ein Update-Check auch nur die Information, dass mein Android 4.0.4 aktuell sei, obwohl zu dem Zeitpunkt 4.1 Jelly Bean schon lange veröffentlicht war. Ein kurzes googlen lieferte mir dann eben die Information über die unterschiedlichen Builds.

Da die Nexus’ prinzipiell nicht gesperrt sind, ließ sich das notwendige “yakju” Build ohne weiteres aufspielen, aber genau ein solches Gefrickel, wollte ich ursprünglich ja vermeiden. “Ohne weiteres” ist dabei allerdings nicht ganz korrekt. Der Ablauf ist wie folgt:

* Rescue System starten
* Bootloader entsperren (hierbei werden alle persönlichen Daten auf dem Gerät aus Sicherheitsgründen gelöscht)
* Root erlangen
* von android.google.com geladenes yakju image flashen.

Da das entsperren des Bootloaders das Gerät zurücksetzt und ich die ersten Tage mit mit dem “yakjuxw” arbeitete, war Handarbeit wegen Backup und co. angesagt. Abgesehen davon gingen die üblichen Root-Methoden nur bis Android 4.0.3. Erst mit dem Google Nexus Toolkit konnte ich root erlangen.

Zumindest hat sich der Aufwand gelohnt und das 4.1.1 Jelly Bean läuft tatsächlich wie Butter. Die häufig notwendigen Neustarts wie beim LG sind ebenfalls Geschichte und das Nexus kann auch mal 20 Tage am Stück laufen ohne, dass es spürbar langsamer wird.

Seit ein paar Tagen ist zudem 4.1.2 von Google angekommen und auch hier konnte ich einen spürbaren Performance-Gewinn merken.

Google Now mit seinen Kontext-basierten “Karten” rockt auch ziemlich. Habe mir angewöhnt, bei Terminen einen Ort anzugeben, den man per Google Maps finden kann, weil einem dann Google Now passend zum Termin eine Anfahrtskarte präsentiert. In Deutschland macht das vermutlich noch viel mehr Sinn, da es dort auch Verkehrsinformationen gibt. Die haben wir hier in Saudi ja noch nicht.

Schön ist auch, dass mit dem Android 4.1 endlich das androideigene Sip funktioniert. Ich habe aktuell zwar noch Sipdroid und CSipSimple installiert, aber die Anrufe kommen nur über das interne SIP rein und auch nur darüber raus. Einzig das umständliche wählen als Internetanruf (entweder vor jedem Anruf fragen lassen oder man benötigt jede Nummer als separate Internet-Rufnummer in den Kontakten) stört etwas.

Fazit

Nach meiner jetzigen Nexus Experience werde ich ziemlich sicher nicht mehr zu einem herstellerverunstalteten Android zurückgehen. Aktuell gibt es Vermutungen, dass Google am 29.10. die nächste Version von Android zeigt und zudem mehrere Nexus Geräte präsentiert, aber zumindest das LG Nexus 4. Man hätte also diesmal die Wahl, von welchem Hardware-Hersteller man ein Gerät mit purem, von Google aktualisiertem Android, man haben möchte. Ich hoffe, dass man dann immer noch, wie beim Galaxy Nexus, ohne nachzudenken, bei allen Herstellern zugreifen kann. Nach meiner letzten Erfahrung mit LG wäre ich ja LG gegenüber eher abgeneigt, andererseits soll das LG Nexus hardware-seitig schon was können.

Wir werdens sehen.


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tweetdigest: Galaxy Nexus und MTP

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  • Schon toll, damit das Galaxy Nexus via MTP unter Windows XP läuft braucht man nicht nur einen MTP Treiber sondern auch den Media Player 11?! #
  • C&A besteht auf Mehrwertsteuererstattung via Global Blue: Dass es mit der Mehrwertsteuererstattung nicht immer s… http://t.co/pQGwsoD1 #

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Mobile Geräte Wahl

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Wie zuletzt im verspäteten Milestone Review beschrieben, steht an uns neue Handys zuzulegen. Gleichzeitig überlege ich auch, uns ein Tablet zu holen.

In Frage kommende Smartphones

Bei den Handys, oder besser Smartphones, ist die Wahl im Grunde schon gefallen. Als Betriebssystem stand Android im Voraus fest. Wie Marc empfahl, werden wir den Schritt wagen und auf eine physikalische Tastatur verzichten. In Frage kamen daher, aus meiner Sicht folgende Geräte:
Nexus S: Primär aus dem Grund, dass das Nexus S direkt von Google mit Updates versorgt wird. Die Hauptverkaufszeit ist mittlerweile aber schon vorbei und bei Amazon ist das Gerät nicht mehr direkt zu bekommen. Daher schied es schlußendlich aus.
LG Optimus Black: Viel Gutes über das Gerät gehört. V.a. von ehemaligen 1und1 Kollegen ;) Das Display wurde zudem vielerlei als beeindruckend bezeichnet und wäre schon ein Grund gewesen es zu holen.
LG Optimus Speed/2X: Da die beiden Geräte aber eine Weile halten sollen, fiel die Wahl nun aber auf das Optimus Speed/2X. Hat mit seinem Dual-Core Prozessor ordentlich Power unter der Haube. Batterielaufzeit soll laut einigen Tests auch etwas besser als beim Black sein, auch wenn ich mich nicht der Illusion hingebe, das Handy nicht jeden Tag laden zu müssen ;)
Samsung Galaxy S2 – außer Konkurrenz: Wäre zwar auch sehr interessant gewesen, aber in Summe viel zu teuer.

In Frage kommende Tablets

Neben der Frage, ob wir ein Tablet “brauchen”, ist natürlich die Frage, welches der, wiederrum, Android-Tablets in Frage kommen. Diesmal eine Auswahl von vier Geräten, soweit ich weiß, alle “richtigen” Android-Tablets:
Samsung Galaxy Tab 10.1: Im Grunde von Haus aus direkt außer Konkurrenz, da zu teuer. Ansonsten sehr interessantes Gerät.
Asus eePad Transformer: Die andockbare Tastatur ist ein sehr interessantes Feature und auch sonst scheint es das mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis zu sein.
Acer Iconia Tab: Käme in Frage, aber die Akku-Laufzeit ist dann wohl doch eher unterdurchschnittlich, so dass es ausschied.
Motorola Xoom: Wie auch das Samsung kommt das Xoom einfach des Preises wegen nicht in Frage.

Wie man sieht, läuft alles auf das eePad Transformer hinaus, wenn mal die Frage nach dem “ob” geklärt ist.

Hat einer von Euch eine Meinung zu Touchscreen-only Smartphones und dem Nutzen von Tablets?


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