Vorfreudig

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Es gibt wenig, bei dem ich so sehr zustimmen würde, dass nur das selbst Erleben einem verständlich macht, was Eltern sein bedeutet.
Daher freuen wir uns sehr, diese Erfahrung nochmal machen zu dürfen und gleichzeitig durch die Facette „Geschwister“ zu erweitern.


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Geschenke zum Hochzeitstag

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Am 19.9. waren es schon zwei Jahre her, dass wir unseren Hochzeitstag hatten. Wie der Herr Samson richtig bemerkte eigentlich ziemlich unfassbar. V.a. weil wir damit auch schon 1,5 Jahre in Riad sind und das nächste große Abenteuer ja auch ansteht 😉

Umso schöner war es dann, dass ich abends unerwartet von meinem Vater aus dem Krankenhaus angerufen wurde – quasi als Geschenk zum Hochzeitstag 😉 Zwischenzeitlich war er in ein anderes Krankenhaus verlegt worden, um die Eigenatmung schnellstmöglich wieder zu erreichen. Das klappte dann so schnell, dass er bereits am 4. Tag sprechen und mich am 5. Tag anrufen konnte. Es sieht da im Moment also ganz gut aus.

Passend zum Talk-like-a-pirate-day hatten es die Piraten in Berlin zudem am Vortag auch noch ins Parlament geschafft. Mal sehen, ob sie dort was reißen können mit ihrem anderen Verständnis von Demokratie und Politik. Wünschen würde ich es mir.


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Vorfreude

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19988-ultraschall

Seit 2008 haben wir jedes Jahr großartige Dinge erlebt. Die nächsten werden das wohl alles übertreffen. 🙂


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tweetdigest: Individuelle Kopfhörerstöpsel

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  • Oha, offenbar sind auch #Nokia mal ein paar Daten abhanden gekommen… über eine SQL-Injection, wie auch sonst 😉 http://ow.ly/6fbvq #
  • Während Ramadan ist in Saudi ja schon wenig los, aber jetzt in Eid al-fitr ist wirklich tote Hose #
  • Wäre der Prozess für individuelle Kopfhörerstöpsel nicht so langwierig und wir zZt. nicht in Saudi,würde ich das wohl baldigst machen lassen #
  • Auf der Intensivstation: Wir sind nun schon wieder etwas mehr als eine Woche zurück in Saudi. Wider unserer Plan… http://t.co/R076rgp #

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Auf der Intensivstation

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Wir sind nun schon wieder etwas mehr als eine Woche zurück in Saudi. Wider unserer Planung wurden aus den vier Wochen, fünf Wochen Urlaub.

Schon bevor wir in die USA für unseren „eigentlichen“ Urlaub aufbrachen, musste ich mich damit beschäftigen, dass auf meinen Vater eine größere Operation zukam, deren Ablauf und Konsequenzen im Ungewissen lag.

Es ging um die Bauchspeicheldrüse und eine Verwachsung. Für die meisten dürfte die Kombination aus Verwachsung und Bauchspeicheldrüse schon ein ungutes Gefühl auslösen. Und so bereiteten auch die Ärzte sich darauf vor, dass sie die Diagnose Krebs stellen würden. Wider erwarten war es dann aber kein Krebs, sondern „nur“ eine gutartige Verwachsung. Nichts desto trotz war es eine 6-stündige OP.

Wie es Vorweg immer heisst, sind OPs grundsätzlich mit Risiken verbunden und so kam es auch hier. Es lief nicht wie geplant. Im Gegenteil, es kam zu mehreren kritischen Situationen und es folgte ein künstliches Koma, um ihn zu stabilisieren.

Wir kamen also zurück aus den USA, nur um direkt vor der Situation zu stehen, unsere Abwesenheit aus Saudi, ungeplant um eine Woche zu verlängern. Glücklicherweise war das seitens der Verpflegung der Katzen, mit der Firma und zuletzt mit der Lufthansa kein Problem.

Kurz drauf fanden wir uns also in Deesen wieder und ich musste mich erstmals mit dem Gang auf eine Intensivstation zum Besuch eines nächsten Verwandten auseinander setzen. Ich muss zugeben, darauf war ich nicht vorbereitet. Mir war auch bis zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst, dass ich meinen Vater bis zu diesem Zeitpunkt noch nie wirklich krank oder gar in einer kritischen Situation erlebt hatte. Gut, wer kann das im Alter von 30 Jahren schon von sich behaupten. Ich hoffe die meisten nicht. Vermutlich ist man darauf eh nie vorbereitet.

Aber wie angedeutet, es traf mich unvorbereitet und sehr heftig, meinen Vater da auf diesem Bett, umgeben von den ganzen Apparaten für die Medikation, der Beatmungsmaschine und Kreislaufüberwachung (inklusive toller Kurven für Herz, Puls und Blutdruck…) zu sehen. Dazu noch der Schlauch im Mund zur Beatmung… glücklicherweise scheint dieses Klischee mit dem „Piep, Piep, Piep….“ für den Herzschlag nicht zu stimmen und die Überwachung lief einzig per Display und entsprechenden Alarmen. Denn ich ertappte mich bei den Besuchen öfter dabei, immer wieder auf die Kurven und Zahlen zu achten und mir rutschte mehr als einmal das Herz in die Hose, wenn mal ein Wert einen Ausreisser nach unten oder oben machte.

Zum Ende unseres verlängerten Deutschland-Aufenthalts konnten dann die Narkotika und Kreislaufmedikamente aus der Behandlung rausgenommen, er aufgeweckt und sogar die Beatmung eingestellt werden. Wir konnten uns also austauschen, auch wenn das Sprechen nach etwas mehr als einer Woche Beatmung sichtlich schwer und frustrierend war. Wir stellten uns also darauf ein, dass wir relativ entspannt zurück nach Riyadh fliegen konnten.

Leider wurden wir am nächsten Morgen aus dem Krankenhaus angerufen, dass sie meinen Vater zwei mal hatten wiederbeleben müssen und sein Zustand auch weiterhin kritisch sei. Nun gut, das dauerhafte Verbleiben auf der Intensiv-Station ist ja schon nicht ohne, aber Wiederbelebung ist definitiv eine andere Hausnummer. Es hieß in gewissem Sinne also wieder zurück auf Anfang. Beatmung, Kreislaufmittel und künstliches Koma.

Und für uns hieß es natürlich entscheiden. Entscheiden ob wir uns wenige Stunden später, um einige Tausend Kilometer entfernen würden. Mittlerweile waren wir mit 5 Wochen auch schon sehr lange unterwegs und damit immer irgendwie, irgendwo Gast – einfach nicht zu Hause. Neben der gesundheitlichen Situation meines Vaters, der inneren Unsicherheit wie es weitergeht, noch ein weiterer Aspekt, der sich sehr auf die Entscheidung auswirkte.
Nach Aussagen der Ärzte, gab es effektiv keine Aussage. Weder eine Schätzung, wie es weitergehen könnte, geschweige denn eine zeitliche Prognose.

Ich entschied dann, dass wir fliegen würden. Und so wurden wir dann von meinen Schwiegereltern, nach dem Hinbringen auch wieder von meinem Vater abgeholt und zum Flughafen gebracht. Die Entscheidung dürfte eine der schwersten gewesen sein, die ich bisher treffen musste.

Mittlerweile ist er auf dem Weg der Besserung. Beatmung und Medikamente konnten so gut wie eingestellt werden. Die Beatmung läuft auch über, den landläufig als Luftröhrenschnitt, genannten Weg, was aber bedeutet, dass das Sprechen weiterhin nicht möglich ist. Ich hoffe ich kann bald (eher in Wochen gerechnet) wieder Worte mit ihm wechseln.

Von hier aus nochmal vielen Dank an meine Schwiegereltern für das Umwerfen ihrer Pläne und den Fahrdienst. Ihr habt mir im Speziellen damit einen großen Balast, um den ich mich sonst hätte kümmern müssen, abgenommen. Danke außerdem an meine Mutter fürs „Da-Sein“. Hat mir ebenfalls viel geholfen.


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