Auszug aus der Wüste

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Es ist schon verrückt. 2009 haben wir geheiratet und ahnten zu dem Zeitpunkt nicht, dass wir nicht mal ein halbes Jahr 0später in einem komplett neuen und anderen Umfeld leben würden. Was als einjähriges Abenteuer startete entwickelte sich schnell zu einem richtigen Lebensabschnitt, inklusive der wohl größten Herausforderung, die man erleben kann. Wer mir prognostiziert hätte, dass wir knapp 4 Jahre in Saudi-Arabien leben würden und dort auch mein erstes Kind zur Welt kommt … ich glaube diesen Satz muss ich nicht vollenden 😉

Jetzt beziehungsweise Ende des Jahres ist es aber an der Zeit unsere Zelte hier abzubauen und wie es so schön heißt nach einer neuen Herausforderung zu suchen. Wobei wir die größte Herausforderung natürlich mitnehmen werden 😉

So langsam geht es also daran herauszufinden, wohin wir genau nach Riad gehen werden. Erster Anlaufpunkt wird natürlich Karlsruhe sein, aber danach ist ist alles noch offen.

Wenn also jemand jemanden kennt, der offene Stellen zu bieten hat. Her damit 🙂


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TGIT statt TGIW – Saudi Arabien ändert das Wochenende

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Im Grunde pfiffen es die Spatzen bereits seit einiger Zeit von den Dächern. Eine Umstellung des saudischen Wochenendes von Donnerstag-Freitag auf Freitag-Samstag war eher eine Frage des wann als des ob.

Und so war letzte Woche dann nur überraschend, dass der Vorlauf zur Umstellung weniger als eine Woche betragen würde. Konkret wurde als Termin zur Umstellung der 29.6.2013 genannt. Damit habe ich dieses Wochenende ein Drei-Tages-Wochenende.

Leider wurde dieses dadurch getrübt, dass ich mir einen tolle Magen-Darm-Virus einfing. Somit war ich an meinem letzten Vor-Wochenende-Mittwoch nicht arbeiten, aber das doppelt verlängerte Wochenende genießen ist definitiv etwas anderes.

Mit der Umstellung ist Saudi Arabien jetzt auf den selben Arbeits-Rhythmus gewechselt, den der Rest der arabischen Halbinsel auch hat. Das macht die Zusammenarbeit hier in der Region einfacher und vergrößert das Zeitfenster zur Arbeit mit dem Westen von drei auf vier Tage.


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Lenovo Bestell-Erfahrungen

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Wie auch für mich, sollte es für Susanne nach fünf Jahren ein neues Notebook geben. Sie wollte allerdings nicht wechseln. Da wir beide für fünf Jahre Thinkpads hatten und qualitativ sehr überzeugt von ihnen waren, wollte es auch wieder ein Thinkpad sein.

Die bei Amazon bestellbaren gab es aber natürlich nur in Standard-Ausführung. Das gilt zum Beispiel auch für notebooks-billiger.de, weswegen es auf eine Konfiguration im Lenovo Shop hinauslief. Dabei sollte es folgende Spezifikationen erfüllen:

  • soviel Speicher wie möglich (8GB waren die Grenze des möglichen)
  • Mittel-Klasse CPU mit dem i5 (i7 nicht benötigt)
  • kleine SSD, für einen Alltags-Rechner würde nicht mehr ohne arbeiten wollen.
  • eingebaute Webcam
  • hintergrundbeleuchtete Tastatur
  • bestenfalls auch ohne Windows Lizenz, was aber nicht (mehr) möglich ist.

Bestellung

Für die anstehende Ausfuhr und die Mehrwertsteuererstattung wollten wir auf Nummer sicher gehen und unsere saudische Adresse als Rechnungsadresse angeben. Dazu natürlich eine Lieferadresse in Deutschland. Gerne hätten wir mit Kreditkarte bezahlt, was im Shop aber ohne Begründung abgelehnt wurde.

Anschließend versuchte ich es mit der Bezahlung per Paypal und Kreditkarte. Wurde ebenfalls abgelehnt. Genau wie Paypal und Bankeinzug. Es dämmerte mir langsam, dass da was nicht stimmte. Da selbst die Auswahl Banküberweisung (also ohne Paypal) nicht akzeptiert wurde, ging ich von einem Fehler oder technischen Problem im Bestellsystem. Um ehrlich zu sein hatte es mich auch schon gewundert, dass Lenovo auf einen Dienstleister (Digital River) setzt und den Shop nicht selbst betreibt.

Nach ein paar weiteren Versuchen, wurde schließlich eine Bestellung mit Bankeinzug akzeptiert.

Parallel hatte ich Kontakt mit dem Bestellsupport hergestellt, da ihrerseits eine Mail geschickt worden war, dass eine Bestellung ohne Geldeingang innerhalb von 3 Tagen storniert worden sei. Wie bitte?! Die Bestellungen waren allesamt vor dem Punkt der Bezahlungsauthorisierung abgelehnt worden…

Stornierungen

Kurz nach der erfolgreichen Bestellunge meldete Lenovo sich erneut. Die Bestellung sei nicht angenommen worden da die beiden Adressen in unterschiedlichen Ländern wären. Lustigerweise ist das eigentlich nicht möglich, da das Bestellformular im Länder-Dropdown nur Deutschland anbietet. Ich hatte lediglich bei der Stadt „/ SA“ angehangen und glaube nicht, dass der automatische Bestellprozess dass tatsächlich als anderes land erkannt hat.

Ich antwortete, dass ich jetzt eine erfolgreiche Bestellung eingetütet hätte und überweisen solle. Mir wurde mitgeteilt ich solle lieber nicht überweisen, da die Bezahlung vermutlich nicht akzeptiert würde – die Adresse sei schließlich eine P.O. Box in Saudi-Arabien.

Da es unbedingt ein Thinkpad sein sollte, zähneknirschend eine Bestellung mit deutscher Rechnungsadresse und Überweisung aufgeben wollen. Schon bei der Konfiguration oben angegebener Spezifikationen gesehen, dass das Gerät jetzt 120.- EUR teurer sein soll.

Unflexibilität

Entsprechend stellte ich eine Rückfrage an Lenovo, dass sie bitte die Rechnungsadresse der aktuell noch vorhandenen Bestellung bitte ändern sollen, damit ich diese überweisen kann, da ich nicht einverstanden damit wäre Mehrkosten in Kauf zu nehmen, die durch Fehler im Bestellsystem zu Stande gekommen wären.

Nach einigem hin und her inklusive Telefonat mit der Hotline wurde mir explizit bestätigt, dass eine Änderung der alten Bestellung nicht möglich sei und ich tatsächlich mehr bezahlen müsse. Es wurde auch explizit gesagt, dass man auch auf den Umsatz verzichte, wenn ich die Bestellung nicht erneut aufgäbe. Mir ist zwar bewusst, dass ein Unternehmen wie Lenovo auf einen einzelnen Privat-Kauf nicht angewiesen ist, aber diese Unflexibilität in den Prozessen fand ich dann doch erstaunlich.

Da das Thinkpad ein expliziter Wunsch war, wurde in den sauren Apfel gebissen und die Lieferung erfolgte dann noch gut rechtzeitig vor unserer Abreise.

Verweigerte Mehrwertsteuererstattung

Die böse Überraschung erfolgte dann nach unserer Heimkehr durch eine Rückmeldung seitens Lenovo. Zuerst konnten sie mit der Ausfuhrbestätigung des Zolls nichts anfangen und mussten das intern klären. Abschließend wurde dann erklärt, dass der Online-Shop sich ausschließlich an Deutschland richte und daher eine Erstattung der Steuer nicht möglich sei. Logischerweise hat man keinen Anspruch auf die Erstattung durch den Händler. Es ist nur eine Kulanz-Leistung, aber enttäuschend ist es dann doch, wenn ein Händler eine so einfache Möglichkeit auslässt einem Kunden einen finanziellen Vorteil zu verschaffen.

Lenovo hat sich also weder durch Flexibilität bei der Bestellung, noch bei der Behandlung nach der Bestellung ausgezeichnet. Ich hoffe nur, dass das Thinkpad wieder den gewohnt hohen Qualitätsstandard hat und es wieder fünf Jahre hält. Das wäre zumindest eine kleine Wiedergutmachung.


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Hibiscus

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Zum letzten Geburtstag bekam ich neben einer Pflanze fürs Büro auch eine für vors Haus und dort blüht der Hibiskus nun immer wieder. Weswegen ich mit dem Hibiskus die vor drei Jahren zuletzt betriebene Reihe der Pflanzen-Fotos mit ihm fortsetze.

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Es ist sehr faszinierend wie schnell die Blüten auftauchen, aufgehen und auch wieder absterben. Die meiste Zeit also eine reine Grünpflanze und nur ab und zu zeigt man sich von der farbigen Seite.


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Gartenschlauchgewohnheiten

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Die Gewohnheiten von Menschen sind faszinierend. Und vor allem schwer vorher zusagen.

Wir kauften vor einigen Tagen eine dieser Gartenschlauch-Düsen. Primär, um das Wasserspielen des Nachwuchs auf der Terrasse leichter kontrollieren zu können. Wir wollten nicht immer ums Haus herum rennen müssen, um das Wasser an- und abzustellen. Abgesehen davon hat so eine Düse natürlich unterschiedlichste Spritzmethoden, in unserem Fall ganze 10 unterschiedliche Modi. Für den Kleinen natürlich traumhaft 😉
Für ihn war die Düse also ein voller Erfolg und ich rechnete damit, dass auch unser Terrassen/Veranda/Auto-Putzmann sich freuen würde und durch die vielen Düseneinstellungen vielleicht einfacher arbeiten könnte.

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Ein paar Tage nach dem Kauf lag die Düse inklusive Schlauch-Verbindung vor dem Haus auf der Veranda und der Schlauch wieder ohne Düse auf dem Gehweg herum. Im ersten Moment dachte ich mir nicht viel, aber nach ein paar Tagen dasselbe Spiel. Die Düse hatten wir zwischenzeitlich wieder auf den Schlauch gesteckt, aber sie war wieder abgenommen worden.

Es ist offenbar so, dass unser Putzmann mit einer solchen Düse nichts anzufangen weiß. Wohlgemerkt, die Düse ist nicht kompliziert und er hat wohl auch andernorts schon eine Erklärung/Einführung in eine Düse bekommen (so man die denn bräuchte), aber er zieht es wohl vor, mit seiner Hand den Schlauch zu knicken und damit die Wasserstärke zu kontrollieren. Dass der Wasserspareffekt, den eine Gartenschlauchdüse mit sich bringt kein Argument ist, dürfte natürlich auch klar sein. Abgesehen davon frage ich mich, ob das spezifisch für Arbeiter von hier ist, oder ob man das auch in Europa finden würde. Vermutlich ist das einfach eine ganz individuelle Sache.

Wir machen also weiterhin das Spielchen, die Düse aufzustecken und er wird sie dann immer wieder abziehen. Und ich amüsiere mich darüber, wie ich mit meiner technikaffinen Einschätzung falsch lag, dass andere Vorteile für sich in Technik sehen und sich den Alltag damit erleichtern würden. Andererseits sind gewohnte Abläufe und Handgriffe ja auch nicht zu verachten 😉


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