Sonos in einer Linux Android Umgebung

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Über Sonos im Allgemeinen, kann man bei Volker Weber (vowe – seines Zeichens c’t Redakteur) ziemlich viel lesen und einen Einstieg in dieses Multi-Room-Audio-System bekommen.

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Nach langem hin und her, entschieden wir uns schließlich im Deutschland-Urlaub im September zwei Sonos S5 nach Saudi mit zu nehmen. Für den entstandenen Stress auf Grund der chaotischen Bestellsituation auf unserer Seite, möchte ich mich nochmal bei Thomas Lang von ueberall-musik.de entschuldigen und gleichzeitig bedanken, für die Mühen die er auf sich genommen hat, um uns die Mitnahme rechtzeitig zu ermöglichen!

In Saudi als Handgepäck angekommen – man möchte Geräte im Wert von > 500 Euro ja nicht unbedingt im Koffer lassen und riskieren, dass sie nach dem Flug nicht mehr im Koffer sind – war die in Betriebnahme angesagt. Wie auch schon in Deutschland ging das quasi von selbst:

Einrichtung des SonosNet

  1. ZoneBridge an den Strom und per LAN an den Router
  2. ZonePlayer S5 im Wohnzimmer an den Strom.
  3. Den Desktop-Controller installieren und im Laufe der Installation bei Aufforderung zwei Tasten an den S5 drücken.
  4. Fertig!

Für den zweiten S5 in der Küche:

  1. ZonePlayer an den Strom.
  2. Im Desktop-Controller neue Zone hinzufügen (Menü Zone -> Neue Zone hinzufügen)
  3. Auf dem Zoneplayer in der Küche nach Aufforderung zwei Tasten drücken
  4. Fertig!

Nach diesen Schritten waren die S5 dann auch schon soweit einsatzbereit, dass wir auf beiden Geräten gleichzeitig synchron und ohne Kabelwust problemlos den Internetradiostream von SWR3 hören konnten. Selbstverständlich mit der Möglichkeit die Lautstärke beider Geräte individuell einzustellen, entweder über den Controller oder am Gerät selbst. Und ebenfalls selbstverständlich, kann man jederzeit eines der beiden Geräte aus dem Verbund herausnehmen und z.B. einen anderen Stream anwerfen.
Toll finde ich auch, dass man ein Gerät jederzeit vom Strom trennen kann und, sobald es wieder angeschlossen wird, sich wieder nahtlos in den Verbund einbindet. Sehr praktisch, wenn bei den hier üblichen Steckdosen, die Kabel herausrutschen…

Sonos Desktop Controller mit Wine

Bekanntlich haben wir bei uns einen reinen Linux-, genauer Kubuntu-, Haushalt. Im Vorfeld hatte ich diesbezüglich Volker Weber kontaktiert, ob er in diesem Umfeld Sonos empfehlen könne. Konnte er nicht. Vor allem im Hinblick darauf, dass wir neben Linux-only auch Android-only sind und uns auch keine Apple Geräte – es gibt einen kostenfreien iPhone/iPod touch Controller von Sonos – und auf Grund des Preises auch den Sonos CR200 nicht ins Haus holen wollten.

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Experimentierfreudig wie wir sind, wollten wir es dann doch testen und bei erstem Test in Deutschland konnten wir mit dem Sonos Controller für Windows unter Wine gut leben, da wir keine Einschränkungen feststellen konnten. Einziges Problem war die Darstellung der Schrift, die im Endeffekt aber für die Nutzung des Systems unerheblich ist. Man kann alles lesen und hauptsächlich will man mit den Sonos Geräten schließlich hören 😉

Dabei lief die Installation des Sonos Controllers ebenso denkbar einfach ab. Entweder in einer Konsole wine SonosController32.exe oder doppelklicken, je nach persönlichem Gusto. Während der Installation wird man wie oben beschrieben aufgefordert, auf einem der S5, der Bridge oder einem anderen Zoneplayer die Verbindungstaste/Vol+ und Mute zu drücken. Daraufhin kurzes warten und der jeweilige Desktop-Controller ist verbunden und kann die Zonen steuern.

Android Andronos Sonos Controller

Aktuell gibt es noch keine offizielle Sonos Anwendung für Android. Andronos tut es meines Erachtens bis dahin aber auch völlig. Ich habe bisher nichts gefunden, was diesem kostenfrei im Android Market zu findende Anwendung, nicht könnte.

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  • Lautstärke regeln, gesamt oder jedes Gerät einzeln
  • Zonen verbinden und trennen
  • Playlistverwaltung
  • Quelle wechseln (Radio oder Musik von einem Share)
  • durch Album-Cover „blättern“ ala Coverflow

Einzig das Auffinden der Sonos Player dauert manchmal etwas lange oder funktioniert gar nicht. Das ist mir bisher allerdings nur sehr selten passiert und ich konnte es nicht reproduzieren

Perl Controller

Ebenfalls über vowe bin ich auf den Sonos Perl-Controller gestoßen. Dieser hat ein paar Abhängigkeiten, so dass eine Installation auf einer Fritz.Box eher unwahrscheinlich ist. Mehr und mehr bringen mich solche „Projekte“ an den Punkt, auch hier in Saudi wieder einen kleinen Medienserver einzurichten.
Mir machte der Perl-Controller zu Beginn ordentlich Probleme, da er beim Scannen der Musik mit der Meldung „no element found“ abbrach. Offenbar handelt es sich dabei aber um eine Perl Fehlermeldung, die zudem immer an unterschiedlicher Stelle auftrat. Mittlerweile haben wir die Musik in Ordner von a-z einsortiert, da der Router, an dem die Festplatte hängt eine Ewigkeit brauchte um das Verzeichnis zu listen. Nach dem Umsortieren geht das wieder ordentlich flott. Seit dem scheint mir auch der Perl-Controller keine Probleme mehr zu haben.

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Die Oberfläche ist ganz nett, stellt mir aber die Queue nicht dar, wenn wir verschiedene Tracks aneinander gehängt haben, so dass wir den Perl-Controller eher nicht mehr verwenden werden.

Python Controller

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Im Sonos-Forum fand ich noch einen Python-Controller, den der Entwickler auf direktes Anschreiben zur Verfügung stellt. Prinzipiell handelt es sich um eine Steuerung von UPNP-Knoten. Und somit lassen sich damit alle Server und Abspieler, die mit UPNP arbeiten bedienen. Hier bin ich aber erst am Anfang 😉

Ich kann also zusammenfassen:
Allein das synchrone Abspielen der Musik und die Möglichkeit ohne Abhängigkeit vom Notebook Internetradio hören zu können, macht richtig Spaß. Der Sonos Controller unter Wine stellt kein Problem dar, ebensowenig wie der Andronos Controller für Android. Wer aus Jahren der Linux-Welt kommt, wird an dieser Stelle eher müde lächeln und im Grunde genausowenig Hürden haben, wie Windows/Mac oder auch iPhone/Ipod touch User. Ob wir uns das richtige Sonos Feeling nehmen, wie es vowe beschreibt, kann ich freilich nicht sagen, aber es fühlt sich auch so schon sehr gut an 🙂
Probleme sehe ich eher im Sonos Desktop-Controller und seiner Funktionalität als Medien-und Playlistverwaltung. Dazu, die Tage aber mehr.

Von mir also ein großes Daumen nach oben für Sonos in Verbindung mit Linux und Android.


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Skype oder Sipgate als VoIP Lösung in Saudi-Arabien

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Vor einigen Jahren schon habe ich mir bei sipgate.de eine Karlsruher Telefonnummer registriert, die man dann mit einem sip/voip-fähigen Endgerät nutzen kann. Das geht dann zum Beispiel mit der Fritzbox direkt oder auch mit Android auf dem Milestone mittels Sipdroid.
Prinzipiell also sehr praktisch eine deutsche Telefonnummer zu haben, auf der man von Deutschland aus per Flat (haben die meisten in Deutschland ja mittlerweile) oder sehr günstig angerufen werden kann, obwohl man die Nummer übers Netz nach z.B. Saudi-Arabien „leitet“.

Verbindungsqualität

Um die Einrichtung soll es hier nicht gehen. Ich habe sipgate hier mit oben erwähntem Sipdroid und Ekiga unter Kubuntu verwendet und muß sagen, dass ich relativ enttäuscht bin. Grundsätzlich funktioniert das ganz gut. Die Probleme zeigen sich aber im Detail. So hatte ich regelmäßige Aussetzer von 2-4 Sekunden in beiden Richtungen im Gespräch. Wohlgemerkt, während der andere weitergesprochen hat! Teilweise wurde das Gesagte dann in komprimierter Form nachgereicht. Klingt im ersten Moment vielleicht nicht schlimm, stört den Redefluss aber ungemein.

Mit Skype hatte ich dagegen hier bis dato weniger Probleme. Klar auch bei Skype spielt die Internetverbindung eine entscheidende Rolle. Hier äußern sich Latenzen oder kurze Aussetzer in der Verbindung nicht in Unterbrechungen des Gespräches, sondern in Verzögerungen. Das heißt, man wartet einfach länger bis das Gegenüber reagiert. Ist zwar auch nicht schön und man fällt sich des Öfteren gegenseitig ins Wort, aber trotzdem um Einiges angenehmer, also komplette Aussetzer wie bei sip(gate).

Leider ist die Verbindung hier aktuell eh sehr wackelig, so dass sich Skype und Sipgate derzeit so oder so nicht viel nehmen. Da hilft wohl nur abwarten oder bei unserem Anbieter Mobily nachhaken…

Deutsche Rufnummer

Aktuell habe ich daher Guthaben bei sipgate (welches ich zuerst aufgeladen habe) und seit einigen Tagen auch bei Skype. Ersteres werde ich in naher Zukunft aus og. Gründen aber eher nicht aufbrauchen. Letzteres dagegen umso schneller. Vor kurzem war es nicht möglich sich bei Skype eine sog. SkypeIn-Rufnummer für Deutschland zu registrieren. Mittlerweile geht das wieder, aber die Kosten von 5 Euro im Monat für die reine Bereitstellung der Rufnummer wiegt sich in unserem Fall nicht mit dem Nutzen auf.

Das heißt also, im Moment kann ich per Skype nur nach Deutschland telefonieren, aber nicht aus Deutschland angerufen werden. Es läuft also auf ein „auf der sipgate-Nummer anklingeln lassen“ und per Skype zurückrufen hinaus. Zudem wüsste ich aktuell auch keine Möglichkeit SkypeOut (so nennt sich das Raustelefonieren bei Skype) auf dem Milestone zu nutzen.

In Summe also etwas umständlich. Andererseits: wir können aus Deutschland im Zweifel kostenfrei angerufen werden und sehr kostengünstig anrufen. Im Endeffekt also kein Grund zu klagen 😉


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Firefox Abstürze bei cratoo.de

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Heute brauche ich mal eure Hilfe. Vor einiger Zeit bekam ich über Facebook den Hinweis, dass der Firefox, sowohl unter Windows als auch Linux, bei Besuchen auf cratoo.de mehr oder weniger reproduzierbar abstürzt. Nun ist es so, dass ich auch Abstürze des Firefox hatte, diese aber erst kürzlich meinem eigenen Blog/Gallerie zuordnen konnte.

Zwischenzeitlich habe ich mittels HTML-Validation einige grobe Schnitzer im HTML bereinigt (geöffnete aber nicht geschlossene, sowie falsch verschachtelte ul/li/div). Und in den letzten Tagen seit diesem Aufräumen, habe ich es nicht mehr geschafft, durch Aufrufen der Domain den Firefox zum Absturz zu bringen. Das kann aber natürlich Zufall sein. Zudem bin ich mir nicht sicher, ob die Abstürze nicht doch eher durch gefrickeltes Javascript zu Stande kommen. Solches habe ich mir nämlich für die Gallerie geschrieben. Andererseits passt das nicht dazu, dass bei mir die Abstürze auch schon bei Aufruf der Startseite passierte, auf welcher der Javascript-Eigenbau nicht zum Einsatz kommt.

Daher die Bitte an euch. Wenn ihr in nächster Zeit bei Aufruf des Blogs oder der Gallerie einen Absturz des Firefox erfahrt, nach dem Neustart des Firefox kurz die konkret aufgerufene Seite kopieren und mir zukommen lassen. Ein Feedback, dass ihr keine Abstürze im Zusammenhang mit Besuchen hier erlebt, ist natürlich auch gerne gesehen 🙂

Vielleicht hat es sich ja aber auch schon erledigt und ich bin nicht mehr für rüdes Beenden eures Firefox verantwortlich 🙂


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Lieblingsschuhe in Saudi

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Wie das so ist, wird man öfter Mal von anderen auf Dinge gebracht, über die man sich eh schon auslassen wollte 😉 So hat mich Thomas mit seinem Beitrag zu einer Blogparade über seine Lieblingsschuhe gefragt, wie denn die Schuhbekleidung hier in Saudi aussieht. Ich hatte vor einiger Zeit schon Mal eine Schuhparade gemacht (uff bereits 3 Jahre her). Daher passt das ganz gut, hier ein Update nachzuliefern 😉

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Das sind also meine aktuellen Lieblingsschuhe. Größe 42 oder 43. So genau weiß ich das nie. Da wir hier in einer ziemlich heißen Region leben, habe ich diesmal der Werbung Glauben geschenkt und mir Geox-Schuhe zugelegt. Also Schuhe die Löcher im Fußbett haben und damit dem Fußgeruch vorbeugen sollen. Und ich meine sogar, dass das funktioniert. Zumindest stinkt nix 😉 Ob das von den Schuhen kommt, weiß ich nicht, aber was zählt ist ja das Gefühl. Entsprechend ließen sich, die mit 99 Euro doch recht teuren Schuhe, verschmerzen 🙂

Da Thomas in seinem Posting aber nach saudischem Wüstenschuhwerk fragte, will ich darauf auch noch eingehen. Man trägt hier den Schlappen oder auch Latschen. Zumindest würde ich das so nennen. Der saudische Name lautet wohl Zobairiah. Aber macht euch selbst ein Bild:

Diese Schuhe tragen die männlichen Saudis zu jeder Gelegenheit. Ob das jetzt im Auto, in der Firma, beim Einkaufen oder privat ist. Selbst im Restaurant habe ich schon viele mit diesem traditionellen Schuhwerk gesehen. Bei den klimatischen Verhältnissen hier grundsätzlich natürlich kein Wunder, aber dennoch ungewohnt.

Nebenbei ein interessanter Aspekt der Schuhe: Galileo, diese Pseudo-Wissenschaftssendung auf Pro Sieben hatte vor einiger Zeit mal einen ihrer Fake-Checks hinsichtlich des Autobahn-Surfens der Saudis (Saudi Street Skate) gemacht und kam zu dem Schluss, dass das aus ihrer Sicht nur schwer möglich sei und daher eher ein Fake wäre.
Ich kann von hier nur sagen: ist es nicht! Als entscheidender Faktor für das hier nicht gerade übliche, aber durchaus praktizierte Autobahn-Surfen sind zum einen der spezielle Straßenbelag und zum anderen eben die saudischen Sandalen. Der Straßenbelag ist, wie in einem früheren Artikel erwähnt, bei weitem nicht so griffig wie in Deutschland. Es wird wohl statt Kieselsteinen Marmor mit in den Asphalt gemischt, was den Belag natürlich eher glatt, dafür langlebiger macht. Zum anderen ist der Belag der Schuhe ein besonderer. Diese beiden Aspekte hatte Galileo in seinem Fake-Check offensichtlich übersehen. Hier nochmal das Video:

Soviel zu meinen Schuhen hier und den saudischen Schuhen im Allgemeinen. Ich denke ich werde mir solche saudischen Sandalen auch noch zulegen. Die haben schon was lässiges 😉


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Internetzugänge in Saudi-Arabien

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In den Kommentaren wurde ich gefragt, wie es sich hier mit den Internetzugängen verhält. Genau wie in Deutschland, gibt es natürlich auch hier unterschiedliche Anbieter. Allerdings hält sich die Vielfalt der Anbieter in Grenzen. Bisher kenne ich Mobily, die Saudi Telecom (STC) und Zain. Bei letzterem bin ich mir allerdings nicht sicher, ob die nicht nur Mobilfunk anbieten.

Wie auch in Deutschland gibt es Internet über DSL und UMTS/3G/HSDPA, sowie Wimax. Dabei habe ich DSL bisher nur über die STC gesehen und wüsste nicht, ob es noch einen weiteren Anbieter gibt. Die Verbindung mittels UMTS/3G gibt es dagegen in jedem Fall von STC und Mobily. Mobily bietet zusätzlich noch den Zugang über Wimax an, welches ich bei der STC noch nicht gesehen habe.

Nun ist es schön zu wissen, wer was anbietet, aber zu wissen wie schnell und zuverlässig die Verbindungen sind, ist dann doch das entscheidende 😉

Fangen wir beim DSL an. Dieses gibt es in einer Ausbaustufe bis 8 MBit. Leider weiß ich nicht genau was diese Leitung dann kostet. Ich kann es nur für eine 4 MBit Leitung sagen. Die liegt bei rund 500 SAR (also 100 Euro) im Monat.
Ich konnte das DSL mal bei einem Kollegen testen und die 4 MBit werden auch erreicht, der Upstream liegt aber nur bei rund 0,3 MBit. Also nicht wirklich berauschend. Dafür ist die Latenz mit rund 20ms im ordentlichen Bereich.

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Weiter mit Wimax. Das nutzen wir daheim selbst. Wimax gibt es von Mobily bis zu einer Ausbaustufe von 2 Mbit und 0,5 Mbit Upstream und das für 260 SAR (also 52 Euro). Preislich natürlich wieder nicht mit deutschen Verbindungen zu vergleichen, aber man kann mit dem Wimax alles machen. Manchmal ist es etwas langsamer als aus Deutschland gewohnt, aber in Summe kein Beinbruch. Einzig der reduzierte Upstream wurmt mich hier noch mehr als zuvor schon bei Kabelbw. Ich fürchte allerdings, dass sich daran hier noch weniger schnell etwas ändert, als in Deutschland. Der Ping mit rund 120ms ist noch im Rahmen.

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Zuletzt gibt es gibt es noch den mobilen Internetzugang. Hierbei gibt es auch wieder die STC und Mobily. Wobei ich letzteres im Einsatz habe. Und in diesem Fall muss ich sagen, dass das UMTS bzw. HSDPA meine Erwartungen ziemlich übertroffen hat. Den Zugang gibts als Data Solution auf eine Prepaid Karte drauf und kostet dabei im 1 GB Paket 100 SAR im Monat. Dafür, dass ich in Deutschland bei Eplus für 250 MB 10 Euro gezahlt habe, spare ich hier im Verhältnis sogar 😉

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Aber die Übertragungsraten sind der eigentliche Hammer. Wie auf dem Screenshot der Speedtest.net App auf dem Milestone zu sehen, kriege ich mit dem HSDPA mehr als 3 MBit im Down- und mehr als 1 MBit im Upstream. Und der Ping ist mit 91ms auch nochmal besser als bei Wimax. Ich war zwischenzeitlich schon am Überlegen, ob wir auf die mobile Flat für 350 SAR wechseln sollten, dann würde aber wieder ein Router anfallen und daher hab ich das erst mal abgehakt. Zumal man den Unterschied auch nicht so radikal merkt 😉

Alle Werte sind natürlich gegen einen lokalen Server gemessen und nicht nach Europa. Nach/aus Europa ist die Verbindung natürlich nicht so prickelnd, aber man kann damit leben.

Skype ist über die Wimax Verbindung ohne weiteres möglich und ich sende zeitweise sogar ein Bild mit 640×480 und bis zu 350kbit. Ab und zu, v.a. in den Abendstunden kann es vorkommen, dass die Verbindungen ziemlich haken, dann hat man auch mal 4s Roundtrip Zeiten bei Skype und entsprechend macht es kaum Spaß, da man sich gegenseitig sehr oft ins Wort fällt. Da das aber die Ausnahmen sind, können wir mit dem Internet ziemlich gut leben 🙂

Ansonsten hatte ich ja ziemlich zu Beginn meines Aufenthaltes hier geschrieben, dass das Internet hier staatlich kontrolliert wird und man mehr oder weniger regelmäßig auf den Stopp-Schild Seiten landet. Dabei wechselt die Auswahl der Seiten, die gesperrt sind ziemlich regelmäßig.

Wenn noch Fragen offen sind, einfach rein damit in die Kommentare 🙂


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