KVV Karten per Handy

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Vor rund eineinhalb Jahren hatte ich mich gefragt wieso das Handy nicht schon seit längerem als mobiles Zahlungsmedium fungiert.
Und gestern kam für mich eine schon lange überfällige Nachricht u.a. bei Heise, dass es die KVV nun möglich macht, Tickets für die Straßenbahn bzw. Tickets für das gesamte KVV Netz ganz einfach per Handy zu kaufen.
Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und habe mich gleich bei der entsprechenden Seite der KVV angemeldet.
Ein paar benutzerspezifische Daten wie Adresse und Bankverbindung und im nächsten Moment erhielt ich eine SMS mit einem Link zum Freischalten des Zugangs bzw. Download der Software fürs Handy.
Bemerkenswert fand ich, dass es auf den Seiten die Möglichkeit gibt eine SMS auszulösen, die wiederrum einen Link enthält. Wenn man diesen nun mit dem Handy aufruft, wird serverseitig die Information hinterlegt welches Gerät man nutzt, was wiederrum ohne zutun und per Ajax direkt im noch offenen Browserfenster erscheint. Sehr intuitiv!
Jedenfalls habe ich nun eine javabasierte kleine Anwendung auf dem Handy mit welcher ich bargeldlos ein Ticket kaufen kann. Dieses kann ich mir dann auf dem Handy anzeigen lassen bzw. dem Kontrolleur vorzeigen. Das Ganze läuft also nicht nur bargeldlos, sondern auch noch papierlos!
In der Einführungsphase gibts das erste, das fünfte, das zehnte, usw. Ticket umsonst. Also einen Versuch allemal Wert 🙂


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Die Vögel im badischen Staatstheater Karlsruhe

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Die Vögel, Szenenbild vom badischen Staatstheater Wenn sich andere beim Termin einer Theatervorstellung vertun kommt man schnell in den Genuß einer Vorstellung die man sonst nicht besucht hätte.
So ging es uns und wir besuchten „Die Vögel“ im Schauspielhaus des badischen Staatstheaters.
Das Stück stammt von etwa 414 v. Chr. und ist sprachlich sehr historisch gehalten, so dass ich anfangs zweimal hinhören musste um alles zu verstehen.
Es handelt von zwei Griechen die genug haben vom Leben auf der Erde und sich auf den Weg in das Reich der Vögel machen. Als sie die ersten Vögel auf ihrem Weg treffen überreden sie diese ein neues Reich bzw. eine neue Stadt zu gründen, so dass in Zukunft die Menschen auf der Erde die Vögel und nicht mehr die Götter anbeten sollen. Dabei kristallisiert sich zunehmendst einer der beiden als Manipulator heraus, der die Vögel dazu bringt sich gegen die Götter aufzulehnen um das Wolkenkuckucksheim als neue Anbetungsstätte für die Menschen zu etablieren. Dies misfällt den Göttern natürlich, so dass diese mehrere Gesandte schicken, bis schlussendlich sogar Zeus persönlich aus dem Himmel herabsteigt.
Von Anfang an ist die Sprache sehr gewöhnungsbedürftig, was aber zum Stück passt. Der Aufstieg der beiden Griechen ist mittels einer großen Treppe umgesetzt, die an die spanische Treppe in Rom erinnert und dabei die gesamte Bühne in Anspruch nimmt. Auf dieser spielt das komplette Stück.
Beim ersten Auftritt der Vögel bzw. der Hauptrolle der Vögel, nämlich dem Wiedekopf, wird klar, dass die altertümlich Sprache nicht das einzig schwerverständliche bleibt. Die Vögel zwitschern nämlich lautstark. Dabei versuchen die Schauspieler, gekleidet in Kostüme, die die unterschiedlichen Vogelarten nachbilden, mit Ihren Lauten die Vögel nachzubilden. Dies führt dann auch zu aufgebrachten Vogeldiskussionen, die den Zuschauer schonmal an den Frühling erinnern können, wenn die ersten Vögel wieder lautstark auf sich aufmerksam machen.
Beim Zwitschern bleibt es aber nicht. Von den Schauspielern wird auch sängerische Veranlagung verlangt und diese nicht zu knapp genutzt. Das gesamte Ensamble singt einige Stücke und zum Ende wird sogar auf der Bühne gegrillt und offenes Feuer zum einheizen benutzt.

Wer mal Lust auf ein Theaterstück der etwas anderen Art hat, dem kann ich „Die Vögel“ nur ans Herz legen. Sehr amüsant und schön inszeniert!


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Drachenläufer

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Spontan hatten wir uns dazu entschieden den Film zu Khaled Hosseini’s Drachenläufer anzuschauen. Da die Schauburg als Lichtspielhaus gewählt worden war blieb nur die OmU-Fassung (Orginal mit Untertitel). Ein Grossteil des Filmes spielt in afghanischer Sprache und diese wurde auch in der deutschen Fassung nicht synchronisiert, so dass OmU keine größere Rolle spielt.
Es geht um die Geschichte zweier Jungen, die als beste Freunde aus unterschiedlichen Bevölkerungsschichten in Kabul leben. Kurz bevor die Sovjets einmarschieren, kommt es für einen der beiden Jungs zu einem einschneidenden Erlebnis, das anschliessend Ursache für das Ende ihrer Freundschaft ist. Erst später finden die beiden wieder zusammen.
Leider habe ich das Buch nicht gelesen bevor ich den Film gesehen habe. Gleichzeitig wurde mir aber gesagt, dass der Film nicht viele Stellen aus dem Buch ausspart.
Man kann aber in jedem Fall festhalten, dass Drachenläufer nicht das breiteste Publikum ansprechen wird, obwohl das Buch ein Bestseller ist.
Dies könnte auch am Verbleiben der Umsetzung in der afghanischen Sprache liegen, auch wenn der Film dadurch sehr an Authentizität gewinnt.
Es handelt sich um eine traurige und gleichzeitig schöne Geschichte die Marc Forster nahe an der Buchvorlage umgesetzt hat. Wohl auch deswegen ist die Vorführung von Drachenläufer in Afghanistan verboten. Dies aber nicht aufgrund afghanisch feindlicher Töne, sondern wegen einer einzelnen Szene.
Wer mal Lust auf einen Film ausserhalb der üblichen Action, Liebeskomödie, Komödie usw. Genre hat sollte sich Drachenläufer ansehen. Und da sich ausnahmsweise die Rezension von Spiegel Online mit meiner Meinung deckt, sei diese hier auch erwähnt.


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Bastian Sick „Happy Aua“

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Bastian Sick Happy Aua
Auch den Besuch bei Bastian Sick, gab es wie Giora Feidmann zu Weihnachten geschenkt. Wer den Beitrag zu dem Konzert gelesen hat, sollte durchaus den Eindruck bekommen haben, dass ich nicht ganz zufrieden damit war. Ob eine Eintrittskarte als Weihnachtsgeschenk damit ein schlechtes Omen für eine Veranstaltung ist, muss ich mir nach dem Besuch von Bastian Sick noch überlegen.
Der Auftritt begann mit einem Video in welchem Sick in unterschiedlichen Rollen in Form von Interviews vor seinem Auftritt Bezug zum Thema deutsche Sprache im Alltag nimmt.
Anschließend ging dann die Show mit ihm auf der Bühne los. Auf dieser stand seitlich rechts ein Schreibtisch und dort sollte er viel Zeit in den folgenden zwei Stunden verbringen.
Im Laufe seines Auftritts wechselte er immer wieder von Showeinlage (mal eine Art Theaterauftritt, ein Gesangsvortrag oder auch Bauchrednereinlage) zum Vorstellen von amüsanten bis schockierenden Schnappschüssen um dann wieder zurück an seinen Schreibtisch zu kommen.
An diesem fand dann auch das statt, was mich sehr zwischen klasse Auftritt und „hmm naja das kann ich auch selbst lesen“ schwanken lässt. Bastian Sick verbringt mehr als die Hälfte seiner Show „Happy Aua“ damit hinter einem Schreibtisch seine Kolumnen „Zwiebelfisch“ aus Spiegel Online vorzulesen. Und dabei meine ich wirklich vorlesen.
Während der „Lesung“ fiel uns auf, dass wir Sätze teilweise schonmal gehört hatten und ein kurzes Suchen auf spiegel.de ergab, dass es sich dabei einfach um Kolumnen aus 2006 oder 2007 des Zwiebelfisches handelte.
Das ist auch der Punkt, weshalb ich die Show etwas zwiespältig betrachte. Zum einen hat es Bastian Sick durchaus ‚drauf die Menschen zwei Stunden zu unterhalten. Und das durchaus auch durch andere Talente als die deutsche Sprache im Alltagsgebrauch spitzfindig zu betrachten. Zum anderen macht er einen Großteil seines Auftritts aber nichts anderes als vorzulesen und das dann auch noch aus schon lange veröffentlichten Artikeln.
Mir ist natürlich auch klar, dass ein Großteil der Besucher der Show nicht alle Artikel des Zwiebelfisches kennen werden und dass es nicht leicht ist überhaupt neues für den Zwiebelfisch zu finden, aber irgendwie kam ich mir dann doch etwas als die Medienverwertung vor.
Dabei ist v.a. schade, dass Sick ja durchaus das Zeug dazu hätte auch ohne Wiederholung die Leute zu unterhalten, wie er am Ende beeindruckend mit einer Gesangseinlage zeigte.
Wie auch bei Feidmann ein etwas bitterer Nachgeschmack eines im Grunde tollen Auftritts.


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Giora Feidmann in concert

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Einen Tag nach unserem Besuch beim Young Cinema Sound Orchestra war direkt das nächste Konzert an der Reihe.
Als wir 30 Minuten vor Beginn an der Stadtkirche ankamen standen die Leute schon bis zum Ende des Marktplatzes. In der Kirche war dann natürlich jeder Platz belegt.
Mit 10 Minuten Verspätung fing dann, zu Beginn kaum wahrnehmbar, eine Klarinette an zu spielen. Giora Feidmann lief durch den Hauptgang und blieb immer wieder stehen, um Blickkontakt zu einzelnen Personen aufzunehmen.
Darauf folgte, dann aber auch schon das für mich negativste des Konzerts. Der weltbekannte Klarinettist ging seinen Weg hoch auf die zweite Empore zum dort auf der Orgel spielenden Matthias Eisenberg um ihr Duet zu spielen. Das Problem: Giora Feidmann blieb dort das restliche Konzert, so dass man von ihm als Person nichts mehr mitbekam.
Leider vermieste mir dies das Konzert nicht unerheblich. Keine Frage, die Töne, die Feidmann seiner Klarinette entlockt hält man teilweise nicht für möglich und erinnern tatsächlich oftmals an eine Stimme die etwas singt, lacht oder weint und nicht an eine Klarinette.
Nach der Zugabe kam Feidmann wieder runter und ließ sich feiern. Zum Abschluss stimmte er erneut ein Lied and und zeigte, dass es tatsächlich ein Jammer war, dass er das komplette Konzert auf der Empore war: mit wenigen Noten hatte er das Publikum in Bann gezogen und dazu gebracht mitzusingen, selbst als er schon wieder weg war…
Klar ich würde nicht zögern wieder Karten für Giora Feidmann zu erstehen (auch wenn sie diesmal ein Geschenk waren), aber der fade Beigeschmack von ihm in der Stadtkirche bleibt.


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