Macbook Air und OSX

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Gleich mal als Vorwarnung. Dieser Artikel ist ziemlich umfangreich und vielfach stichwortartig, enthält aber sehr viele Details meiner ersten Erfahrungen mit dem MacBook Air (MBA) bzw. Mac OSX. Gekauft habe ich es übrigens direkt bei Apple im Shop, obwohl dadurch die Zustellung, bedingt durch die zusammengestellte Konfiguration, um einiges länger dauerte. Natürlich kann man die Geräte auch woanders erstehen, z.B. mit unterschiedlichen Standard-Austattungen.

Hardware

Die Hardware ist einfach edel, auch wenn man es mit einem aktuellen Thinkpad vergleicht. Diese Kleinigkeiten wie mit dem Magnet-Stromanschluss oder dem Magnet-Deckel-Verschluss, die bei Nichtnutzung versteckte FaceTime-Kameraled und das Touchpad. Letzteres klappert bei mir leicht, zumindest fühlt es sich so an, dass es so nicht sein sollte und außerdem fühlt es sich weniger glatt an, als auf dem MacBook Pro aus meinem Test.

Auch die Tastatur scheint leicht zu klappern, zumindest im Vergleich zu meinem alten Thinkpad. Gleichzeitig ist aber das Schreibgefühl super. Vermutlich eher Umgewöhnungseffekte als tatsächliche Hardware-Probleme.

Das glossy spiegelnde Display stellte sich bisher als kein Problem dar und das selbst mit Licht hinter mir. Ich habe aber auch noch nicht draußen im Sonnenlicht dran gesessen.

Da das MBA nur WLAN mitbringt hatte ich mir einen Gigabit Ethernet zu USB Adapter dazu geholt. Selbiger war aber mehr als enttäuschend. Der Treiber machte nur Probleme und z.B. nach einem Standby wurde der Adapter nicht mehr erkannt. Und auch die Performance war nicht das was ich von Gigabit erwarten würde. Also bin ich doch auf einen Thunderbolt Adapter von Apple umgestiegen. Preislich nahezu identisch, wollte nur ursprünglich den Thunderbolt Port nicht belegen. Kurzer Performance Vergleich: USB2GB: RX 40MB/s TX 23MB/s; TB RX 110MB/s TX 110 MB/s gemessen jeweils mit netio.

Zu Beginn hatte ich dann noch Probleme mit der Facetime Kamera. Nach einer gewissen Uptime des MBA wurde die Kamera in Facetime und Skype nicht mehr erkannt und ein Reboot war unumgänglich. Ein paar Apple Updates später – ohne dass jemals was zur Facetime Kamera erwähnt worden wäre – war das Problem verschwunden.

Bezogen auf die Hardware habe ich bisher nur das schon vor der Umstellung zu erwartende Problem: Umstellung auf die Mac Tastatur. Wortweises Springen im Text, Konsolen-Shortcuts, fehlende Tasten wie ENTF oder POS1/END/PGUP etc.. Oder auch, dass wortweises Springen zwischen Wörtern mit CMD stattfindet statt mit STRG. Das treibt mich nach wie vor ein bisschen in den Wahnsinn.
Entsprechend habe ich bisher auch keine eingängige Lösung für benötigte Sondertasten im Terminal gefunden und schlage mich da eher mit herum, als dass ich normal mit umginge. Mal sehen wie sich das noch entwickelt.

OSX und Software

Einer der Hauptgründe von Ubuntu als meinem Heim-System wegzugehen war, dass ich weniger Lust verspürte, mich mit alltäglichen Dingen rumzuschlagen. Z.B. Backup, Einbindung des NAS, Standby etc. pp. Soweit vorab, das wurde nur teilweise erfüllt. Aber gefühlt immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.

NAS Einbindungy

Dazu gehörte eine fast problemlose automatische Einbindung des NAS (zu dem ich auch schon lange mal was schreiben wollte…). Wenn allerdings die Netzwerkverbindung mal weg ist oder von Kabel auf wireless gewechselt wird, wird das Laufwerk nicht automatisch wieder eingebunden. Dafür muss auch unter OSX mittels autofs und einem Skript gearbeitet werden. Hier hatte ich das von Apple anders erwartet. Außerdem hat Apple in diesem Bereich in Mountain Lion (10.8) die grafische Konfiguration von NFS-Verbindungen entfernt und sie sind damit nur noch über die command line zu konfigurieren. Warum auch immer.

Time-Machine Backup

Dagegen ist die Einrichtung des OSX-eigenen Backups, genannt Time-Machine wiederum ein Kinderspiel, wobei ich mich frage, wozu man diese, in meinen Augen, übertrieben verspielte Variante mit dem Flug durch die Zeit gewählt hat, wenn man mittels Time-Machine etwas wiederherstellen will.
Wobei es auch bezüglich Time-Machine Dinge gibt, die nicht völlig schief gehen können. Offenbar hatte sich, aus welchen Grünen auch immer, unser NAS verabschiedet, während ein Backup lief, was dazu führte, dass das Backup auf dem NAS für Time-Machine nicht mehr brauchbar war. Auch die üblichen Rettungsversuche scheiterten und ich musste mit einer neuen Backup-Historie anfangen. Ist in diesem Fall nicht weiter tragisch, aber man sieht, dass so ein Backup, was nicht einfach auf Datei-Basis arbeitet seine Schwächen hat.
Auch, dass man das Backup nicht auf LAN beschränken kann, trübt meinen Eindruck von Time-Machine etwas.

Standby der einfach funktioniert

Mit dem Standby hatte ich unter Ubuntu doch immer mal wieder Probleme. Das war über die letzten Versionen zwar besser geworden, aber erst seit OSX merke ich, dass ich über den Standby nicht mal mehr nachdenke, da ich ihn nicht mal aktivieren muss. Ich klappe das MBA einfach zu und es geht von selbst nach einer Weile in den Standby bzw. danach auch in den Tiefschlaf.

Fensterverhalten

Wer bei Apple auf die Idee kam, dass es von Haus aus keine Möglichkeit gibt eine Anwendung zu maximieren (nicht Vollbild), bzw., dass man es der Anwendung überlassen kann die optimale Größe zu bestimmen, gehört … Das fehlt mir also. Abgesehen davon, dass das Maximieren auch nicht per Doppelklick auf die Kopfleiste geht.

Dass praktische Dinge, wie Fenster mittels ALT+linksklick verschieben oder mit ALT+rechtsklick in der Größe ändern zu können, nicht existieren, ist zum einen erwartbar, da wohl eine Funktionalität, die die wenigsten nutzen würden und zum anderen glücklicherweise mit dem BetterTouchTool auch leicht ausgebügelt, welches zudem noch einiges mehr kann.

Sonstiges

Schön ist auch die Software-Installation, in dem man einfach eine .dmg Datei „öffnet“ und die Anwendung einfach auf den Anwendung-Ordner zieht. Deinstallation ist dann einfach die Anwendung aus dem Anwendung Ordner zu löschen.
Natürlich ist auch die Software-Verwaltung in den gängingen Linuxen übersichtlich und v.a. das systemweite Updaten fehlt unter OSX

Unter OSX gibt es auch virtuelle Desktops und mittlerweile habe ich mich auch daran gewöhnt, dass es keine Möglichkeit gibt nur zwischen den Anwendungen des jeweiligen Desktops zu wechseln. Zu Beginn war das nervig.

Ab und an passiert es mir auch noch, dass ich mich frage, wo das Menü einer Anwendung ist, da es noch recht ungewohnt ist, selbiges immer am oberen Bildschirmrand vorzufinden. Zudem erzeugt das zumindest auf dem MBA mit der beschränkten Auflösung das Problem, dass die Menü Icons, wie Uhr, Netzwerk etc. teilweise nicht mehr alle dargestellt werden, wenn die Anwendung ein langes Menü hat, wie z.B. der Thunderbird.

Optik

Auf mich wirkt OSX einfach erwachsener als KDE4 z.b.. Von Ubuntus Unity gar nicht zu sprechen. Einzig Windows7 fühlt sich da noch ähnlich an. Und mit Windows8 scheint Microsoft ihrer Tradition „ein gutes OS, ein schlechtes OS, ein gutes OS“ treu zu bleiben, auch im Hinblick auf die Optik.

Bedienung

Apple hat sich irgendwann entschieden eine sog. natürliche Touchpad Scrollrichtiung einzuführen. Im ersten Moment war ich davon schwer genervt. Auf dem Touchpad ist das aber recht logisch. Für eine Maus auch im zweiten Moment noch nicht so wirklich. Für mich machte es einen großen Unterschied, auf die Magic Mouse umgestiegen zu sein, da die mit ihrer Oberfläche weit von einem Scrollrad weg ist und durch das Touch-Scrollen wieder so nah an einem Touchpad ist, dass sich die natürliche Scrollrichtung auch wieder normal anfühlt.

Fazit

Das größte Problem am Wechsel zu OSX ist der Wechsel zwischen zu Hause und der Arbeit. Wäre es eine Umgebung, würden die meisten Sachen überhaupt nicht ins Gewicht fallen, da man sich recht schnell umgewöhnen kann. So aber merke ich des öfteren, wie ich Tastaturkürzel verwechsel etc. pp.

Zusammenfassend hat sich der Wechsel aber gelohnt, denn die Probleme sind eher vernachlässigen bzw. korrigierbar, wohingegen die Vorteile mit Standby, Time-Machine, Akku-Laufzeiten doch überwiegen.

Bzgl. Software-Alternativen habe ich aktuell aber noch ein paar Baustellen offen. Für vieles habe ich schon einen passenden Ersatz zum Gegenstück von Linux/Windows gefunden. So z.B. für einen zweispaltigen Datei Manager, einen Clipboard-Manager, eine CPU/RAM/Netz Anzeige im Menü. Für anderes suche ich aber noch.

Nach dem letzten Apple Event war ich auch hin- und hergerissen, ob ich das MBA im Dezember wieder zu verkaufe und stattdessen ein Retina MBP hole. Habe mich dann aber dagegen entschieden. Das MBA ist schön leicht ist und der Preis des 13″ rMBP im Vergleich zur Leistung nicht wirklich passend.

Zum Abschluss noch eine Liste über die zusätzliche Software, die ich mittlerweile nutze:

  • Für iMovie: Mittels einem Panasonic Plugin für Quicktime kann iMovie auch direkt .mts Dateien arbeiten.
  • Mucommander als Ersatz für Krusader
  • KeepassX
  • Menumeter für die Anzeige von cpu/mem/netzwerk/hdd
  • BetterTouchTool wie schon erwähnt, um eigene Touch-Kombinationen definieren zu können
  • Clipmenu als Clipboard Manager
  • Xee als Bildbetrachter, da Preview nur die Bilder anzeigt, die man ihm übergeben hat
  • Gallery Remote, um Bilder auf unsere Gallery2 Unstallation zu laden
  • Auf der Suche bin ich noch nach einem guten MP3 Tagger. Soweit aber mal zu einem „ersten“ Eindruck 😉


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    Philips Avent SCD600 Video-Babyphone

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    Wie schon beim Erfahrungs-Artikel über das Reer 8005 Wega beschrieben, war ein Ersatz-Video-Babyphone angesagt. Da wir mit dem Audio-only von Philips zufrieden waren wurde es das Avent SCD600.

    Sender-Kugel

    Der Sender besticht als erstes durch eine knutschelige Optik durch die Kamera Kugel. Gleichzeitig ist das ganz praktisch, da der Sender-Fuß innen magnetisch ist und so die Kugel in relativ beliebigen Positionen halten kann. Die Schiebe-Schalter an der Kugel sind aber relativ schwer zu betätigen und v.a. im Dunkeln schwer zu ertasten.

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    Ansonsten gibt es noch 4 weiße LEDs die man als Nachtlicht anschalten kann, das aber nur am Sender und nicht via Empfänger.

    Empfänger

    Der Empfänger bietet übliche Funktionalität, also das Abspielen und Wählen von Schlafliedern, Helligkeitsregelung (wie auch beim Reer, reicht die niedrigste oder 2. niedrigste Helligkeitsstufe), sowie Umschalten zwischen Daueraktiv und der Aktivierung durch Geräusche.

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    Funktionalität

    Das Tag-Bild sieht fast nach einem Echtfarb-Bild aus und ist damit kein Vergleich zum Reer. Die Auflösung würde ich bei etwa VGA (640×480) einordnen. Die Auflösung ist im Vergleich zum Reer wie Tag und Nacht. Also sehr angenehm und detailreich. Das Nachtbild zeigt auch bei großem Abstand noch genügend, um zu erkennen (ob) etwas passiert und bei etwa einem Meter kann man teilweise die Atmung sehen. Die Infrarot-LEDs verrichten ihre Arbeit also sehr gut.

    Der Akku hält bei uns so lange, dass wir den Empfänger im Gegensatz zum Reer auch öfter ohne Stromzufuhr betreiben. Einzig die Benachrichtigung über das Nachlassen des Akku ist rein visuell und nur einmalig akkustisch. Meiner Meinung nach nicht ausreichend, da man riskiert nicht mitzubekommen, wenn die Verbindung auf Grund des Akkus beendet wird.

    Beim Empfang verhält sich das Avent auch wesentlich besser. Allerdings existiert auch hier das Problem, dass die Verbindung zusammenbricht, sobald unser Wlan stark funkt. Es bleibt nur bei Nutzung des Babyphone auf größere Datenmengen übers Wlan zu verzichten oder eben auf Kabelverbindung zur Datenübertragung zu wechseln. Abgesehen davon stellten wir fest, dass der Empfänger senkrecht stehen sollte, damit der Empfang stabil ist. Eine kleine Unterlage unter den die Standfuß-Gürtelklipp-Kombination und das nervige tüdeldüd, was bei jedem Verbindungsabbruch ertönt, gehörte der Vergangenheit an.

    Fazit

    Bis auf die etwas nervigen Verbindungsprobleme, kann man das Video-Babyphone sehr gut einsetzen. Allerdings sollte man sich über die nur einmalige Akku-Benachrichtigung im Klaren sein.

    Zukünftiges

    Sowohl bei Nutzung des Reer als auch des Avent jetzt habe ich mir laufend die Frage gestellt, wieso nach wie vor auf Standard-2,4Ghz Funktechnik gesetzt wird, statt sich einfach ins Wlan einzuklinken. Letzteres scheint jetzt zu passieren, denn es gibt einige Hersteller, die entweder entsprechende Baby-Video-Phones auf den Markt bringen oder aber Kameras auf den Markt bringen, die man auf Grund der Funktionalitäten eben als Baby-Phone einsetzen kann. Dabei wird dann auch gleich der nächste Schritt vollzogen: Die Appification, also dass es Apps für gängige Smartphones gibt, um das Kamera-Bild abzufragen.

    Beispiele:
    Wifibaby
    Belkin WeMo Baby
    Belkin Netcam
    Vergleich einiger Baby-Video-Cams

    Vermutlich werden also Geräte wie das Reer oder oben besprochenes Avent eher nur kurz als Geräteklasse vorhanden sein und ziemlich direkt von Video-Baby-Phones per Wlan und App abgelöst. Und vermutlich mittelfristig auch bei uns 😉


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    Praktisches aus Android 4.x und die Zukunft nach dem Nexus 4

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    Ich will mal ein paar praktische Dinge aus Android 4.x zusammenfassen und auch meine Gedanken zur Vorstellung des Nexus 4 bündeln. Wird also ein kleiner Mashup-Artikel.

    Android 4.x

    Seit Android 4.1 sind die Notifications auch über den Lockscreen erreichbar, in dem man wie üblich nach unten wischt. Dass man früher vorher das Smartphone entsperren musste, um Benachrichtigungen (z.B. blinkenede LEDs…) löschen zu können gehört damit der Vergangenheit an.

    Mir fehlt allerdings die Möglichkeit den Zugang zu weiteren Anwendungen direkt auf den Lockscreen zu legen, wie es z.B. mit Cyanogenmod möglich war. Vielleicht geht das ja wieder mit den Lockscreen-Widgets, komment mit Android 4.2.

    Der Akku-Verbrauch hat sich bei mir seit 4.x ziemlich verbessert. Allerdings gibt es offenbar einen Bug in den Exchange-Services (zu deutsch Austauschdienste – wieso übersetzt man sowas), der dazu führt, dass der Dienst sehr viel CPU verbraucht. Nach dem LÖschen und neu Anlegen meines Arbeits-Exchange-Kontos war das aber auch erledigt.

    Was mich etwas nervt ist die Anzeige des Kontakt-Bildes bei einem Anruf. Leider ist das Bild nur im oberen Drittel des Bildschirms eingeblendet und zeigt damit, oft nur die Stirn des Anrufers. Im Grunde könnte man das Bild im Vollbild anzeigen (v.a. da jetzt hochauflösende Kontakt-Bilder möglich sind) und den Slider zum Annehmen einfach drüber legen.

    Sehr schön funktioniert die native Einbindung von Internet-Telefonie-Konten (SIP). Zu finden ist das ganze versteckt unter Telefon-Taste -> Menü -> Einstellungen -> Konten. Ich habe mit der Android-Implementierung von SIP zuletzt VOIP-Gespräche sogar über 3G/HSDPA geführt ohne es zu merken. Bisher war das hier nur über WLAN problemlos möglich.

    Zum Nexus 4

    Der Preis von 299.- bzw. 349.- EUR ist natürlich eine ziemliche Ansage und ich denke der Wettbewerb wird ordentlich dran zu schlucken haben, zumal das Nexus 4 ja alles andere als ein Modell aus der Einsteigerklasse ist. Amüsant ist jetzt natürlich auch, dass „normale Händler“ das Nexus 4 nicht so günstig anbieten können, da LG einen EVP von 549 nennt. Ich bin mal gespannt, wieviel es bei Amazon kosten wird.

    Vielfach laß ich, dass das Fehlen von LTE und eines SD-Karten-Slots doch ein massives Manko sei. Wenn ich mir allerdings ansehe, wie lange es gedauert hat, dass sich 3G/UMTS durchgesetzt hat und v.a. wie die derzeitige Verbreitung von LTE aussieht, glaube ich kaum, dass das ein größeres Problem ist.
    Bezüglich der SD-Karte habe ich persönlich beim LG nur einmal eine SD-Karte eingeschoben und mich danach nie wieder drum gekümmert. Insofern sind die maximal 16GB für mich eher ein Problem, als dass ich ein Problem damit hätte, dass die Karte nicht wechselbar wäre. Mal sehen, ob die beiden Punkte tatsächlich ein Problem für das Nexus 4 werden.

    25267.JPGSymbolbild: Wireless charging cat pad

    Abgesehen von den genannten Punkten gefällt mir Googles Schritt kabelloses Aufladen für das Nexus 4 zu ermöglichen.

    Fazit

    Wer es bis jetzt nicht rausgelesen hat. Seit Android 4.x beziehungsweise dem Galaxy Nexus bin ich in der täglichen Nutzung äusserst zufrieden und bin mir ziemlich sicher, dass wir Ende des Jahres zwei Nexus 4 in Betrieb haben werden 😉


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    Galaxy Nexus Eindrücke

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    Um mal wieder über etwas zu schreiben, was ich tatsächlich noch nutze, gibt es ein paar Eindrücke zum Galaxy Nexus.

    25016.JPG

    Hardware

    Entgegen eines ersten Probehaltens vor einer ganzen Weile, stört mich die Größe des Gerätes doch eher gar nicht. Lustigerweise ist es sogar so, dass ich bei einem kurzen Wechsel vom Nexus zum Optimus Speed nur noch den Eindruck habe, dass das LG Gerät ja sehr winzig ist.

    Dass das Nexus nur eine interne SD Karte und die auch nur mit 16 GB hat, stört dagegen schon etwas. V.a. weil auf diese nur via MTP zugegriffen werden kann, da ein exklusiver Zugriff, wie etwa mittels USB Massstorage nicht möglich ist, da ja das OS auf demselben Speicher läuft.

    25019.JPG

    Nach dem Motorola Milestone endlich wieder eine farbliche LED, um zu wissen was für eine Notification da blinkt. Hierfür kann ich übrigens die App Light Flow empfehlen, mit der man definieren kann, welche Benachrichtigung mit welcher Farbe blinkt.

    Die Kamera des Nexus liefert soweit ordentliche Bilder, allerdings ist auch hier wieder genügend Licht eine zwingende Voraussetzung.

    Software

    Dass ein Nexus nicht unbedingt ein Nexus ist und dass ersteres von Google mit Updates versorgt wird, letzteres dann doch wieder vom Hersteller, musste ich leider erfahren. Es gibt da wohl den unterschied, ob es sich um ein Gerät aus dem freien Handel oder um ein Gerät von einem Netzanbieter handelt.

    Ich hatte mein Nexus, mangels anderweitiger preiswerter Verfügbarkeit über eBay bei einem Händler aus Österreich bestellt. Dieser lieferte mir ein Gerät mit einem Software-Build namens „yakjuxw“, wohingegen nur der Build „yakju“ direkt von Google aktualisiert wird. Entsprechend lieferte mir ein Update-Check auch nur die Information, dass mein Android 4.0.4 aktuell sei, obwohl zu dem Zeitpunkt 4.1 Jelly Bean schon lange veröffentlicht war. Ein kurzes googlen lieferte mir dann eben die Information über die unterschiedlichen Builds.

    Da die Nexus‘ prinzipiell nicht gesperrt sind, ließ sich das notwendige „yakju“ Build ohne weiteres aufspielen, aber genau ein solches Gefrickel, wollte ich ursprünglich ja vermeiden. „Ohne weiteres“ ist dabei allerdings nicht ganz korrekt. Der Ablauf ist wie folgt:

    * Rescue System starten
    * Bootloader entsperren (hierbei werden alle persönlichen Daten auf dem Gerät aus Sicherheitsgründen gelöscht)
    * Root erlangen
    * von android.google.com geladenes yakju image flashen.

    Da das entsperren des Bootloaders das Gerät zurücksetzt und ich die ersten Tage mit mit dem „yakjuxw“ arbeitete, war Handarbeit wegen Backup und co. angesagt. Abgesehen davon gingen die üblichen Root-Methoden nur bis Android 4.0.3. Erst mit dem Google Nexus Toolkit konnte ich root erlangen.

    Zumindest hat sich der Aufwand gelohnt und das 4.1.1 Jelly Bean läuft tatsächlich wie Butter. Die häufig notwendigen Neustarts wie beim LG sind ebenfalls Geschichte und das Nexus kann auch mal 20 Tage am Stück laufen ohne, dass es spürbar langsamer wird.

    Seit ein paar Tagen ist zudem 4.1.2 von Google angekommen und auch hier konnte ich einen spürbaren Performance-Gewinn merken.

    Google Now mit seinen Kontext-basierten „Karten“ rockt auch ziemlich. Habe mir angewöhnt, bei Terminen einen Ort anzugeben, den man per Google Maps finden kann, weil einem dann Google Now passend zum Termin eine Anfahrtskarte präsentiert. In Deutschland macht das vermutlich noch viel mehr Sinn, da es dort auch Verkehrsinformationen gibt. Die haben wir hier in Saudi ja noch nicht.

    Schön ist auch, dass mit dem Android 4.1 endlich das androideigene Sip funktioniert. Ich habe aktuell zwar noch Sipdroid und CSipSimple installiert, aber die Anrufe kommen nur über das interne SIP rein und auch nur darüber raus. Einzig das umständliche wählen als Internetanruf (entweder vor jedem Anruf fragen lassen oder man benötigt jede Nummer als separate Internet-Rufnummer in den Kontakten) stört etwas.

    Fazit

    Nach meiner jetzigen Nexus Experience werde ich ziemlich sicher nicht mehr zu einem herstellerverunstalteten Android zurückgehen. Aktuell gibt es Vermutungen, dass Google am 29.10. die nächste Version von Android zeigt und zudem mehrere Nexus Geräte präsentiert, aber zumindest das LG Nexus 4. Man hätte also diesmal die Wahl, von welchem Hardware-Hersteller man ein Gerät mit purem, von Google aktualisiertem Android, man haben möchte. Ich hoffe, dass man dann immer noch, wie beim Galaxy Nexus, ohne nachzudenken, bei allen Herstellern zugreifen kann. Nach meiner letzten Erfahrung mit LG wäre ich ja LG gegenüber eher abgeneigt, andererseits soll das LG Nexus hardware-seitig schon was können.

    Wir werdens sehen.


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    Nachbetrachtung LG Optimus Speed P990

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    Wie auch beim Motorola Milestonem, quasi als Tradition, will ich nachträglich zusammenfassen, wie sich meine Erfahrungen mit dem LG Optimus Speed (P990) darstellten.

    Hardware

    Von der Verarbeitung her war das P990 ziemlich top. Fühlte sich sehr gut und schlank an. Nervig fand ich nur, dass die Speicherkarte nur nach Abnahme des Akku Deckels zu erreichen war. Durch einen kleinen „Kniff“, war sogar die Kamera brauchbar: wenn man die verklebte Plastik-Abdeckung über der Linse entfernt, lieferte die Kamera sogar recht brauchbare Fotos, genügend Licht vorausgesetzt. Und das war nicht wirklich bei vielen Android-Geräten der Fall.

    24273_lg_front
    24272_lg_back

    Software

    Softwareseitig zeigte LG mit seiner Anpassung von Android aber erhebliche Schwächen.

    Das Optimus Speed war das „erste Dual-core Smartphone“, welches aber seitens der ursprünglich ausgelieferten Android Version 2.2 überhaupt keine Dual-Cores unterstützte. Selbige Unterstützung kam seitens der Software erst mit Android 2.3.

    Eingebaut hatte das P990 512 MB RAM. Diese wurden aber durch eine Kernel-Einstellung für den Grafikchip, die doppelt so groß war, wie von NVIDA empfohlen (64MB statt 32MB), erheblich reduziert. Zusammen mit 2 weiteren LG Services wurde damit so viel RAM belegt, dass effektiv nur noch ~380 MB übrig blieben. Das merkte man im Alltag sehr. In der Regel half nur das Gerät etwa jeden Tag neu zu starten.

    Dazu kamen noch regelmäßige Hänger beim Aufladen. Es konnte passieren, dass sich das P990 beim Aufladen nachts aufhing und morgens neu gestartet werden musste. Blöderweise war dann nicht mal der Akku voll. Da das nicht nur bei meinem Gerät sondern auch beim zweiten in unserem Haushalte auftrat, scheint mir das eher ein Software-Fehler gewesen zu sein.

    Update-Seitig lieferte LG so gut wie nichts und mit 2.3 war dann nach 8 Monaten seit Veröffentlichung sogar schon das Ende der Update-Fahnenstange erreicht…

    24263-lg_optimus_ebay

    Fazit

    Im Nachhinein hatte ich mich geärgert, statt dem Samsung Galaxy S2 zum LG P990 gegriffen zu haben. Einige der prinzipiellen Probleme ließen sich durch die Nutzung von Cyanogenmod beheben, aber in Summe hat LG mit dem Optimus Speed (in anderen Ländern auch Optimus 2x genannt) ziemlich daneben gegriffen, v.a. eben was die Software-Seite anbelangte.

    UPDATE 26.10.2012: Offensichtlich gibt es noch Chancen auf ein Android ICS 4.0 für das LG Optimus Speed. Und dann werden vermutlich auch die ganzen CMs nachziehen.


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