Nachbetrachtung LG Optimus Speed P990

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Wie auch beim Motorola Milestonem, quasi als Tradition, will ich nachträglich zusammenfassen, wie sich meine Erfahrungen mit dem LG Optimus Speed (P990) darstellten.

Hardware

Von der Verarbeitung her war das P990 ziemlich top. Fühlte sich sehr gut und schlank an. Nervig fand ich nur, dass die Speicherkarte nur nach Abnahme des Akku Deckels zu erreichen war. Durch einen kleinen „Kniff“, war sogar die Kamera brauchbar: wenn man die verklebte Plastik-Abdeckung über der Linse entfernt, lieferte die Kamera sogar recht brauchbare Fotos, genügend Licht vorausgesetzt. Und das war nicht wirklich bei vielen Android-Geräten der Fall.

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Software

Softwareseitig zeigte LG mit seiner Anpassung von Android aber erhebliche Schwächen.

Das Optimus Speed war das „erste Dual-core Smartphone“, welches aber seitens der ursprünglich ausgelieferten Android Version 2.2 überhaupt keine Dual-Cores unterstützte. Selbige Unterstützung kam seitens der Software erst mit Android 2.3.

Eingebaut hatte das P990 512 MB RAM. Diese wurden aber durch eine Kernel-Einstellung für den Grafikchip, die doppelt so groß war, wie von NVIDA empfohlen (64MB statt 32MB), erheblich reduziert. Zusammen mit 2 weiteren LG Services wurde damit so viel RAM belegt, dass effektiv nur noch ~380 MB übrig blieben. Das merkte man im Alltag sehr. In der Regel half nur das Gerät etwa jeden Tag neu zu starten.

Dazu kamen noch regelmäßige Hänger beim Aufladen. Es konnte passieren, dass sich das P990 beim Aufladen nachts aufhing und morgens neu gestartet werden musste. Blöderweise war dann nicht mal der Akku voll. Da das nicht nur bei meinem Gerät sondern auch beim zweiten in unserem Haushalte auftrat, scheint mir das eher ein Software-Fehler gewesen zu sein.

Update-Seitig lieferte LG so gut wie nichts und mit 2.3 war dann nach 8 Monaten seit Veröffentlichung sogar schon das Ende der Update-Fahnenstange erreicht…

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Fazit

Im Nachhinein hatte ich mich geärgert, statt dem Samsung Galaxy S2 zum LG P990 gegriffen zu haben. Einige der prinzipiellen Probleme ließen sich durch die Nutzung von Cyanogenmod beheben, aber in Summe hat LG mit dem Optimus Speed (in anderen Ländern auch Optimus 2x genannt) ziemlich daneben gegriffen, v.a. eben was die Software-Seite anbelangte.

UPDATE 26.10.2012: Offensichtlich gibt es noch Chancen auf ein Android ICS 4.0 für das LG Optimus Speed. Und dann werden vermutlich auch die ganzen CMs nachziehen.


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Eine 50er Festbrennweite

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Mal wieder Spielzeug-Zeit. Im Dezember ließ ich uns aus Deutschland eine 50er-Canon Festbrennweite mitbringen. Konkret eine Canon EF 50mm 1:1.8 II. Zur Auswahl hatte auch die 1.4er Brennweite gestanden (hier ein Vergleich der beiden 50er), aber der Mehrpreis war es mir für ein Spielzeug dann doch nicht wert.

Digitale Spiegelreflex-Kameras haben prinzipiell ja schon den Vorteil, dass sie wesentlich besser auch mit widrigen Lichtbedingungen klarkommen. Zum einen weil der Chip in der Kamera wesentlich mehr Fläche hat und zum anderen, weil die Objektive meistens besser sind und mehr Licht auf den Chip leiten.

Letzteres war auch ein Grund, weshalb ich mal eine Festbrennweite haben wollte. Unser Immer-drauf von Tamron mit einem Brennweiten-Bereich von 18-270mm hat schon im Weitwinkel mit 3.5 einen Blendenwert, der es bei wenig Licht frei Hand schwer macht ein scharfes Bild zu erzeugen. Bei der Menge an Glas, die in dem Objektiv sind, ist der Wert von 3.5 aber natürlich ok.

Die 50er Linse hat eine maximale Blende von 1.8. Und das macht schon einen erheblichen Unterschied. Nun kann man auch bei wenig Licht ohne weiteres ein scharfes Bild schießen. Allerdings ist mit der Blende unweigerlich auch der Schärfebereich betroffen. Man bekommt also durchaus ein scharfes Bild, aber möglicherweise ist nicht das scharf, was man scharf haben wollte. Das Fokussieren, aber auch das Beibehalten der Distanz zum Fokuspunkt erhalten wesentlich mehr Bedeutung.

Der Schärfebereich beträgt bei der Linse nämlich nur noch wenige Millimeter bis Centimeter. Aus diesem Grund hörte ich auch als Kommentar aus der Familie, dass wir uns da aber ein schwer zu bedienendes Werkzeug zugelegt hätten. Naja man wächst ja mit den Aufgaben 😉

Aber ich muss zugeben, dass ich einerseits überrascht war, bis zu welchen Lichtverhältnissen die Auslösezeit noch freihandtauglich bleibt, aber auch wie schwer es tatsächlich ist, mit dem Schärfebereich, den gewünschten Fokuspunkt zu treffen. Zumal eine Festbrennweite, wie der Name schon sagt, fest ist und man keinerlei Zoom hat. Fußarbeit, statt Handarbeit also 😉

Als Beispiel für den Schärfebereich habe ich mal die Kalenderköpfe der Firma geknipst. Das Gebäude-Frontalbild ist übrigens von mir, wurde allerdings noch nicht mit der 50er Linse gemacht.


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Video-Babyphone Reer 8005 Wega

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Eines der Dinge, die einem als frisch gebackene Eltern das Leben erleichtern bzw. für eine Beruhigung sorgen, ist das Babyphone. Ohne dass man den Nachwuchs in greifbarer Nähe haben muss, kann man hören, ob er was von sich gibt oder ob er sogar schreit. Als technikverliebter Papa setzte ich ein Babyphone mit Kamera durch, da es ganz praktisch wäre den Kleinen auch zu sehen. Ich meine wir haben eine Katzenklappe mit Chipleser und USV, da ist eine Kamera mit Nachtsichtfunktion für unseren Nachwuchs wohl das mindeste 😉
Hier also ein Eindruck der Reer 8005 Wega. Es gibt von dieser auch ein Nachfolge Modell 8006 Sirius, diese hat aber keinen Temperatursensor.

Sende- oder auch Kindeinheit

Am Tag bietet die Kamera kein Bild, was ich Farbbild nennen würde.

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Großteil der Zeit wird die Kamera aber eh nicht tagsüber zum Einsatz kommen. Das Nachtbild ist dank der die Kamera umgebenden Infrarot-Leds den Anforderungen entprechend gut.

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Man erkennt auch auf den ersten Blick nötige Details auch wenn das Bild natürlich kein HD-Bild ist. Dürfte etwa eine 320er Auflösung sein.

Eine Umschaltung vom VOX Modus (automatische Aktierung der Übertragung bei entsprechendem Geräuschpegel) auf Dauermodus ist nur am Sender möglich. Das ist recht nervig, vor allem auf Grund hinsichtlich der Einschränkungen im Bereich des aktivierenden Geräuschpegels. Mehr weiter unten.
Der Klappfuß ist ok, um das Babyphone am Babybett einzuhängen, anderweitige Montage ist mit Handarbeit verbunden. Zum Beispiel wäre mein Gedanke, den Sender in Draufsicht auf das Baby zu montieren, um von oben zu beobachten.

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Der Sender ist leider ziemlich leicht und das Zuführungskabel kann den Stand ziemlich leicht beeinflussen. Ggf. hätte der Hersteller, der Wertigkeit wegen etwas Gewicht hinzufügen sollen.

Die drei abspielbaren Schlaflieder sind aus unserer Sicht nur auf niedrigster Stufe brauchbar. Mittel und laut empfinden wir als zu laut. Praktisch hingegen, dass die Steuerung über die Empfangseinheit möglich ist.

Der Temperatursensor scheint um ca. 1-3 Grad ungenau zu sein. Zumindest im Vergleich zu unserem sonstigen Thermometer.

Eltern- und Empfangseinheit

Das kompakte Gerät hat einen Schiebeschalter für LCD an, LCD aus und komplett aus. Die Einstellungen für Ton und Bildhelligkeit stellen sich bei jedem Ausschalten zurück. Das ist ziemlich nervig, weil dabei die Lautstärke mit rund 30% immer zu leise ist, da sie auf mindestens 60% muss, damit es etwa der tatsächlichen Lautstärke entspricht. Das Display ist immer zu hell und kann auf 0% runter und spart damit auch noch Strom.

Durch Drücken der Talk Taste am rechten Geräterand kann man umschalten, ob man Kanal/Melodielautstärke/Akkukapazität/Signalstärke sehen will oder nicht. Meiner Meinung nach sollte das eigentlich standardmäßig an sein. Ist es aber nicht und setzt sich auch jedes mal zurück, wenn der Empfänger ausgeschalten wird.

Die Akku Laufzeit ist am Rande von unbrauchbar, um den Empfänger mobil einzusetzen. Er hält etwa 3 Stunden, um danach ohne jegliche Meldung den Dienst einzustellen.

Abgesehen davon befindet sich der Akku unter einem zu verschraubenden Deckel. Ich frage mich wer sich das ausdenkt? Klar wird der Akku nicht allzu oft getauscht oder herausgenommen, aber ist ein Schraubenverschluß in der Massenproduktion tatsächlich so viel günstiger als jede andere Form von Schiebefach?

Der VOX oder auch Auto Modus reagiert m.E. zu schwerfällig. Erst einige Sekunden nach Erkenntnis, dass da ein Ton war, geht der Empfänger an. Abgesehen davon ist die Erkennungsschwelle zu hoch und ich würde erwarten, dass der Sender bereits früher reagiert.
Nutzt man dagegen den Dauermodus, belastet das natürlich den Akku des Empfängers und wir sind wieder bei der Akku Laufzeit. Man könnte zwar auf die Funktion „LCD aus“ gehen und nur den Ton dauerhaft hören und im Fall des Falles einfach eine der Display Helligkeitstasten drücken und nachsehen. Ist aber für mich nur ein Workaround, um eine unzureichend sinnvoll implementierte Funktionalität auszugleichen und leider muss man dann den Empfänger auf „an“ und wieder zurück auf „LCD aus“ stellen, damit das display wieder ausgeht und man wieder nur im „nur Ton“-Modus ist. Zudem ist das Ganze auch etwas umständlich, da es sich dabei um einen Schieberegeler handelt.
Der Funkempfang

Die ausklappbare Antenne verbessert den Empfang ordentlich. Womit wir aber auch beim Hauptproblem des Reer 8005 Wega wären. Offenbar kämpft der Empfang zwischen Sende- und Empfangseinheit sehr mit bereits vorhandenen Sendern auf derselben Frequenz. Die meisten Babyphone arbeiten, wie auch das Wega, auf dem 2,4 Ghz Band und befinden sich damit in Konkurrenz zu Wlan und Bluetooth. Auch unser Sonos treibt mit seinem auf Wlan basierenden SonosNet auf diesem Band sein Unwesen.

Wir hatten ja bereits mit einem Bluetooth-Empfänger von Belkin tolle Erlebnisse, was Wlan-Störungen angeht und auch beim Wega, lässt sich reproduzierbar eine Störung des Wlans auf das Babyphone zurückführen.

Zuerst fiel mir auf, dass das Babyphone regelmäßig die Verbindung verliert, wenn man z.B. übers Wlan größere Datenmengen schiebt. Schwups hatte man im Display des Babyphone eine „Suche Verbindung“-Meldung. Das allein wäre m.E. schon ein Grund, das Babyphone als nicht praxistauglich zu bezeichnen. Dürften doch ein Großteil heutiger Haushalte ein Wlan im Betrieb haben.

Dazu kommt aber noch, dass offensichtlich der Sender das Wlan für andere Geräte stört. So konnte ich feststellen, dass unsere Eye-Fi Karte seit der Inbetriebnahme des Wega, nicht mehr in der Lage war vom Wohnzimmer zum Router, der mit 4m Entfernung nicht gerade weit weg steht, ohne Timeouts zu senden. Legt man die Eye-Fi Karte bzw. die Kamera mit der Karte direkt an den Router, geht die Übertragung wieder problemlos.

Gleiches gilt, schaltet man einfach den Sender des Reer Babyphones ab. Sobald das Babyphone nicht mehr sendet, kann die Kamera, die Bilder auch wieder problemlos aus größerer Entfernung zum Router schicken. Da andere Sender, wie Sonos oder auch ein anderes Babyphone, von Philips, nicht zu derartigen Störungen führen, sehe ich das Problem hier eindeutig beim Reer.

Fazit
Zusammen mit den, in der Praxis wirklich störenden, oben beschriebenen Kleinigkeiten und dem gravierenden Problem des Empfangs bzw. Störens unseres vorhandenen Wlans, hoffe ich, dass Amazon meine Meinung teilt und das Reer Wega auch als, funktionsmäßig, defekt betrachtet und umtauscht.
Ein, sich gleichzeitig im Einsatz befindendes Philips Avent SCD 535 audio-only Babyphone, hat diese Übertragungs- und Störprobleme nicht. Das mag zwar an der Bandbreite des Video liegen, aber um das festzustellen werden wir uns ggf. noch ein Video-Phone von Philips holen, denn die Verarbeitungs- und Funktionsqualität des SCD535 macht den Eindruck, als dass ein Philips Video-Phone hoffentlich nicht solche Kinderkrankheiten wie das Wega von Reer hat.


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Begleitete Spaziergänge

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Wir hatten in letzter Zeit einigen Spaß, wenn wir mit dem kleinen Mann unsere Runde im Compound drehten.
Offenbar merken sich die Katzen, dass das fertigmachen von Kinderwagen und Baby einen Spaziergang bedeutet. Warum auch immer, wollten sie da aber dabei sein. Passen wir also nicht auf, haben wir zwei Katzen, die uns munter durch das ganze Compound begleiten würden.

Grundsätzlich sähe ich dabei kein Problem. Allerdings haben ja auch Katzen ihre Reviere. Und scheinbar sind die Reviere unserer beiden Fellknäuel nicht ganz so weit, wie die Runde die wir beim Spaziergang drehen. Das heißt, sobald wir in einen Bereich kommen, den die beiden nicht kennen, fängt das missmutige Maunzen an. Man merkt, da fühlt sich jemand nicht wirklich wohl. Nichts desto trotz wird weiter hinterher getrottet. Die menschlichen Angestellten kann man ja nicht so einfach aus den Augen lassen!

Gestern im Speziellen drehte erst Gizmo eine erste Runde mit uns, die wohl doppelt soweit ging, wie er sich sonst alleine aufmacht. Um ihn wieder zurück in gewohnte Gefilde zu bringen, gingen wir erneut an unserem Haus vorbei. Allerdings konnten wir uns nicht schnell genug wieder entfernen und so hatten wir jetzt zusätzlich noch Tinka an der Backe. Diesmal ging es in eine andere Richtung und wieder ließ sich keiner unserer Panther abschütteln.

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Der Anblick war aber doch sehr lustig. Vorne weg, Mama mit Kind und Kinderwagen, dahinter in erstem Abstand der Kater und dahinter wieder mit ähnlichem Abstand die Katze. Und wieder trotteten sie mit in Bereiche des Compound, wo sie offensichtlich sonst eher nicht sind, denn es wurde sich munter beschwert.

Wir sind dann doch auf relativ direktem Weg nach Hause, um nicht einen ganz so merkwürdigen Eindruck zu hinterlassen. Ich meine Gassi geht man ja eher mit Hunden, als mit Katzen. Andererseits müssen letztere natürlich schon darauf achten, was der Mensch so treibt 😉 Vielleicht sind es ja auch erste Beschützerinstinkte gegenüber dem Nachwuchs 🙂


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Kultureinzug auch in Saudi

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Sechs Jahre ist es jetzt fast her, dass ein klassisches Instrument bei uns in Karlsruhe einzog. Seit ein paar Wochen steht ein solches jetzt auch hier bei uns in Riyadh.

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Es wird derzeit zwar weniger bespielt, aber an der Möglichkeit wollen wir es ja nicht mangeln lassen. Musikalische Früherziehung kann ja zudem auch nicht zu früh losgehen 😉

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