Deutsches Brot aus der Backstube Riyadh

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Dass Deutsche im Speziellen ihre Eigenheiten haben, dürfte hinlänglich bekannt sein. Vielfach „beschweren“ sich im Ausland lebende Deutsche v.a. über die Brotkultur ihres Heimatlandes. Hier im Land gibt es mit dem arabischen Brot ja durchaus eine akzeptable Besonderheit, aber dennoch wollen die Deutschen ungerne auf ihr Brot verzichten.

Auf die Initiative eines ehemaligen Kollegen (zumindest soweit mir das erzählt wurde) wurde hier in Riyadh vor Jahren die „Backstube“ ins Leben gerufen. Bei selbiger gibt es eine schöne Auswahl an deutschen Backwaren.

Aus deren Liste haben wir so gut wie alles ausprobiert und mittlerweile sind wir nur bei A3, einem luftigen Mehrkornbrot und den Laugenbackwaren geblieben. Die anderen sind nicht schlecht, aber einfach nicht unser Ding. Süße Backwaren in Form von Apfelstreusel oder Zimtschnecken gibt es natürlich auch 😉

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Als eines von zwei Compounds (wiederum soweit ich weiss) werden wir täglich beliefert und man hat natürlich auch die Möglichkeit am Vorabend aus der Liste zu bestellen. Am Wochende muss man sich bei uns morgens allerdings beeilen, wenn man nicht bestellt hat. Der Vorrat Brötchen und v.a. Laugenwaren ist ziemlich schnell verbraucht.


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Halber Movember

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Für heute hatte ich eine Zusammenfassung des diesjährigen Riyadh Run Together geplant. So wie letztes Jahr auch. Aus gesundheitlichen Gründen hat es dieses Jahr leider nicht geklappt mitzulaufen.

Um aber zumindest etwas für den Aspekt der Krebsforschung zu tun, will ich dieses Jahr etwas zum Movember beitragen. Außerdem hatte ich mit ein paar Leuten gewitzelt, dass Training bei Schnee oder Sand ja quasi dasselbe wäre und wurde umgehend aufgefordert mit einer Daunenjacke in der Wüste zu laufen. Wenn also schon nicht mit einer Daunenjacke, will ich zumindest mit einem halben Movember beitragen.

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Ich hoffe dies Haarkunst gefällt 😉 Falls nicht, es gab da schonmal was ähnliches.


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Auf der Farm des Scheichs

von   Keine Kommentare

Vor bald drei Jahren schrieb der ehemalige Kollege nebenan über seinen Besuch auf der Farm „seines“ Scheichs. Damals war das im Rahmen der Eröffnung unseres Rechenzentrums und ich kam erst etwa vier Wochen später nach Saudi.

Zum nächsten größeren Anlaß, dem 30-jährigen Bestehen der Detecon Al Saudia wurde seit langem mal wieder auf die Farm eingeladen. Natürlich standen auch uns die Quads zur Verfügung, um durch die Dünen zu brettern. Glücklicherweise verzichtete ich diesmal, da Quad durch die Wüste fahren, bereits mehrfach zu unserem Freizeitvergnügen gehörte. Leider gab es nämlich ein paar Unfälle. Alle gingen, bis auf ein paar Schrammen, glimpflich aus, aber mitzubekommen, wie jemand zwischen zwei Autos durch gegen eines der Autos rummst und wie jemand anderes beim Kurvenfahren merkt, dass die Bremse offenbar ein Problem hat, langt mir und ich muss es nicht selbst erleben. Wie gesagt, gut, dass nichts weiter passiert ist. Sowas kann ja auch mal schnell nach hinten losgehen.

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Statt Quad zu fahren entschieden wir uns dem Pferdestall einen Besuch abzustatten. Neben dem Pferd, alle anderen waren nämlich offensichtlich weg, gab es noch ganz viel Määäääh, um die Nachbarn der Pferde, die Schaafe mal beim Wort zu nehmen. 🙂

Trotz Ende November konnte man sich auf der Terrasse, vor dem Hauptzelt, durchaus noch durchrösten lassen. Wir sind hier halt in Saudi und da ist es auch Ende November in der Sonne noch schön warm.

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Im Anschluss an den Nachmittag auf der Terrasse, dem Zelt und bei den Pferden ging es dann ins Swimmingpool-Gebäude. Das ist schon beeindruckend. Man findet ein Gebäude vor etwa in der Größe eines Fußball-Halbfeldes und findet darin einen Pool der nahezu die gesamte Fläche einnimmt. Natürlich mit Rutschen und Wasser-Basketball-Körben. Versteht sich von selbst. Drum herum noch jede Menge Spielautomaten und man hat eine schöne Spielwiese für junge und Junggebliebene. Das Buffet war natürlich auch nicht zu verachten 😉

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Nach dem Schlemmen war die 30 Jahr Feier dann auch schon wieder vorbei und wir machten uns auf den Rückweg. Zufälligerweise entschieden wir uns von Süden eine andere als die übliche Route zu nehmen und umfuhren so unwissend eine Totalsperrung. Auch nicht schlecht 🙂


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St. Martin in der DSR

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Wie auch letztes gab es auch dieses Jahr wieder ein St. Martin Laternenlaufen in der deutschen Schule hier in Riyadh. St. Martin oder Hallamati wie es andernorts auch genannt wird ist ja eine ganz nette Tradition.

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Wir durften uns die Geschichte von St. Martin vorgespielt durch Kinder des Kindergarten und der Vorschule ansehen. Mit allem drum und dran, von fiesem einskalt blasendem Wind bis hin zu enthusiastisch seinen Mantel teilenden St. Martin war alles dabei 🙂

Anschließend durften die kleinen stolz ihre unterschiedlichsten Laternen eine Runde durch den Schulhof tragen. Auch hier wieder in jeder Form, von Laternen in Katzenform, mit einem Monstergesicht, als Drache, Burg oder einer traditionellen Laterne nachempfunden war alles dabei.

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Und auch wir hatten eine dabei; dank einer Nachtbastelaktion. Sogar mit derselben Laternenstange, wie ich sie von früher noch in Erinnerung hatte. 🙂 Eine zu St. Martin gehörende Backtradition gab es natürlich auch:

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Für die Kleinen war es natürlich das Größte, aber ich finde es auch ganz schön, dass hier einige tausend Kilometer weit weg von Deutschland, solche Traditionen aufrecht gehalten werden.


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Frühstück und Mopped in der Wüste

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Frühstück auf der Terasse hatten wir hier ja schon. Also hieß es an einem Freitag morgen um 7:30 aufstehen, um eben auch mal in Sanddünen zu frühstücken. Dafür fuhren wir zusammen mit anderen etwa in 110km nördlich von Riyadh. Zu einer Region, wo die Steinwüste rund um Riyadh sich in eine Sandwüste übergeht. Es hieß also Sanddünen fahren! Dafür lässt man aus den Reifen Druck ab, um eine größere Auflagefläche zu erhalten und damit im Idealfall nicht im Sand stecken zu bleiben 😉

Selbiges ist mir dann auch nicht passiert. Der Weg zum Frühstücksplatz war auch relativ befestigt, insofern man das Wegen auf und um Sanddünen sagen kann. Ich kann zudem bestätigen, dass sich das Fahren auf Sand dem Fahren auf Schnee sehr ähnlich anfühlt.

Wir nutzten die Ladeklappe des mitgefahrenen GMC Denali, um eine Art Frühstücksbuffet zu haben, nachdem das mitgebrachte Motorrad abgeladen worden war. Jeder nahm sich also von jedem was. Um uns herum fuhren einige andere Expats auf ihren Quads und Motocross-Maschinen durch den Sand.

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Kurz bevor es dann auch wieder Richtung Riyadh gehen sollte, konnte ich die Chance nutzen und mich seit mehr als einem Jahr auch mal wieder auf ein Motorrad schwingen. Und das dann gleich auch im Wüstensand. Wieso auch nicht 😉

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Ich muss schon sagen, ist ein sehr eigenartiges fahren. Zu Beginn ist alles wackelig, aber sobald man etwas Geschwindigkeit drauf hat (~ 30km/h) fährt es sich fast wie auf Straße. Natürlich sollte man es mit der Kurvenlage etwas vorsichtiger angehen lassen, v.a. wenn man neu ist. Die Gebübten, die ich beobachten konnte, kannten da aber nichts und legten sich in die Kurven als ob es kein Morgen gäbe 😉

Habe aber schon gemerkt, dass ich gerne wieder Motorrad fahren würde. Einmal in der Woche in der Wüste, wäre für mich aber kein Ersatz. Nett, aber kein Ersatz. Bei dem Verkehr hier in Riyadh werde ich das mit der Alltagsmaschine aber nicht machen. Dafür fahren mir die Autofahrer hier zu sehr nach Harakiri-Motto.

Beim Heimweg haben wir uns dann etwas verfahren und fuhren in die falsche Richtung. Autobahn zwar in Sichtweite, aber lange Zeit keine Möglichkeit auf selbige zu wechseln. Die gewählte Strecke war dann auch noch wüstiger, düniger und sandiger. Kurz vor der Auffahrt auf die Autobahn passierte es dann.

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Und so durften wir dann mit unserem „kleinen“ X-Trail den großen Denali aus dem Sand ziehen. Dank manueller Schaltung/Kupplung stank diese anschließend auch noch den ganzen Rückweg bis Riyadh durch die Klimaanlage ins Auto 😉

Schönes Frühstück in der Wüste also und das Motorrad-Fahren in der Wüste war auch nicht zu verachten 🙂


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