Einfuhr der beiden Katzen nach Saudi-Arabien

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Nachdem der erste Teil der Reise abgeschlossen war, ging es weiter, unsere beiden Panther wieder zu holen. Vom Tierarzt hatte Andi eine Zeichnung bekommen, wohin wir müssen, leider lag sie zuhause… 🙂

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Wir versuchten es am „1. Exit“ der Waren-Ausfuhr, wie wir kurz darauf merkten. Wie man in der Beschreibung sieht, war es zwar die erste Ausfahrt, aber der 2. Eingang 😉 Nach einem ersten Durchfragen landeten wir in einem Büro, in welchem man von uns die Frachtpapiere sehen wollte. Die lagen natürlich noch im Auto, also Kommando zurück und den Zettel holen. Auf die Frage, wo denn die Katzen seien, antworteten wir, dass wir eben da wären, um sie abzuholen. Leichte Ratlosigkeit auf beiden Seiten. Beim Vorlegen der Frachtpapiere reichte ein geschulter Blick, um festzustellen, dass wir im falschen Teil des Gebäude waren.

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„Follow the white Lexus“ war die Aussage, die wir zu hören bekamen und ein älterer Beamter fuhr uns voraus zu dem nächsten Eingang 150m weiter am anderen Ende des Gebäudes.

Dort ging es duch eine sehr strenge Sicherheitskontrolle! Ich wurde praktisch so durchgewunken, bei Andi piepte zwar der Durchgang, aber ein schnelles Abtasten reichte aus.

Durch den Kabuff mit der Sicherheitskonrolle ging es über den Hof ins eigentliche Gebäude. Wir liefen einfach mal drei Männern hinterher, die den Eindruck erweckten, sie wüssten wohin es geht. Und tatsächlich führten sie uns ins 1.OG in eine Schalterhalle zu den Document Processing Counter. Dort wurde die Frachtkopie angeschaut und uns mitgeteilt, dass wir jetzt die Originale bräuchten. Nur wo? Wir fragten wieder einen der Männer, der uns grob erklärte wo wir hin müssten. Treppe runter und dann – ja, das war dann etwas unverständlich. Im Erdgeschoss angekommen waren wir in einer großen Halle der Luftfrachtverarbeitung. Wir wussten, wir müssen ins „Warehouse“, wieder war durchfragen angesagt. Ein Arbeiter schickte uns erst mal in die falsche Richtung. Letztendlich waren wir bei einigen Schreibtischen angelangt, die in Mitten der Frachtcontainerverarbeitung angesiedelt waren. Dort sagten wir wieder unser Sprüchlein auf, woraufhin wir gebeten wurden uns zu setzen. Eilig wurden noch Stühle freigeräumt. Es war eindeutig der lauteste Teil des Gebäude. Die Waren wurden auf Rollstraßen und Gabelstablern transportiert. Es war ein einziges Gerumpel, Quietschen und Gepiepse. Nach ein paar Minuten wurden die Katzen auf einem Gabelstabler bzw. auf einer Palette in die Halle gefahren.

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Ein kurzer Blick bestätigte, dass es den beiden Schwarzen Fellknäuel soweit halbwegs gut ging und dass es tatsächlich unsere Katzen waren. Wir bekamen einen Teil der Papiere ausgehändigt und wieder in zurück zur Document Processing Schalterhalle geschickt. Dort wurden nochmals die Papiere kontrolliert, dann mussten wir bezahlen. Der Pass wurde nochmal kontrolliert, und es waren 85 Saudi Rial (etwa 17€) fällig.

Damit war das erledigt und wir durften wieder runter. Diesmal direkt zu den Schreibtischen, von dort wurden wir in das nebenan liegende Büro verwiesen. Wieder Papiere angeschaut und zurück zu den Schreibtischen. Diesmal durften wir die Katzen mitnehmen.

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Weiter ging es zum Zoll – Papiere anschauen – zum Tierarzt – Papiere anschauen. Glücklicherweise hatte Andi den Import Permit bei den Saudi Vets besorgt, denn entgegen der Aussagen in einigen Blogs, war dieser zwingend notwendig. Zudem hatten wir Glück, da Privatpersonen maximal 2 Tiere pro Jahr einführen dürfen. Beim Tierarzt war aber plötzlich Schluss mit der schon liebgewonnen Prozedur. Er wollte die Originalpapiere sehen. Diese lagen – natürlich – noch im Auto.

Andi lief also zum Auto und holte die von der saudischen Botschaft in Deutschland beglaubigten Tollwutzertifikate/Gesundheitszeugnisse des Veterinämts. Der Tierarzt wollte eine Kopie behalten, dabei ist es wohl zur Verwechslung gekommen, denn hinterher hatten wir nur noch die Kopien der Zertifikate und nicht mehr die Originale.

Danach ging es für uns wieder zurück zum Zoll. Mal wieder wurden die Papiere kontrolliert. Jetzt hieß es für uns das erste Mal an diesem Abend lange warten. Das Zollkabuff wurde geschlossen, der Tierarzt ging, die Arbeiter verließen die Halle und wir saßen da und warteten… Wir warteten auf einen zweiten Zollbeamten der bestätigen sollte, dass wir die Katzen ausführen dürfen. Nach langen 30 Minuten bequemte sich der Herr auch in die Halle. Er schickte uns weiter zu einer weiteren Station. Hatte er die Angaben, dass wir für die Katzen bezahlt hatten, etc eingetippt wurden sie hier ausgedruckt.

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Nun durften wir endlich gehen. Am Ausgang gaben wir einen Ausdruck ab um zu bestätigen, dass wir tatsächlich drei Stunden damit zugebracht hatten die Katzen auszulösen und wir sie auch ganz bestimmt mitnehmen durften.

Es war inzwischen 23.40 Uhr, um kurz nach 12 waren wir dann in unserem neuen Zuhause. Die Katzen und ich erkundeten dann schnell noch die neue Umgebung, um dann todmüde ins Bett zufallen.

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Insgesamt hat der Umzug der Katzen doch einiges gekostet. Mit den Katzenboxen á ~50 Euro, den Gesundheitszertifikaten á 10 + Beglaubigung á 12, dem Flug für 570 und dem Import Permit für 1380 SAR (rund 265 Euro) sind wir also bei ~ 1000 Euro. Dazu kommt noch der Bluttest á 70 Euro, um zu bestätigen, dass die beiden tollwutfrei sind, um sie auch wieder nach Deutschland bringen zu dürfen. Andererseits, wenn man sich Bilder wie obiges ansieht und sie im Alltag um sich hat, spielt das Geld nur noch eine untergeordnete Rolle 🙂


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Quadfahren in den Wüstendünen

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Ziemlich spontan, ging es diesmal zum Quadfahren in die Wüste. Und was hat sich das gelohnt 😉 Wir fuhren etwa 30-40 Minuten aus Riyadh raus in den Norden, bis linker Hand die ersten Sanddünen begannen, dort gab es dann auch direkt mehrere Quad-Verleihe. Nachdem wir den Preis von 100 SAR (etwa 20 Euro) pro Person für eine Stunde „ausgehandelt“ hatten (soll heißen er wurde uns vorgeschlagen und wir fanden ihn ok ;)), ging es schon los.

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Eigentlich wollten wir alle Quads ohne Schaltung fahren, hatten dann aber doch alle welche, die prinzipiell zu schalten waren. Prinzipiell heisst, dass man schaltete ohne eine Kupplung zu brauchen und der dritte Gang uns als „Automatik“ genannt wurde. Bei mir war der dritte Gang auch direkt mal nicht drin, so dass ich den anderen erstmal nicht wirklich hinterherkam. Da kamen mir dann meine Jahre mit dem Motorrad zu Gute und nach ein bisschen hin und her fuhr ich dann auch keine Dritte-Gang-Automatik mehr, sondern halb-automatisch, also mit schalten ohne kuppeln 😉

Es gilt Herausforderungen wie das Steckenbleiben im Wüstensand zu meistern. Susanne durfte sich dabei von einem hilfsbereiten jungen Mann helfen lassen und ich schaffte es dann selbst, indem ich das was ich bei ihm gesehen hatte, nachmachte. Einfach den ersten Gang einlegen und mit hüpfend/wippenden Bewegungen auf den Fußrasten den Druck auf die Reifen erhöhen, um sich somit aus dem tiefen Sand herauszufahren. Eine weitere Spezialität sind die ganzen Rillen, von anderen Fahrer. Wenn man quer auf diese trifft, macht das bis auf ein leichtes Gewackel nicht viel aus. Fährt man aber parallel zu ihnen und kommt ungünstig rein, kann einen das etwas aus der Bahn werfen. Aber große Dünen zügig bergab zu fahren kann schon was 🙂

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Es ist schon extrem spassig mit diesen 500 Kubikmaschinchen über die Sanddünen zu heizen. Düne hoch, Düne runter, auf dem Quad wedeln und ich kann ganz gut verstehen, weshalb die saudische Jugend damit ihre Zeit verbringt. Allerdings sollte man es auch nicht übertreiben, denn schnell kann aus einer zu engen Kurve auch ein Überschlag/Abstieg vom Quad werden. Ist zumindest mir so passiert 😉 Nicht dramatisch, nicht schmerzhaft, aber definitiv hatte ich kurz mal den Wüstenboden geküsst. Schlimmer ist vielmehr, dass man sich verdammt schnell Blasen an den Fingern von den Griffen der Quads holt. Ich glaube das nächste Mal, kaufe ich mir vorher irgendwelche Handschuhe 😉 Abgesehen davon, wurden die Quads auch ganz schön heiß, so dass es zum Ende hin schon etwas unangenehm wurde, den Motor direkt neben den Beinen zu haben.

Was auch nicht zu unterschätzen ist, ist natürlich die Sonne. Merkwürdigerweise habe ich wohl keinen Sonnenbrand davongetragen, aber es hätte mich absolut nicht gewundert, wenn ich jetzt ein rotes Glühwürmchen wäre. Außerdem werde ich morgen wohl elends Muskelkater haben, aber das wars in jedem Fall wert 😉

Mit etwas Glück, kann ich die Tage noch ein Video nachreichen. Einer der Mitfahrenden war so verrückt und fuhr mit einer Kompaktknipse durch die Gegend und hat ein paar Fotos und Videos gemacht. 🙂


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Flug und Ankunft von Susanne

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Sonntag vor einer Woche war es bei mir soweit. Nach dem mein Visum nach nur knappen vier Wochen, inklusive Beantragung von Andis Iquama da war, konnte es losgehen. Am Samstag schrieb ich noch meine Prüfung bei der IHK für den Kurs „Ganzheitliches Controlling“. Am Nachmittag und Abend stand dann die Verabschiedung der Familie und packen an.

Um 10.30 sollten wir am Flughafen sein, um die Katzen in die Obhut der Spedition zu geben, die sie nach Riyadh bringen sollte. Halb 10 klingelte mein Handy und Andi teilte mir mit, dass der Mitarbeiter von Petair sich bei ihm gemeldet hätte, dass er auf uns warte, aber jetzt kurz weg müsse. Als wir um viertel nach 10 am Flughafen ankamen hieg ein Zettel an der Tür, „Bin in 10-15 Minuten wieder hier!“ Tatsächlich? Dem war leider nicht so. Um kurz vor 11 habe ich dann endlich ein bemanntes Büro vorgefunden.
Die Formalitäten waren dafür aber in kurzer Zeit erledigt. Das Gesundheitszeugnis wurde kopiert, in einen Umschlag gesteckt und der Umschlag zugetackert. Dann wurden die Frachtpapiere ausgedruckt und am Umschlag festgetackert. Als nächstes wurden weitere Papiere ausgefüllt – und angetackert. Vorne, hinten, da noch ne Klammer. Der Umschlag war am Ende definitiv zu. 🙂

Als nächstes musste der Mitarbeiter zum Zoll, was ca fünf Minuten dauern sollte und auch in etwa hinkam. Dann wurden die Katzen von ihm abgeholt, Aufkleber auf die Kisten und weg. Die Katzen wurden in die Animal Lounge gebracht und dort mit Wasser versorgt. Erst kurz vor dem Abflug sollten sie ins Flugzeug gebracht werden.

Bei mir ging es mit der Ticketausstellung und Gepäckaufgabe weiter. Bei der Handgepäckdurchleuchtkontrolle wurde zunächst die Schlange geschlossen an die ich geschickt wurde, danach wurde noch mein Gepäck beanstandet. Zunächst dachte ich, dass eine Handcreme das Problem war, da ich nix in Plastiktüten verpackt hatte. Jedoch war die Kamera Ursache der Kontrolle. Nach einer ersten Untersuchung wurde ich zu einer weiteren Beamtin gebracht die mit Teststreifen die Kameratasche und die Kamera abwischte. Als feststand, dass die Kamera nicht explosiv ist durfte ich weiter.

Bei der Passkontrolle wurde ich gefragt, ob ich in Saudi-Arabien arbeiten würde. Scheinbar steht in meinem Visum nicht groß genug, dass ich keine Erlaubnis zum Arbeiten habe. 🙂

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Als Deutscher mit Wohnsitz im Ausland kann die Mehrwertsteuer erstattet werden. Kann… Zunächst musste ich das Büro finden, netterweise hatte ich einen Führer in Gestalt einen Bundesgrenzschützers. Vor mir waren einige Asiaten, von denen mindestens einer kein Englisch und Deutsch sprach. Mit der Gruppe war ein junger Deutscher unterwegs, der wohl auch Übersetzungsarbeit leistete. Trotz Hinweis durfte er nicht mit an den Schalter, als der Asiate dran war. Klar, wenn nur eine Person im Raum erlaubt ist, was wären wir für Deutsche würden wir uns darüber hinweg setzen! Nach ein paar Minuten durften wir beobachten wie eine leicht genervte Beamtin sich geschlagen gab. Als ich reindurfte und die Papiere vorlegte herrschte Ratlosigkeit. Mir wurde erklärt, dass die Rechnungen auf Herrn Andreas Heinz ausgestellt wären. Um die MwSt aber zurück zu bekommen reiche meine Passkopie nicht, der Herr Andreas Heinz müsse die Waren persönlich ausführen. Alles Verhandeln brachte nix. Auch vom Stempel, dass der Zoll am Flughafen die Waren beanstandet hatte wurde mir abgeraten, da es einige Botschaften gäbe, die Rechnungen mit einem „Negativ-Stempel“ nicht akzeptieren würden. Also Kommando zurück und das Gate suchen. Als ich mich gerade anstellte kam auch schon die Durchsage, dass die Passagiere des Fluges LH 620 nach Riad/Doha sich bitte zum Gate begeben sollen. So gesehen war mir die Verweigerung des Zolls gar nicht unrecht, da ich noch zur Cash-Station hätte gehen müssen, um mir das Geld auszahlen zu lassen.

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Der Flug war unspektakulär, gefreut habe ich mich über meinen Fensterplatz, so dass ich auch direkt erste Bilder meiner neuen Heimat geschossen habe.

Zwei Premieren durfte ich noch erleben. Es war der erste Flug in ein arabisches Land, bei dem bei der Landung nicht geklatscht wurde. Zum anderen blieben alle, wirklich alle in meinem Blickfeld sitzen, bis die Erlaubnis zum aufstehen gegeben wurde! Ich war sehr überrascht.

Für den Flug hatte ich mich für eine schwarze Hose und eine schwarze Tunika entschieden, die schön weit waren. Trotzdem war ich etwas unsicher, nach dem ich plötzlich alle Frauen in schwarzen, bis zum Boden gehende Abayas sah. Doch niemand kümmerte sich um mich, als ich durch den Flughafen lief und mich an den Schalter Ersteinreisende anstellte. Dort stand ich und stand ich. Die Schlange neben mir, die Re-entry, wurde kürzer und kürzer. Die Männer um mich rum wechselten die Schlange und waren durch, während ich zentimeterweise vorankam.
Andi hatte beobachtet, dass Frauen rausgewunken wurden und in einem separaten Raum geführt wurden. Ich stand 10-15 Minuten bis ich überhaupt von einem Zöllner gesehen und beachtet wurde. Dann allerdings wurde ich mit einer unwirschen Handbewegung weggescheucht. Mir war nicht klar, ob diese freundliche Handlung hieß, beweg dich zum Frauenraum oder stell dich woanders an. Also blieb ich erst mal auf der Mitte stehen und versuchte die Aufmerksamkeit des netten Menschens zu erlangen. Fehlanzeige, statt dessen rief mich ein Zöllner am Schalter zu sich. Auch gut. Dort war das gleiche Prozedere wie bei Andi – Visum überprüfen, Fingerabdrücke und ein Foto machen.

Als ich meine Koffer hatte ging es weiter zum Ausgang, wo das Gepäck mal wieder durchleuchtet wurde, wobei mir nicht der Eindruck entstand, dass es den Herrn am Bildschirm interessierte, was er da sah.

Am Auto angekommen ging es direkt weiter zum Cargo, wo wir die Katzen holen wollten. Doch das ist eine andere Geschichte. 🙂


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Klavierkonzert in der Waldstadt am 6.5.2010

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Ich mach hier mal ein wenig Werbung.

Romayne Wheeler ist ein Pianist und Komponist, der sich seit knapp 20 Jahren für die Raramuris, Indianer in der Sierra Madre in Mexiko leben, einsetzt. Alle paar Jahre macht er eine Konzertreise um Geld zu sammeln. Das Geld wird zum Beispiel verwendet um die medizinische Versorgung der Tarahumaras zu sichern oder einen Brunnen zu bohren.
Romayne lebt selbst auch in der Sierra Madre, die nächste größere Stadt ist Creel, von dort sind es zwar nur wenige Kilometer bis zum Adlernest, doch für diese ca. 60 km braucht man ca 6-7 Stunden.

Morgen wird er neben eigenen Werken Stücke u.a. von Gershwin, Schubert und Liszt spielen. Das Konzert beginnt morgen am 6.5.2010 um 19.30 Uhr in der Aula des Otto-Hahn-Gymnasiums in der Waldstadt.

Für das leibliche Wohl werden die Schüler des Otto-Hahns-Gymnasiums sorgen, außerdem wird es eine kleine Fotoausstellung geben, die Einblicke in das Leben der Raramuris gibt.

Gerne wären wir wieder bei dem Konzert dabei. Bestimmt wird es wieder so toll, wie die letzten Male. Ich wünsche viel Spaß.


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Happy Hour in der deutschen Botschaft

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Nachdem ich mich am letzten Montag schon alleine zur deutschen Botschaft (Link zu Google Maps) (Website der Botschaft) durchgeschlagen hatte, um meinen Wohnort im Reisepass ändern zu lassen, ging es dann Mittwochs Abends zur regelmäßig stattfindenden Happy Hour. Wobei Happy Hour dabei leider nicht als umsonst/besonders günstig zu verstehen ist. Der Eintritt liegt dabei schon bei umgerechnet 30 Euro. Wobei in diesem Preis das Buffet enthalten ist. Man holt sich also erstmal Marken im Gegenwert von jeweils 5 Euro und kann diese dann jeweils gegen ein Getränk einlösen.

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So sieht die Einladung aus und auf der Rückseite findet man den netten Hinweis, dass Fotohandys und Kameras in der Botschaft aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt sind. Daher keine Fotos von mir, aber bei Taketwo, einer deutschen Band, die mehrfach Auftritte in der Botschaft hatten, gibt es ein paar Bilder der Botschaft.

Einlaß war um 19 Uhr und kurz vorher sammelten sich die Gäste vor der Botschaft. Wir wurden mir einem Bus hingebracht und gesellten uns dazu. Es folgte der Einlaß und die Kontrolle, ob die Nummer der Einladung zum Namen passte.

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Ansonsten fand man sich dann hinter dem Botschaftsgebäude wieder. Dort gibt es einen mittelgroßen Pool und für den Abend war ein schwimmender Brunnen eingelassen, der eine schöne Fontäne nach oben schoß. Um den Pool herum waren Coktail-Tische aufgestellt, an denen man sich dann einfinden konnte. In der Nähe des Pools gab es die Kasse, um die Getränkemarken zu erhalten und natürlich die Bar, um die eben erworbenen Getränkemarken wieder „loszuwerden“. Außerdem wurde noch eine Tanzfläche geboten, auf welcher später auch der DJ sein Bestes gab. Aber sagen wirs so, seine Vorstellung vom passenden Wechsel von einer Stilrichtung zur anderen war gelinde gesagt etwas gewöhnungsbedürftig. Aber vielleicht bin ich auch nicht Disko-Gänger genug, um das gewöhnt zu sein 😉

Auf der anderen Seite des Pools war dann abgegrenzt durch einen Zaun das Tennis-/Basketballfeld zu finden, welches an diesem Abend als Fläche für das Buffet und den zugehörigen Sitzplatz diente.

Womit wir auch schon beim Essen wären. Viele Salate und ziemlich typisch deutsche Gerichte standen auf dem Plan. Nudelsalat, grüner Salat, Gurkensalat usw. Dazu eben Hähnchenschnitzel, Rouladen und Hackbällchen. Als Beilagen im Endeffekt auch ein Querschnitt durch die deutsche Küche, also Nudeln, Reis usw., wobei ich glaube keine Kartoffeln gesehen habe (ein Skandal! ;)).
Man konnte sich das Essen also sehr schmecken lassen, was wir auch alle ordentlich taten. Als Nachtisch gabs dann noch kleine Obst- oder Schokotörtchen 🙂 Ach so und als zusätzliche Hauptmahlzeit gab es natürlich auch den saudischen Schawarma, das ist quasi der saudische Döner.

Das gute Essen und die vielen neuen Eindrücke konnten dann auch darüber hinwegrösten, dass ca. die Hälfte des Abends im Zeichen von Regen und Sturm standen. Natürlich war die Happy Hour darauf nicht vorbereitet. Von einigen wurde mir sogar erzählt, dass sie, obwohl seit Jahren vor Ort, diesmal die erste Happy Hour im Regen erleben. Sei’s drum, meinereiner ist sowas ja noch gewohnt 😉 Um 0 Uhr war dann aber auch schon Feierabend und wir wurden mit dem Bus wieder zurückgefahren.

Ich bin jetzt jedenfalls gespannt auf die nächste Happy Hour, respektive die Party Ende des Monats hier im Compound 😉


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