Schulfrei

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In meiner Schullaufbahn hatte ich schon wegen verschiedener Gründe schulfrei. Heute kommt noch ein weiterer zu Regen-, Schnee- und Erdbebenfrei dazu. Der Samstag wurde zu einem offiziellen Feiertag erklärt, um die Rückkehr Königs Abdullah Bin Abdulaziz nach Riad zu feiern. Aus diesem Grund bleiben Schulen und Behörden geschlossen.
Mir bringt das leider gar nichts, denn Samstag hätte ich meinen freien Tag….


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Die Schule fällt ins Wasser

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Gestern regnete es. Es regnete viel. So viel, dass die „DSR vom saudischen Ministerium angewiesen wurde, am morgigen Mittwoch, 19.01.2011 wegen der schlechten Wetterbedingungen und der damit verbunden schweren Verkehrsbehinderungen geschlossen zu bleiben.“
So stand es in einer Mail, die von der Schule gestern an alle Eltern geschickt wurde. Diese Weisung betrifft alle Schulen. So bleiben neben der Deutschen heute auch die Französische und Britische Schule geschlossen. Wie die beiden Schulen ihre Schüler informierte entzieht sich meiner Kenntnis. Ich hoffe jedoch, dass eine eventuelle Mail nicht erst um 23.45 raus geschickt wurde, wie es bei uns der Fall war. Um diese Zeit ist es natürlich auch sehr wahrscheinlich, dass die Eltern noch Mails abrufen. Ist ja nicht jeder so eine Nachteule wie ich. 😉
Von der Amerikanischen Schule weiß ich, dass in so einem Fall alle Eltern mit einer SMS benachrichtigt werden! Das nenn ich eine Informationspolitik, die aller Wahrscheinlichkeit nach von mehr Erfolg gekrönt sein dürfte.
Aus meiner Schullaufbahn kannte ich bisher Schnee-, Clinton- und Erdbebenfrei. Nun gehört auch Regenfrei dazu. Fehlt nur noch Sandsturmfrei! 🙂
So haben wir nun ein langes Wochenende, beginnend an einem strahlend schönen Mittwoch. So weit ich das beurteilen kann hat es in der Nacht nicht weiter geregnet, weshalb die Straßenverhältnisse nicht gut, aber bei weitem nicht so dramatisch, wie im Mai letzten Jahres. sein dürften.


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Erste Eindrücke aus Santiago de Chile

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Ging es gestern um unsere Anreise, gibt es heute ein paar erste Eindrücke aus Chile bzw. Santiago. Erstmal aber nur textuell.
Die Einreise ins Land war ähnlich langwierig wie in Saudi, allerdings ohne die Visa-Vorbereitungen und einfach mit unserem deutschen Reisepass.
Mir fiel direkt ins Auge, dass die Chilenen erheblich entspannter Auto fahren als in Saudi, aber Saudi ist da eh nicht zu toppen. Ein weiteres auffälliges Merkmal des Straßenbildes waren die oberirdischen Kabel, die entlang jeder Straße laufen und für Strom, Telefon usw. herhalten.
Es gibt in Chile Straßen die vor 12 Einbahnstraße in die eine Richtung und nach 12 in die andere Richtung sind. In den Minuten dazwischen gibt es eine Übergangszeit. Man kann sich denken, dass diese Eigenart Unfälle provoziert.
Gleich am ersten Abend durften wir auch das chilenische Nationalgetränk, den Pisco Sour kennenlernen. Dabei wird Traubenschnaps mit Limettensaft, Zuckersirup und Eiklar gemischt. Entsprechend süß, aber dampft auch ordentlich 😉
Santiago bietet vielerlei Facetten an. Man findet ein modernes Bankenviertel mit Hochhäusern. Daneben aber auch ein Viertel voller kleiner Geschäfte. Gleichzeitig ist es hier aber eher nicht üblich auf der Straße in einem Cafe zu sitzen und Kaffee zu trinken. Merkwürdig eigentlich, da das Straßenbild auch mit allerlei grünem Bewuchs dominant durchzogen ist und somit auch für das Auge etwas zu bieten hat. Man kann durchaus sagen, dass Santiago äußerst grün gestaltet ist. Entsprechen ein erheblicher Unterschied zu Saudi.
Innerhalb von 10 Minuten waren wir nach einem Besuch eines Skulpturen-Parktes aus der Innenstadt raus und an einem Berg, von dem man einen recht netten Überblick über Santiago erhält. Gleichzeitig wird er von allerlei Pärchen für das Kennenlernen genutzt und man muss aufpassen, in ein solches nicht unversehen hereinzuplatzen – ließ, Andi ist das passiert 😉
Heute ging es dann noch raus aus Santiago, innerhalb von knapp 2 Stunden hoch auf über 3000 Meter in die Anden. Ist es zur Zeit in Santiago auf Grund des angehenden Sommers angenehm warm, war es hier doch ordentlich frisch. Trotzdem reichte die Sonnencreme nicht, den Sonnenbrand zu verhindern. Hier müssen wir wohl aufstocken, bevor es in die Atacama-Wüste auf über 4000 Meter Höhe geht 🙂


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Rugby Riyadh 7s im Salwa Garden Village

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Dank einer Einladung eines Arbeitskollegen waren wir am letzten Oktober-Wochenende bei einem Rugby Turnier, dem so genannten Riyadh Rugby 7s. Dabei standen sich drei Teams aus Riyadh, die Falcons, die Scorpions und die Barbarians (man beachte die Rugby-typischen martialischen Namen), sowie jeweils ein Team aus Ta’if, Jeddah und Al Khobar einander gegenüber.

Stattgefunden hat das Ganze im Salwa Garden Village Compound. Und in diesem konnten wir erfahren wie Sicherheit auch praktiziert werden kann. Das ist bei diesem Compound mit vielen Angestellten der British Aerospace (BAe) aber wohl auch notwendig.
Bei der Einfahrt ging es auf eine Art Fahrzeugbühne, wo wir das Auto abstellen mussten, um uns in einem kleinen Häuschen daneben durch einen Metalldetektor zu begeben. Susanne wurde sogar in einen abgetrennten Bereich geführt, wo sie kurz die Abaya ausziehen musste. Ein Blick in ihre Tasche wurde allerdings nicht geworfen 😉
Parallel war unser Auto durchsucht worden und wir durften schlussendlich einfahren. Allerdings nicht direkt ins Compound sondern auf den Besucher Parkplatz. Es folgte der Gang zum Einlass, nur um wieder zurückgeschickt zu werden, da wir noch keine Besucher Zugangskarte hatten. Gut, muss man wissen. Im Besucher Zugangscenter (Visitor Access Center) kam dann die böse Überraschung: wir standen nicht auf der Liste. Das klärte sich zwar recht schnell, war aber doch ärgerlich.
Wir bekamen dann unsere Ausweise gedruckt. Mit Namen, Foto, Namen unseres Gastgebers und Zeitraum des Aufenthalts. Entsprechend haben wir jetzt einen Datensatz im Salwa Compound, damit das beim nächsten Mal schneller geht.

Da waren wir also, nachdem wir von einem Fahrer zum Rugby Feld gefahren worden waren. Selbiges, richtig grün und von den ausgewachsenen Maßen eines üblichen Fußballfeldes. Als wir kamen lief gerade ein Spiel. Ich muss allerdings zugeben, dass ich vom Verlauf der Spiele nicht allzuviel mitbekommen habe. Zum einen sind mir die Rugby Regeln nicht wirklich bekannt, zum anderen ging es oft ziemlich schnell 😉

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Dass die Teams, das Turnier allerdings sehr ernst nahmen konnte man an der zwischenzeitlich erfolgten Prügelei festmachen. Irgendwie kam eins zum anderen und zwei Teams gingen aufeinander los. Viel passiert ist nicht, aber es war definitiv keine spaßige Kabbellei. Leider habe ich davon keine Bilder 😉

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Aber auch sonst gab es einige nette Spielzüge, wie Einwürfe und das Hochheben der Spieler, um an das Ei zu kommen. Oder auch die Schildkröte. Die Jungs auf dem Platz wussten jedenfalls wie man Rugby spielt, das konnte ich soweit feststellen 🙂

Zwischenzeitlich sind wir in den Compound-eigenen Supermarkt und konnten dabei einen Eindruck von der Größe des Salwa Garden Village mit seinen 700 Häusern bekommen. Zum Vergleich unser Najd Compound hat 150 Häuser und gehört damit zu den kleineren (aber auch gemütlichen ;)) Compounds in Riyadh. Schön war natürlich, dass am Supermarkt direkt auch ein Blumenladen angeschlossen war. Ohne hier eine größere Strecke zu fahren, ist hier in Saudi das Mitbringen von Blumen nicht so leicht, weswegen es hier in den letzten Monaten auch keine Blumen-Foto-Einträge mehr gab.
Bei 700 Häusern lohnt sich eine solche Versorgungslage aber natürlich eher als bei 150. Interessant fand ich auch, dass die Arbeiter des Compounds alle mit Dreirad-Fahrrädern unterwegs waren und Funkgeräte zur Kommunikation nutzten. Bei den Ausmaßen des Compounds vermutlich auch nötig.

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Beim Rugby gewann schließlich das Team aus Ta’if, wie man auch im Artikel zu Riyadh Rugby 7 bei Arabnews nachlesen kann. Das Team meines Kollegen wurde immerhin Dritter, nachdem sie die letzten beiden Jahre immer gewonnen hatten 😉

Außerdem konnte ich übrigens feststellen, dass die Sonne hier auch Ende Oktober noch die Kraft hat, um einem innerhalb von 10 Minuten ohne Sonnencreme einen ordentlichen Sonnenbrand auf die Stirn zu zauber 😉

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Die komplette Auswahl der Bilder gibt es wie immer in der entsprechenden Riyadh Rugby 7 Gallerie

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Dubai

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Zum ersten Mal ging es für uns am Montagsabends mit dem Flugzeug aus Saudi hinaus. Von den strengen Vorschriften der westlichen Flughäfen ist hier nichts zu spüren. Zu den Check-In Schaltern geht es durch ein Metalldetektor und auch das Gepäck wird durchleuchtet. Allerdings sitzt teilweise keiner an den Kontrollbildschirmen und das Piepsen interessiert niemanden. Nach der Ausreise ging es nochmal durch eine Kontrolle, diesmal saß tatsächlich jemand am Schalter. 🙂 Das Handgepäck der alleinreisenden Frauen wird schnell vor der wartenden Schlange aufs Band gelegt. Da sind die Männer mehr oder wenig geduldig und verständig. Bei einem Reisenden wurde das Handgepäck komplett auseinander genommen und ein Taschenmesser beschlagnahmt, bei anderem Gepäck hatte ich das Gefühl der Kontrolleur schaut weg. Das erweckt ein wenig den Eindruck, die Kontrolle und Beschlagnahmung geschieht nach Lust, Laune und Bedürfnis.
Ich wurde rausgewunken und durch einen Vorhang geschickt, dort ging es weiter durch einen zweiten Vorhang, damit auch ja keiner was sieht. Die Frau die wartete war allerdings eher an ihrem Handy interessiert als am Piepsen, dass ihr Metalldetektor von sich gab.

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Wir sind mit Air Arabia, einer Billigfluglinie nach Sharjah geflogen. Mit dem Taxi, der Auftakt zu vielen weiteren Fahrten, ging es zum Hotel. Schlafplätze hatten wir im Winchester Grand Apartment-Hotel gefunden. Der Taxifahrer wusste grob wo das Hotel zu finden ist, einer der wenigen.
Die Fahrt kostete uns 100 EAD, umgerechnet rund 20€ und war damit weitaus billiger als ein Flug nach Dubai.

Kleinere Probleme gab es noch beim Checkin. Offenbar war es für die Rezeption ungewöhnlich, dass eine Person zwei Zimmer gebucht hatte. Kurz drauf war auch das gelöst und wir aßen noch schnell von dem indischen Buffet im Hotelrestaurant, dann fielen wir müde ins Bett.

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