Besuch im Riyadh Zoo

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Wir waren gestern hier im Riyadh Zoo. Vorab hatte ich etwas über einen Horror Zoo bei Blueabaya gelesen und hoffte, dass der Riyadh Zoo ein anderer ist. Er war/ist es und zusammengefasst kann man sagen, dass die Tiere dort einigermaßen artgerecht gehalten werden. Wenn man sowas überhaupt von Tieren im Zoo behaupten kann und ohne dass ich dafür ein Experte wäre. Gefühlt ähnlich zu einem deutschen Zoo.


View Riyadh Zoo in a larger map

Flächentechnisch hatte ich wesentlich weniger erwartet und wir waren in Summe 3 Stunden unterwegs und haben trotzdem nicht alles gesehen. Allerdings hatten wir auch drei kleine Kinder dabei 😉

25167 weisshaariger Affe
25179 Tiger
25184 Rücken Löwe
25064 Flamingo
25103 Braunbär

Der Zoo bietet die üblichen Verdächtigen, wie Elefanten (die wir nicht sahen), Giraffen, Löwen, Tiger, Affen jedweder Art, Braunbär, Vögel, Wölfe, Flamingos, Alligator, Krokodil, Nashörner und in Saudi dürfen natürlich auch die Kamele nicht fehlen 😉

25133 Zug

Die Anlage des Zoos ist recht schön und entsprechend findet man viele picknickende Familien vor. Es gibt einen dieser typischen Besucher-Züge, mit denen man sich einmal durch den Zoo fahren lassen kann. Zudem bietet sie ziemlich viele Schattenplätze, um den hiesigen Klimagegebenheiten Rechnung zu tragen. Fast vor jedem Käfig oder Gehege finden sich bewachsene Holzkonstruktionen um Schatten zu spenden.

25124 Schatten suchen

Wir waren nach den drei Stunden natürlich trotzdem ordentlich durchgeschwitzt und das am 1. November. Wenn ich so dran denke, wie die Tiere in den Gehegen vielfach jedes kleine Fitzelchen Schatten gesucht haben, frage ich mich wie das mit den Tieren im Hochsommer läuft.

Die Saudi typische Geschlechtertrennung läuft wie bei solchen Anlagen üblich durch unterschiedliche Männer-, Frauen- und Familien-Tage ab. Schade dass selbiges nicht auch für Kinos umgesetzt wird.

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Meinen an sich recht positiven Eindruck trübte allerings, dass wir anscheinend eine tote Hyäne in ihrem Käfig sahen. Sie lag auf dem Rücken und durch das 430er Zoom-Objektiv war auch keine Atmung zu erkennen. Ich hoffe wir haben uns da einfach geirrt…

Fazit

Grundsätzlich bin ich mit einem positiven Gefühl aus dem Zoo raus, aber vermutlich werden wir den Zoo nicht nochmal besuchen. V.a. weil es einfach ein normaler Zoo ohne besondere Attraktionen ist und zum anderen weil ich mich nicht zu 100% sicher bin, ob die Haltung der Tiere soweit in Ordnung ist. Ich würde aber dennoch von einem Besuch nicht abraten. Einen Besuch sollte er wert sein. Und ja das könnte man als ziemlich uneindeutiges Fazit verstehen 😉


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Run together Riyadh

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Als ich 2008 mit dem Joggen begann hatte ich seitdem immer mal wieder auch daran gedacht an einem öffentlichen Lauf teilzunehmen. in Deutschland waren das aber meist direkt Halb-Marathon Strecken. Ein ziemlich fernes Ziel für jemand der Joggen oder das Laufband oftmals nur zum Aufwärmen nutzt.

Im September hing dann aber ein Hinweis auf den „Run together Riyadh 2011“ hier im Compound am schwarzen Brett. Fünf Kilometer für einen guten Zweck, nämlich die Krebs-Forschung UK, da war die Entscheidung schnell gefallen.

Run together Riyadh 2011

Am 2. Dezember war es dann soweit. Im Salwa Garden Village angekommen und die Sicherheitsvorkehrungen des Compounds hinter uns gelassen, hieß es anmelden und „Ausstattung“ in Form von gesponsertem Polo-Shirt in Empfang nehmen. Auf der Hinfahrt hatten wir noch gewitzelt, dass es womöglich nur rund 30 Leute wären, die laufen würden. Die Befürchtung war aber schnell zerschlagen und ich sah über 330 Startnummern mit entsprechend vielen Begleitpersonen 😉

Dazu zählten auch zahlreiche „Maskottchen“ wie das rennende Kamel oder eine Art „Tour de France“-Teufel 😉

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Wir bereiteten uns also vor. Kurz vor Start gab es seitens der Veranstalter noch ein kleines Willkommen mit Verweis auf die Sponsoren, durch deren Engagement es später noch ein Barbeque für alle Anwesenden gab.

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Dann ging es auch schon los. Die Läufer starteten vorne und die, die gehen wollten logischerweise eher hinten 😉 Dazu zählten auch zahlreiche Familien mit Kinderwägen.

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Die Strecke sah zwei Runden vor und führte quer durch das Compound. Dabei gab es auf der Hälfte der Runde eine Wasserstelle. Es wurden 0,6l Wasserflaschen ausgegeben. Und das ist auch das einzige was ich kritisieren würde. Es war doch umständlich während des Laufens die Falschen zu öffnen und v.a. zu versuchen aus der Flasche zu trinken. Abgesehen davon war es natürlich top, dass überhaupt Wasserstellen eingerichtet wurden!

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Neben den Maskottchen hatten wir sogar ein „Begleit-Motorrad“ und v.a. ärztliche Versorgung, die aber, nachdem was ich mitbekam, niemand brauchte.

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Mein Ergebnis

Vor dem Run together, hatte ich nur einmal im Compound-Fitness-Studio den vollständigen Lauf von 5km simuliert. Das lief mit rund 31 Minuten ganz gut, aber da hatte ich auch die Anzeige meiner Geschwindigkeit. Mangels Pulsuhr oder Schrittzähler fehlte mir das draußen. Entsprechend lief ich zu schnell und war nach der Hälfte mit rund 12 Minuten schon ziemlich fertig. Auf der zweiten Runde musste ich dann 3x kurz gehend unterbrechen, konnte den Lauf dann aber mit rund 29 Minuten abschließen und war dann aber erstmal nur platt 😉

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Jeder bekam im Ziel eine Tüte mit einer Basecap und natürlich eine Medaille 😉 Dann ging es zum, vom Sheraton-Hotel gesponserten Barbecue, bei dem auch richtige Preise für die Besten vergeben wurden. Zudem konnte man Raffle-Tickes, also Lose kaufen, um der Krebsforschung noch mehr gutes zu tun.

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Insgesamt war es ein super organisiertes Event und tolle Athmosphäre. Diesbezüglich noch ein großes Lob an Laura, die das organisiert hat. Dazu noch das perfekte Wetter, welches bei mir und Susanne auch in einem kleinen Sonnenbrand mündete.
Und trotz meiner latent vorhandenen Erkältung ein erfolgreich abgeschlossener Lauf.

Im Februar wird es wieder einen Lauf im Salwa Compound geben. Dann einen Halb-Marathon oder einen 3,5km Lauf. Ich denke da werden wir wieder dabei sein. Allerdings wohl eher nicht in der Halb-Marathon-Distanz 😉


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Vor der Oase festgefahren

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Irgendwann muss es offenbar jedem Mal passieren: sich im Wüstensand festfahren.

Wir waren auf dem Weg zu einer Oase nord-östlich von Riyadh und laut Routenanweisung wäre nicht mal ein Allradfahrzeug notwendig gewesen. Die Anweisung endete mit dem Hinweis „nehmen sie eine der vielen Tracks hin zur Oase“. Dass mit Tracks schlichte Trampelpfade abseits der Straße hin zur Oase gemeint waren, verwunderte mich im Hinblick auf den Hinweis zum Allradfahrzeug noch mehr.

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Ich wählte dann den Weg durch das Wadi, was sich zu Beginn als die bessere Wahl und zum Ende als die schlechtere Wahl herausstellte. Einmal die falsche Spur gewählt und es war passiert. Dabei hatte ich auf den ersten Blick sogar recht festen Untergrund unter den Reifen des X-Trail. Auf den zweiten Blick oder auch auf den Druck und die Rotation der Reifen hin, löste sich das Feste schlagartig in sandigsten Untergrund auf.

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Nach ein paar Versuchen den Wagen durch schieben nach hinten oder vorne auf besseren Untergrund zu befördern, verschärften wir die Versuche den Grip auf die Reifen zu erhöhen und balancierten auf dem Dach, während Susanne versuchte den Wagen aus dem Sand zu bewegen. Keine Chance. Schlussendlich war das Rad vorne links rund 20cm eingegraben und hinten rechts hing entsprechend 20 cm in der Luft.

Natürlich hatten wir kein Abschleppseil (außer einem ohne Haken, wie wir später feststellten) und somit ging es mit dem nicht festgefahrenen Wagen des Kollegen erstmal zurück zur Straße. Eine Tanke war glücklicherweise direkt gegenüber. Den Männern an der Tankstelle aber zu erklären, dass ich entweder ein Abschleppseil oder einen starken Wagen mit Winde benötige, stellte sich mangels arabisch auf der einen und englisch auf der anderen Seite als ziemlich umständlich heraus.

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Abschleppseile waren dann aber doch zu ergattern und der Wagen konnte auch direkt beim ersten Versuch rausgeschleppt werden.

Die Oase konnten wir dann mangels Zugang nicht mal mehr besuchen und sind nach einer kurzen Pause an einem schattigeren Plätzchen inklusive Kamelen, unverrichteter Dinge wieder nach Riyadh abgezogen 😉

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In Zukunft sind wir also mit Abschleppseilen ausgestattet und ohne würde ich auch nicht mehr losziehen…


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Abu Dhabi

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Wie auch für Dubai hatten wir wir uns relativ spontan für ein verlängertes Wochenende in Abu Dhabi entschieden. Mal wieder raus aus dem Alltag und so 😉

Montag Nachmittags ging es also mit Saudia von Riyadh nach Abu Dhabi International Airport.
Bei der Ankunft fand ich dann schonmal den kuppelartigen Ankunfts- und Abflugsbereich des Flughafen sehr interessant. Mit einer flachen Kuppel und vielfach weiß gekachelt, wirkte das schon sehr anders als die üblichen modernen Stahl- und Glasbauten anderer Flughäfen.

Den Flughafen verlassend erwischte uns direkt das gänzlich schwüle Klima, was wir so in Riyadh nicht haben. Wenige Minuten und ich war ziemlich verschwitzt. Also schnell in ein Taxi bzw. den Limosinen-Service.

Es dauerte dann rund 20 Minuten und wir waren im Zentrum von Abu Dhabi und unserem Paragon Hotel angekommen. Aufgrund der Hektik beim Aussteigen vergaß ich dann zum ersten Mal überhaupt mein Handy. Wir waren schon im Hotel am Einchecken, als es mir auffiel, aber das Taxi war schon weg. Natürlich hatten wir keine Quitting und wussten auch keinen Firmen-Namen. Ich konnte also nur darauf hoffen, dass der Fahrer auf das klingelnde Gerät reagiert oder sich erinnert, wer im Auto saß und wo er die Gäste abgeliefert hatte. Ahso und Ehrlichkeit natürlich 😉

Wir suchten dann aber unser Zimmer auf und machten uns noch auf einen spätnachmittag- bzw. abendlichen Spaziergang durch Abu Dhabi auf. Zuerst in die falsche Richtung und wieder einmal bestaunt von asiatischen Anwohnern fanden wir dann doch noch die sog. Corniche, also die Küstenstraße. Allerdings auf der falschen Seite von einer Stadtautobahn und somit ohne Zugang zum Meer. Wir trafen zwar noch auf eine Unterführung, ob des Hungers, der Müdigkeit und der Uhrzeit ging es dann aber doch in Richtung Hotel zurück.

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Unterwegs stießen wir zufällig auf ein Hotel mit angeschlossenem Steak-Haus, was einladend wirkte und wo wir unser Abendessen zu uns nahmen. Reichhaltiges Buffet, Salate, schweizer Steak usw. usf. 🙂

Dienstag

Am nächsten Tag im Hotel gab es dann unerwartet nur Frühstück alá Carte und kein Buffet. Abgesehen davon sollten wir über die nächsten Tage fast die einzigen sein, die dort aßen. Da es nur die üblichen Continental, Englisch etc Frühstücke gab auch nicht weiter verwunderlich.

Relativ spät kamen wir dann zu einer der zahlreichen Malls, wie in Abu Dhabi üblich per Taxi. Diese sehen immer gleich aus (silbern und meist Toyota Camrys) und v.a. haben fixe Preise pro Kilometer. In unseren Tagen in Abu Dhabi hatten wir auch nie den Eindruck übers Ohr gehauen zu werden und wurden immer auf dem kürzesten Weg zum Ziel gebracht.

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Die Mall, nämlich die Marina Mall, würde ich als die beliebteste Mall ansehen. Zu finden ist dort zum Beispiel eine Eisbahn zum Schlittschuh laufen oder auch eine Indoor-Skipiste.

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Letztere war bei unserem Besuch aber geschlossen. Nach Mittagspizza und Schlendern in der Mall, ging es weiter mit der Planung uns ein Ticket für die Big Bus Tour Abu Dhabi zu besorgen und auf diesem Wege einen Überblick über die gesamte Umgebung zu bekommen. Mit Big Bus hatten wir in Dubai ja bereits sehr gute Erfahrungen gemacht und auch dieses Mal kann ich schon vorweg nehmen, dass Big Bus Abu Dhabi ebenfalls empfehlenswert ist. Zum einen natürlich weil man jederzeit ein- und aussteigen kann, also weiterhin flexibel ist, zum anderen weil auch die Route für Abu Dhabi so ziemlich an allem relevanten vorbeifährt oder anhält.

Wir fuhren also eine erste Runde mit dem großen roten Bus durch Abu Dhabi. Ausnahmsweise war diesmal die Kamera leider nicht so vorbereitet wie sie es sein sollte und der Akku versagte nach den ersten Kilometern den Dienst. Von der auf einer Halbinsel liegenden, Marina Mall bis zum ziemlich direkt daneben liegenden Emirates Palace Hotel (noch immer das teuerste Hotel der Welt) hielt der Akku noch und dann war es aus.

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Wie gut, dass wir so oder so eine zweite Runde geplant hatten. Es ging also zum ersten Mal vom Emirates Palace durch die Wohngebietsausläufer Abu Dhabis bis hin zu Shaik Zayed Moschee (die dritt größte Moschee, nach den beiden heiligen Moscheen hier in Saudi und auch bekannt als die weiße Moschee) und wieder zurück zur Stadt, an der Corniche entlang wieder zur Marina Mall.

Mit diesem Eindruck von Abu Dhabi ging es mittels Taxi wieder ins Hotel und kurz drauf zu einer weiteren Mall, der Abu Dhabi Mall, die mehr im Zentrum der Stadt liegt. Die Mall hatten wir auf der ersten Bus-Runde gesehen und uns im Hotel für einen Kino-Besuch entschieden. Schon verrückt, was man im Urlaub macht, wenn man zu Hause kein Kino besuchen kann 😉
Zu sehen gab es Fast Five, nach einem sehr nährreichen Subway-Abendessen…

Mittwoch

Für den nächsten Tag hatten wir uns einen „Besuch“ der Ferrari World überlegt. Im nachhinein würde ich jedem davon abraten hinzufahren, sollte man nicht auch vorhaben, den Park zu besuchen. Die Fahrt mit dem speziellen Shuttle-Bus von Big Bus nach Yas-Island dauerte rund eine Stunde und führt ziemlich aus Abu Dhabi raus. Allzuviel gibt es auf der Fahrt dann auch nicht zu sehen. Bei Ferrari World selbst dann, kann man dann außer dem auffälligen Riesendach auch nichts sehen. Daher wirklich nur hinfahren, wenn man auch reingehen will, ansonsten lohnt sich der zeitliche Aufwand nicht. Wir hatten zudem auch nicht vor einen kompletten Tag, den man in jedem Fall einrechnen soll, für Ferrari World zu investieren. So haben wir also das beeindruckende Dach von Ferrari World gesehen, sowie einige Hotels und den Abu Dhabi F1 Circuit. Dafür hat sich die Fahrt aber eher nicht gelohnt.

Zurück an der Abu Dhabi Mall ging es erneut mit dem großen roten zur Marina Mall und nach einem erneuten gehaltvollen Mittagessen in Form von Bagels stand die ausführliche Tour mit Big Bus an. Vom Vortag her hatten wir uns entschieden die Sheik Zayed Moschee zu besuchen. Als eine der wenigen Moscheen im mittleren Osten, die auch nicht-Muslime besuchen dürfen, ist durch den langjährigen Herrscher von Abu Dhabi erbaut worden und trägt auch dessen Namen.

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Als Gesamteindruck würde ich sagen, sie ist sehr weiß. Das soll jetzt kein Scherz sein. Die komplette Moschee ist aus weißem Stein und Marmor gebaut und das zusammen mit dem vielen Sonnenlicht, ist durchaus anstrengend weiß für die Augen. Natürlich ist das Gebäude auf Grund seiner schieren Größe ebenfalls sehr beeindruckend. Wir mussten etwas warten, um den Innenraum betreten zu können, da wir pünktlich zum Gebet an der Moschee angekommen waren.

Der Gebetsraum bietet einigen Tausend Gläubigen gleichzeitig Platz und ist mit einem einzigen, riesigen Teppich ausgelegt, den 1200 Iranerinnen in zwei Jahren Arbeit geknüpft haben. Sicherleich beeindruckend, auch wenn ich mir diesen Teppich nicht zu Hause hinlegen würde 😉

Mit dem Bus eine Stunde später ging es zurück zur Abu Dhabi Mall, nur um von dort wieder mit dem Taxi ins Hotel zu fahren. Scheinbar war dieser Tag doch anstrengender als gedacht, denn bis aufs Abendessen haben wir nicht mehr geschafft und sind schlicht nur todmüde ins Bett gefallen.

Donnerstag

Nächsten Tags schauten wir uns zunächst die direkt neben dem Paragon Hotel liegende Madina Zayed Shopping Mall an. Zu m ersten mal habe ich hier eine Wendeltreppenrolltreppe gesehen. Und das obwohl die Mall ihre beste Zeit längst hinter sich hat.

Von hier ging es wieder mal zur Marina Mall, wo wir uns einen frozen Joghurt gönnten. Diese Stärkung war auch ziemlich sinnvoll, da wir auf die glorreiche Idee kamen, von der Mall zum nahegelegenen Heritage Village zu laufen. Auf der Karte sind das rund 700 Meter. Es fühlte sich aber vielmehr, wie eine ganztägige Wanderung durch den tropischen Regenwald. Kurzum, wir hatten uns hinsichtlich der klimatischen Verhältnisse etwas verschätzt und kamen entsprechend verschwitzt und fertig am Heritage Village an. Selbiges ist im Grunde sehr ähnlich zum Heritage Village in Dubai. Es wird die lokale Herkunft und v.a. die Familie des Herrschers von Abu Dhabi vorgestellt. Da Dubai und Abu Dhabi nahe bei einander liegen, ergibt sich zwangsläufig, dass man viele Paralleln feststellt.

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Als wir genug geschwitzt hatten, schnappten wir uns, (na, wer erräts? … genau) ein Taxi 😉 Jemand anderes hatte es bestellt und ehe wir uns versahen wurde uns auf der Fahrt klargemacht, dass wir die Anfahrt mit bezahlen müssten.

Zurück im Hotel hieß es frisch machen und wieder zur Marina Mall. Big Bus hatten in ihrem Ticket einen Gutschein für einen Besuch des Marina Towers und den wollten wir doch nutzen. Außerdem kamen wir auf die Idee, nochmal ins Kino zu gehen. Nach dem Turm ging es also in Kung Fu Panda 2 und das in 3D 😉
Für unseren letzten Abend hatten wir uns dann das Tiara Restaurant im Turm ausgesucht. Ein feines Restaurant und dazu mit einer vollständigen Rotation des Turmes innerhalb einer Stunde. Wir konnten also einen Blick auf das Emirates Palace bei Nacht werfen, aber auch raus aufs Meer sehen.
Wir wurden dann noch zum Ausklang des Abends von Bekannten, die in Abu Dhabi leb(t)en abgeholt und schlürften ein paar Cocktails im Hilton Beach Club. Auch so eine angenehme Sache, die es in dieser Art in Riyadh nicht gibt.

Freitag
Für den nächsten Tag stand dann auch schon wieder der Rückflug an. Und ich hatte vor am Flughafen bei den Taxi-Ständen herum zu fragen, ob jemand zufällig mein Handy gefunden hatte. Das war aber leider nicht von Erfolg gekrönt. Ich gehe leider davon aus, dass das Milestone einfach zu lukrativ zum Verkaufen war, aber immerhin gaben sich die ganzen Koordinator der Taxis sichtlich Mühe den Fahrer von Montags ausfindig zu machen. Und wir kamen sogar in ein Gespräch, warum die Westler eher keine Bauch hätten im Vergleich zu ihnen. Dass wir eher nicht täglich Reis essen, war für sie z.B. sehr verwunderlich. Vom guten deutschen Bier hatten sie aber auch schon gehört 😉

Durch eine Verplanung meinerseits mussten wir dann noch eine Stunde länger auf unseren Abflug warten. Ich hatte vergessen, dass Abu Dhabi ja noch eine Stunde weiter ist im Vergleich zu Saudi. Sowas lässt sich ja aber verschmerzen 🙂

Fazit zu Abu Dhabi
Klimatisch genauso anspruchsvoll wie Dubai, also schwül und für mich reichte es aus dem Flughafen zu kommen und nach wenigen Minuten klatschnass sein.
Taxis sind DAS Fortbewegungsmittel in Abu Dhabi, wenn man kein eigenes Auto hat. Sie sind ohne zu zögern benutzbar und haben teilweise eine ziemlich flotte Fahrweisen, aber immer gleiche Preise und wir haben keine Versuche festgestellt, übers Ohr gehauen zu werden.
Abu Dhabi selbst, ist eine moderne Stadt in der sehr viel getan und gebaut wird, allerdings in einer Art, die Sinnhaftigkeit vermittelt. Im Gegensatz zu Dubai.
Die Fußwege, die es zum einen überhaupt gibt, werden trotz des Klimas auch genutzt, was wiederrum irgendwie Leben vermittelt. Die vielen verschiedenen Eindrücke die man erhält vermittelten mir das Gefühl mich in einer gelungenen Mischung aus westlicher und arabischer Welt zu befinden. Im wahrsten Sinne des Wortes also Multikulti.
Außerdem war es auch mal wieder schön, nicht an jeder Ecke irgendwelche Geröllhaufen zu sehen.
Noch ein kleiner Hinweis zum Paragon Hotel. Wir hatten es über Booking.com gebucht und hatten Free Internet. Das galt bei uns nur in Verbindung mit booking.com. Wir mussten also nach wie vor nach den Zugangsdaten fragen, erhielten diese zeitabhängig gültigen dann aber kostenlos, da über booking gebucht.

So auch wenn der Artikel ordentlich verspätet online ging, hoffe ich er konnte einen kleinen Eindruck vermitteln. Bisher würde ich Abu Dhabi definitiv als am lebenswertesten, im Vergleich zu Dubai oder Riyadh beschreiben. Wobei z.B. noch der Vergleich zu Qatar oder auch dem Oman fehlt. Ob wir das in unserer Zeit hier aber noch bereisen, ist schwer einzuschätzen.


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Touristisches Programm mit unseren Eltern in Riyadh

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Unsere Eltern waren für 9 Tage hier und natürlich haben wir ihnen die meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt gezeigt.
Am Donnerstag ging es für sie in Frankfurt los, über Istanbul landeten sie hier in Riad um halb 2. Dank der Flughafenbetreuung war die Einreise schnell erledigt und die längste Wartezeit war das Warten auf die Koffer.
Nach einem kurzen Rundgang durch unsere ausgedehnten Räumlichkeiten war es gegen 3 Uhr dann Zeit fürs Bett.

Den Freitag begannen wir mit einem gemütlichen Frühstück. Im Anschluss fuhren wir quer durch die Stadt und zeigten, was diese Stadt zu bieten hat. Neben den vielen modernen Hochhäusern, oder auch den Gebäuden der Detasad, auch alte Lehmhütten. Ebenso gab es einen Rundgang durch das Najd Compound und ein Essen im Restaurant. Noch platt von der kurzen Nacht war uns das für den Anfang Programm genug.

Am Samstag hatten wir den einzigen festen Termin der Woche. Wir fuhren zur Schule und genossen die Ferienruhe dort. 🙂
Gegen 16 Uhr brachen wir erneut aus dem Compound auf. Diesmal wollten wir die Mumlaka Mall und den Kingdom Tower besichtigen. Natürlich fuhren wir Frauen auch in die Woman Section. Hier waren wir etwas enttäuscht, da sich das Angebot im Großen und Ganzen nicht unterscheidet von der restlichen Mall. Dafür gibt es einen Aufzug, in dem nur Frauen mitfahren dürfen. Außerdem arbeiten dort oben nur Frauen. Bezeichnend finde ich die Aufforderung den Gesichtsschleier abzulegen um zu überprüfen, dass auch wirklich nur Frauen das Obergeschoss betreten.

Danach fuhren wir auf die Aussichtsplattform des Kingdom Towsers hoch. Diese liegt im 99. Stock. Immer wieder erstaunlich sind die Ausmaße der Stadt. Für uns ist das nach einem Jahr nun Alltag, das Wissen, mindestens eine Fahrtzeit von 30 Minuten zu haben. Es zu sehen steht, gerade für Besucher, auf einem ganz anderen Blatt. Wir verbrachten lange Zeit dort, beobachteten die Dämmerung, die herein brach, um mit einem Schlag im Dunklen zu stehen.

Zum Abendessen fuhren wir zu einem Libanesen, in der Al Amir Mohammad Bin Abdul Aziz Street. Es war sehr lecker und sehr, sehr viel.

Sonntags gab es eine kleine Verschnaufspause. Wir verbrachten den Morgen am Pool, nur um festzustellen, dass am Morgen gechlort wurde und das Schwimmen zu vermeiden ist.
Am Nachmittag entschieden wir uns zum Janadriah Festival zu fahren. Es findet einmal jährlich statt. Neben den Ministerien stellen auch die Provinzen des Landes in einem Pavillon aus. Daneben gibt es auch ein Gastland. Die Gäste aus Japan, führten traditionelle Kampfkunst vor.

Wir probierten Honig aus der nördlichen Provinz, biologisch angebaute saudische Datteln, bekamen Weizenmehl und -schrot geschenkt. Wir bewunderten die Handwerkskunst der Korbflechter, beobachteten die Herstellung eines Gewandes für den König und wurden darauf aufmerksam gemacht, dass es auch eine arabische Blindenschrift gibt.

Immer wieder kreuzten Tänzer unseren Weg. Einmal die Säbeltänzer und hier die Schwerttänzer.

Vielfach wurden wir Frauen angesprochen und um ein Foto gebeten. Natürlich von Frauen. Aber auch die Männer waren nicht gefeit. Nur wurden sie heimlich fotografiert. Generell wurden wir fast aufgefordert zu fotografieren.

Noch nie habe ich so viele Muttawas an einem Ort gesehen. So war es fast selbstverständlich, dass wir das Kopftuch aufbehielten, nachdem wir am Eingang dazu aufgefordert wurden.

Am Montag fuhren wir spät, nach einem ausgedehnten Frühstück auf den Second-Hand-Souq. Neben einer Mitbring-Abaya besorgten wir des Spaßes halber noch Gesichtsschleier. Für uns fanden wir eine alte Kaffeekanne mit saudischem Wappen.

Nachmittags besuchten wir das National Museum. Wir brauchten rund zwei Stunden, um uns die Lebensräume Saudi-Arabiens, die Entwicklung der Menschheit und die Exponate der ersten beiden saudischen Staaten anzuschauen. Natürlich gibt es auch Ausstellungsraum für Mohammed und viel Platz für Bilder des Königs Abdullah.
Die Öffnungszeiten sind etwas kompliziert. Zumindest entdecke ich kein System hinter den Tagen für Frauen, Männer und Familien…

Auch Dienstags gaben wir uns nochmal Kultur. Wir besichtigten das Masmak Fort. Das Fort spielte eine wichtige Rolle für King Abdul Aziz, der den dritten saudischen Staat gründete. So gibt es dort auch hauptsächlich die Waffen und sonstige Gegenstände zu sehen, die bei der Einname des Forts benutzt wurden.
Außerdem hängen Fotografien von Riad von vor 100 Jahren aus. Beeindruckend zu sehen, wie sich diese Stadt gewandelt hat!
Als Bonus durften wir noch die Moschee des Forts betreten. Eigentlich ist es hier in Saudi Nichtmuslimen nicht gestattet eine Moschee zu betreten.

So wurde uns auch direkt der Zugang zum Innenhof der großen Moschee verwehrt. Statt dessen umrundeten wir das Gelände, schlenderten am Uhrenturm vorbei über den Deera-Souq. Endlich fand ich auch Karkadeh, Hibiskusblütentee.

Die letzten Tage wollten wir entspannt angehen. Mittwochs fuhren wir am Abend ins DQ, um spazieren zu gehen. Leider hatten wir uns vorher nicht nach einer geeigneten Stelle erkundigt, die auch mit Rollator angenehm begehbar ist. Trotzdem genossen wir die halbwegs frische Luft und die vielen Vögel die uns umschwirrten. Vom DQ ging es statt auf direktem Wege noch zu Mama Noura, einem der bekannteren Läden, um Essen zum Mitnehmen zu bekommen. Mit 9 Falafeln und 7 Schawarmas hatten wir dann aber für 5 Personen doch etwas zu viel eingekauft 😉

Für Donnerstag hatten wir lange kein Programm, nachdem wir die vergangenen Tage alle Punkte abgearbeitet hatten.
So freuten wir uns über den Vorschlag eines Kollegen gemeinsam zu einem Kamelrennen zu fahren. Leider hatten wir nur unzureichende Angaben über die Örtlichkeiten, so dass wir zwar Kamele fanden, aber kein Rennen. Statt dessen fanden wir viele Autos, die zum Janadriah Festival wollten und uns mal wieder einen Stau bescherten.

Am Abend gingen wir noch in ein arabisches Restaurant. Arabisch, mit allem Drum und Dran. Die arabische Speisekarte übersetzte mir ein Kollege am Telefon, meine Mutter erinnerte sich an ihre Arabischkenntnisse, um zu bestellen und wir freuten uns über die Kissen und die Plastikfolie auf dem Boden. Das Essen war super lecker! Ein kleiner Wermutstropfen war am Ende keinen Kaffee bestellen zu können. Nach einer Stunde wurde das Knien aber auch langsam beschwerlich, so dass wir doch auch froh waren, aufstehen zu können, die Knochen und den vollen Bauch zu bewegen.

Nun hatten wir zwar Wüste im Vorbeifahren gesehen, aber es fehlte natürlich noch eine Fahrt hindurch. Dies hatten wir für Freitag ausgewählt.

Früh um 8 starteten wir. Richtung Südwesten am DQ vorbei, verließen Riad und fuhren das Escarpment runter. Wendeten und fuhren wieder hoch. Die erste Station war der Cameltray 1, man hat einen netten Blick über das Escarpment, das Hochplateau auf dem Riad liegt.

Danach fuhren wir in die Ausläufer der roten Sandwüste. Die Stelle, die wir anpeilten liegt am Ende eines Wadis, es gibt einen schattenspendenden Baum unter dem wir grillten.
Nach dem Mittagessen brachen wir direkt wieder auf, um der schlimmsten Mittagshitze zu entfliehen.

Damit endete auch schon der Urlaub für uns. Samstag hieß es wieder Schule, bzw Firma. Beide hatten wir uns den Nachmittag freigehalten um die letzten Mitbringsel zu besorgen.

Bevor wir uns um halb 12 auf den Weg zum Flughafen machten, ließen wir es uns noch im Compoundrestaurant schmecken.

Hier noch eine Übersicht über die Orte auf einer Google Map:

Eltern Urlaub auf einer größeren Karte anzeigen

Zu den einzelnen Erlebnissen kommen die Tage dann noch die entsprechenden Bilder online 🙂


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