Lenovo Bestell-Erfahrungen

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Wie auch für mich, sollte es für Susanne nach fünf Jahren ein neues Notebook geben. Sie wollte allerdings nicht wechseln. Da wir beide für fünf Jahre Thinkpads hatten und qualitativ sehr überzeugt von ihnen waren, wollte es auch wieder ein Thinkpad sein.

Die bei Amazon bestellbaren gab es aber natürlich nur in Standard-Ausführung. Das gilt zum Beispiel auch für notebooks-billiger.de, weswegen es auf eine Konfiguration im Lenovo Shop hinauslief. Dabei sollte es folgende Spezifikationen erfüllen:

  • soviel Speicher wie möglich (8GB waren die Grenze des möglichen)
  • Mittel-Klasse CPU mit dem i5 (i7 nicht benötigt)
  • kleine SSD, für einen Alltags-Rechner würde nicht mehr ohne arbeiten wollen.
  • eingebaute Webcam
  • hintergrundbeleuchtete Tastatur
  • bestenfalls auch ohne Windows Lizenz, was aber nicht (mehr) möglich ist.

Bestellung

Für die anstehende Ausfuhr und die Mehrwertsteuererstattung wollten wir auf Nummer sicher gehen und unsere saudische Adresse als Rechnungsadresse angeben. Dazu natürlich eine Lieferadresse in Deutschland. Gerne hätten wir mit Kreditkarte bezahlt, was im Shop aber ohne Begründung abgelehnt wurde.

Anschließend versuchte ich es mit der Bezahlung per Paypal und Kreditkarte. Wurde ebenfalls abgelehnt. Genau wie Paypal und Bankeinzug. Es dämmerte mir langsam, dass da was nicht stimmte. Da selbst die Auswahl Banküberweisung (also ohne Paypal) nicht akzeptiert wurde, ging ich von einem Fehler oder technischen Problem im Bestellsystem. Um ehrlich zu sein hatte es mich auch schon gewundert, dass Lenovo auf einen Dienstleister (Digital River) setzt und den Shop nicht selbst betreibt.

Nach ein paar weiteren Versuchen, wurde schließlich eine Bestellung mit Bankeinzug akzeptiert.

Parallel hatte ich Kontakt mit dem Bestellsupport hergestellt, da ihrerseits eine Mail geschickt worden war, dass eine Bestellung ohne Geldeingang innerhalb von 3 Tagen storniert worden sei. Wie bitte?! Die Bestellungen waren allesamt vor dem Punkt der Bezahlungsauthorisierung abgelehnt worden…

Stornierungen

Kurz nach der erfolgreichen Bestellunge meldete Lenovo sich erneut. Die Bestellung sei nicht angenommen worden da die beiden Adressen in unterschiedlichen Ländern wären. Lustigerweise ist das eigentlich nicht möglich, da das Bestellformular im Länder-Dropdown nur Deutschland anbietet. Ich hatte lediglich bei der Stadt „/ SA“ angehangen und glaube nicht, dass der automatische Bestellprozess dass tatsächlich als anderes land erkannt hat.

Ich antwortete, dass ich jetzt eine erfolgreiche Bestellung eingetütet hätte und überweisen solle. Mir wurde mitgeteilt ich solle lieber nicht überweisen, da die Bezahlung vermutlich nicht akzeptiert würde – die Adresse sei schließlich eine P.O. Box in Saudi-Arabien.

Da es unbedingt ein Thinkpad sein sollte, zähneknirschend eine Bestellung mit deutscher Rechnungsadresse und Überweisung aufgeben wollen. Schon bei der Konfiguration oben angegebener Spezifikationen gesehen, dass das Gerät jetzt 120.- EUR teurer sein soll.

Unflexibilität

Entsprechend stellte ich eine Rückfrage an Lenovo, dass sie bitte die Rechnungsadresse der aktuell noch vorhandenen Bestellung bitte ändern sollen, damit ich diese überweisen kann, da ich nicht einverstanden damit wäre Mehrkosten in Kauf zu nehmen, die durch Fehler im Bestellsystem zu Stande gekommen wären.

Nach einigem hin und her inklusive Telefonat mit der Hotline wurde mir explizit bestätigt, dass eine Änderung der alten Bestellung nicht möglich sei und ich tatsächlich mehr bezahlen müsse. Es wurde auch explizit gesagt, dass man auch auf den Umsatz verzichte, wenn ich die Bestellung nicht erneut aufgäbe. Mir ist zwar bewusst, dass ein Unternehmen wie Lenovo auf einen einzelnen Privat-Kauf nicht angewiesen ist, aber diese Unflexibilität in den Prozessen fand ich dann doch erstaunlich.

Da das Thinkpad ein expliziter Wunsch war, wurde in den sauren Apfel gebissen und die Lieferung erfolgte dann noch gut rechtzeitig vor unserer Abreise.

Verweigerte Mehrwertsteuererstattung

Die böse Überraschung erfolgte dann nach unserer Heimkehr durch eine Rückmeldung seitens Lenovo. Zuerst konnten sie mit der Ausfuhrbestätigung des Zolls nichts anfangen und mussten das intern klären. Abschließend wurde dann erklärt, dass der Online-Shop sich ausschließlich an Deutschland richte und daher eine Erstattung der Steuer nicht möglich sei. Logischerweise hat man keinen Anspruch auf die Erstattung durch den Händler. Es ist nur eine Kulanz-Leistung, aber enttäuschend ist es dann doch, wenn ein Händler eine so einfache Möglichkeit auslässt einem Kunden einen finanziellen Vorteil zu verschaffen.

Lenovo hat sich also weder durch Flexibilität bei der Bestellung, noch bei der Behandlung nach der Bestellung ausgezeichnet. Ich hoffe nur, dass das Thinkpad wieder den gewohnt hohen Qualitätsstandard hat und es wieder fünf Jahre hält. Das wäre zumindest eine kleine Wiedergutmachung.


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Gartenschlauchgewohnheiten

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Die Gewohnheiten von Menschen sind faszinierend. Und vor allem schwer vorher zusagen.

Wir kauften vor einigen Tagen eine dieser Gartenschlauch-Düsen. Primär, um das Wasserspielen des Nachwuchs auf der Terrasse leichter kontrollieren zu können. Wir wollten nicht immer ums Haus herum rennen müssen, um das Wasser an- und abzustellen. Abgesehen davon hat so eine Düse natürlich unterschiedlichste Spritzmethoden, in unserem Fall ganze 10 unterschiedliche Modi. Für den Kleinen natürlich traumhaft 😉
Für ihn war die Düse also ein voller Erfolg und ich rechnete damit, dass auch unser Terrassen/Veranda/Auto-Putzmann sich freuen würde und durch die vielen Düseneinstellungen vielleicht einfacher arbeiten könnte.

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Ein paar Tage nach dem Kauf lag die Düse inklusive Schlauch-Verbindung vor dem Haus auf der Veranda und der Schlauch wieder ohne Düse auf dem Gehweg herum. Im ersten Moment dachte ich mir nicht viel, aber nach ein paar Tagen dasselbe Spiel. Die Düse hatten wir zwischenzeitlich wieder auf den Schlauch gesteckt, aber sie war wieder abgenommen worden.

Es ist offenbar so, dass unser Putzmann mit einer solchen Düse nichts anzufangen weiß. Wohlgemerkt, die Düse ist nicht kompliziert und er hat wohl auch andernorts schon eine Erklärung/Einführung in eine Düse bekommen (so man die denn bräuchte), aber er zieht es wohl vor, mit seiner Hand den Schlauch zu knicken und damit die Wasserstärke zu kontrollieren. Dass der Wasserspareffekt, den eine Gartenschlauchdüse mit sich bringt kein Argument ist, dürfte natürlich auch klar sein. Abgesehen davon frage ich mich, ob das spezifisch für Arbeiter von hier ist, oder ob man das auch in Europa finden würde. Vermutlich ist das einfach eine ganz individuelle Sache.

Wir machen also weiterhin das Spielchen, die Düse aufzustecken und er wird sie dann immer wieder abziehen. Und ich amüsiere mich darüber, wie ich mit meiner technikaffinen Einschätzung falsch lag, dass andere Vorteile für sich in Technik sehen und sich den Alltag damit erleichtern würden. Andererseits sind gewohnte Abläufe und Handgriffe ja auch nicht zu verachten 😉


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Zufälle oder laufend Dortmund gegen Bayern

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Mit dem DFB-Pokal-Finale 2012 das Dortmund überragend mit 5:2 gegen Bayern München Mitte letzten Jahres gewann begann es. Damit ergab sich bereits vor der letzten Bundesliga Saison eine erneute Bayern Dortmund Begegnung im Supercup 2012. Dortmund war Meister und Pokalsieger gewesen, weswegen der Supercup gegen den Vizemeister, die Bayern ausgespielt wurde.

Es folgten die üblichen Hin- und Rückspiele (welche beide unentschieden ausgingen) in der Bundesliga Saison 12/13. Der nächste Zufall brachte es, dass Bayern gegen Dortmund im DFB-Pokal Halbfinale 2013 spielten. Was die Bayern wie den Supercup auch, gewannen.

Das tolle Champions-League-Finale 2013 Dortmund gegen Bayern ging dann auch wieder an die Bayern. Am Samstag hat nun München noch das Pokal-Finale gegen Stuttgart. Wenn der FCB das ebenso gewinnt, haben sie nicht nur das Tripple, sondern eine weitere Partie gegen Dortmund. Das Spiel um den DFL-Supercup 2013 am 27.07.2013.

Kommt es zu diesem Spiel, wird das aber nicht das erste Aufeinandertreffen der neuen Saison. Vielmehr spielen die beiden Teams bereits eine Woche zuvor am 20.07. im so genannten Telekom-Cup (hieß früher schonmal DFL-Ligapokal, Supercup oder auch Liga Total!) in der ersten Runde gegeneinander.

Danach folgt die übliche Bundesliga und wer weiß vielleicht will es der Zufall so, dass es auch im DFB-Pokal wieder zu einem Aufeinandertreffen kommt.

In Summe wären das im Falle des Bayern-Tripples allein acht Partien dieser beiden Mannschaften seit Ende der Saison 2011/2012.


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Von Viren und Überwachung in Saudi

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In der losen Folge an lokalen Nachrichten heute zwei Themen. Zum einen zu dem SARS-ähnlichen Corona-Virus, welches offenbar hauptsächlich im Osten von Saudi auftritt und zum anderen über die Überwachung von Whatsapp durch Mobily.

SARS-ähnlicher Corona Virus

Vorweg, ich bin mir nicht wirklich sicher, ob der Virus einen speziellen Namen hat und ob die Bezeichnung „SARS-ähnlicher Corona Virus“ korrekt ist. Falls sich da wer auskennt, bitte Rückmeldung geben. Seit ein paar Wochen machen Meldungen die Runde, dass es einen neuen Virus gibt, eben SARS-ähnlich, der inzwischen weltweit über 35 Leben kostete. Betroffen waren Menschen in Abu Dhabi, Dubai, Frankreich und eben Saudi Arabien mit über 20 Fällen. Davon welche in Jeddah, Dammam, Riyadh, aber hauptsächlich in der östlichen Region mit der Stadt Hofuf/Al Ahsa. Von Freitag bis gestern war dann auch die WHO hier im Land, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Ursprünglich ging man davon aus, dass die Übertragung nur von Tier zu Mensch möglich ist. Mittlerweile gibt es durch die zwei Fälle in Frankreich aber die Bestätigung, dass bei langem, räumlich engen Kontakt auch eine Übertragung zwischen Menschen möglich ist.

In Summe etwas beunruhigend, v.a. wenn man zeitgleich selbst eine Erkältung abbekommt 😉 Andererseits sind alle bisher tödlichen Fälle auf vorerkrankte oder sehr alte Menschen beschränkt gewesen. Also weder hinsichtlich Ansteckung noch hinsichtlich Verlauf ein wirklicher Grund zur Beunruhigung.

Überwachung von WhatsApp und co. durch Mobily

Nicht wirklich überraschend, aber die Bestätigung durch Mobily durch eine Anfrage bei einem bekannten Hacker zur Mithilfe beim Abfangen von WhatsApp Nachrichten zu sehen ist schon so ein Ding. Entsprechend ging das gestern natürlich auch schnell durch Twitter und co. Dass die Saudis (und vermutlich auch viele weitere Staaten) derartiges wollen oder sogar schon machen (man denke an die unbestätigte Vermutung einer Hintertür in Skype) war bisher öffentlich eben vermutet, aber nicht zu bestätigen gewesen. Interessant finde ich an diesem Artikel auch den beiläufigen Hinweis, dass Twitter, was die Technologie (bzw. Umsetzung) angeht offenbar sicherer ist als WhatsApp.

Der offenbar zuständige Manager bei Mobily hat nach dem Veröffentlichen der Korrespondenz indes jegliche öffentliche Informationen aus dem Netz genommen (z.B. sein LinkedIn Profil).

Ich gehe übrigens sehr davon aus, dass Mobily hier nur ein Beispiel ist und die STC, sowie alle anderen Provider ähnliches machen. Vermutlich sogar müssen, da die örtliche CITC (Regulierungsbehörde) das verlangt.

Wird also Zeit auch mobil eher auf Jabber als auf WhatsApp zu setzen.


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Kurze Existenz eines sinnlosen Bumps

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Etwa 1km Luftlinie von unserem Compound entfernt wird jetzt seit einiger Zeit an einer Moschee gebaut und langsam nimmt sie auch Formen an. Zuletzt wurde das Minarett hochgezogen und ich vermute mal, dass der Bau der Moschee relativ bald abgeschlossen sein wird.

Vielleicht damit zusammenhängend wurde vor ein paar Tagen ein Speed-Bump kurz vor der Moschee über die Straße gezogen. Die Straße ist vierspurig und vielfach sind die Autos mit rund 100 Sachen oder mehr auf Höhe der Moschee unterwegs, bevor sie zum Abbiegen oder an der Ampel bremsen. Daher machte an der Stelle ein Speed-Bump natürlich viel Sinn, um sicherzustellen, dass Personen rund um die Moschee nicht durch dahin fliegende Fahrzeuge abgeschossen werden.

Der Bump hatte nur einen sehr entscheidenden Haken. Er ging zwar über alle vier Fahrspuren, aber nicht über den Seitenstreifen. Einen Fußgänger-Weg gibt es an dieser Stelle, ähnlich wie sonst vielfach in Riyadh, natürlich auch nicht.

Und so passierte was passieren musste: Regelmäßig diese Strecke passierende Autofahrer fuhren weiterhin mit hohem Tempo die Straße runter, um entweder schon direkt zu Beginn der Straße auf die „rechteste“ Spur auszuweichen oder eben, um kurz vor dem Bump waghalsig auf direktem Weg nach ganz rechts zu kommen und ohne über den Bump fahren zu müssen an der Moschee vorbei zu kommen.

Das hatte natürlich den Effekt, dass es jetzt neben und hinter der Moschee nicht sicherer war als ohne den Bump, und gleichzeitig sogar vor der Moschee gefährlicher wurde als ohne den Bump.

Soweit so typisch für die hier üblichen planungslosen Bauaktionen.

Heute fiel mir dann auf, dass der Bump schon wieder weg ist. Ob das jetzt an der Erkenntnis lag, dass der Bump, so wie er zuletzt existierte, keinen Sinn ergab, ob es jetzt ganz andere Pläne gibt oder ob man ihn gar sinnvoll über die vollen fünf Spuren erneut aufschütten wird…. Ich bin gespannt 🙂


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