Coffee and Tea-Boys

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Eine Besonderheit as der Arbeitswelt hier, die ich in dieser Form in Deutschland nicht kenne, sind die Coffee oder auch Tea-Boys.

Diese Angestellten gibt es in jeder etwas größeren Firma und sie sind nicht etwa primär Bedienung für Kunden, um Kaffee oder andere Getränke zu bringen. Vielmehr ist die Aufgabe, den Mitarbeitern „auf Bestellung“ ihre Getränkewünsche zu erfüllen. In der Regel handelt es sich dabei um Kaffee, Tee oder Wasser.

Die Coffee- oder Tea-Boys kommen oftmals als extrem ungebildete Arbeitskräfte aus Ländern wie Indien, Bangladesh und können entsprechend auch kaum Englisch. Und so dauert es dann auch oft länger, bis sie verstehen, was die speziellen Wünsche der einen und die Abneigungen der anderen sind.

Leider gibt es natürlich auch genügend Kollegen, die nicht nachvollziehen können, weswegen der Tea-Boys jetzt schon wieder Zucker in den Kaffee getan, obwohl man es ihm doch schon x-mal sagte. Andere Beschwerden gehen in die Richtung, wieso der Junge jetzt schon wieder nicht in der Küche ist, wo man doch gerade jetzt etwas trinken möchte…

Dabei ist Coffee-Boy tatsächlich schon ein Aufstieg in der Hierarchie.

Für mich ist die Situation mit den Jungs teilweise etwas zwiespältig. Aus Deutschland gewöhnt sich seinen Kaffee auch gerne selbst zu machen, will man den Jungs ja nicht vermitteln, dass ihre Arbeit nicht gewürdigt wäre und somit macht man den Kaffee dann halt mal nicht selbst, sondern wartet länger drauf, dass er einem gebracht wird. Man kann ihn ja auch mal wieder selbst machen, wenn die Küche gerade mal leer ist 😉


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