Frühstück und Mopped in der Wüste

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Frühstück auf der Terasse hatten wir hier ja schon. Also hieß es an einem Freitag morgen um 7:30 aufstehen, um eben auch mal in Sanddünen zu frühstücken. Dafür fuhren wir zusammen mit anderen etwa in 110km nördlich von Riyadh. Zu einer Region, wo die Steinwüste rund um Riyadh sich in eine Sandwüste übergeht. Es hieß also Sanddünen fahren! Dafür lässt man aus den Reifen Druck ab, um eine größere Auflagefläche zu erhalten und damit im Idealfall nicht im Sand stecken zu bleiben ;)

Selbiges ist mir dann auch nicht passiert. Der Weg zum Frühstücksplatz war auch relativ befestigt, insofern man das Wegen auf und um Sanddünen sagen kann. Ich kann zudem bestätigen, dass sich das Fahren auf Sand dem Fahren auf Schnee sehr ähnlich anfühlt.

Wir nutzten die Ladeklappe des mitgefahrenen GMC Denali, um eine Art Frühstücksbuffet zu haben, nachdem das mitgebrachte Motorrad abgeladen worden war. Jeder nahm sich also von jedem was. Um uns herum fuhren einige andere Expats auf ihren Quads und Motocross-Maschinen durch den Sand.

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Kurz bevor es dann auch wieder Richtung Riyadh gehen sollte, konnte ich die Chance nutzen und mich seit mehr als einem Jahr auch mal wieder auf ein Motorrad schwingen. Und das dann gleich auch im Wüstensand. Wieso auch nicht ;)

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Ich muss schon sagen, ist ein sehr eigenartiges fahren. Zu Beginn ist alles wackelig, aber sobald man etwas Geschwindigkeit drauf hat (~ 30km/h) fährt es sich fast wie auf Straße. Natürlich sollte man es mit der Kurvenlage etwas vorsichtiger angehen lassen, v.a. wenn man neu ist. Die Gebübten, die ich beobachten konnte, kannten da aber nichts und legten sich in die Kurven als ob es kein Morgen gäbe ;)

Habe aber schon gemerkt, dass ich gerne wieder Motorrad fahren würde. Einmal in der Woche in der Wüste, wäre für mich aber kein Ersatz. Nett, aber kein Ersatz. Bei dem Verkehr hier in Riyadh werde ich das mit der Alltagsmaschine aber nicht machen. Dafür fahren mir die Autofahrer hier zu sehr nach Harakiri-Motto.

Beim Heimweg haben wir uns dann etwas verfahren und fuhren in die falsche Richtung. Autobahn zwar in Sichtweite, aber lange Zeit keine Möglichkeit auf selbige zu wechseln. Die gewählte Strecke war dann auch noch wüstiger, düniger und sandiger. Kurz vor der Auffahrt auf die Autobahn passierte es dann.

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Und so durften wir dann mit unserem “kleinen” X-Trail den großen Denali aus dem Sand ziehen. Dank manueller Schaltung/Kupplung stank diese anschließend auch noch den ganzen Rückweg bis Riyadh durch die Klimaanlage ins Auto ;)

Schönes Frühstück in der Wüste also und das Motorrad-Fahren in der Wüste war auch nicht zu verachten :)


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4 Kommentare zu “Frühstück und Mopped in der Wüste”

  1. Thomas Liedl Germany Google Chrome Windows 27 Kommentare   am:

    Eindrucksvolle Bilder… das hat bestimmt Spaß gemacht. Vom Kupplungsgestank mal abgesehen :-) .

    Die Wüste lebt :-D


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  2. Andi Germany Google Chrome Windows 473 Kommentare   am:

    Absolut, hat viel Spaß gemacht. Bin selbst nicht zufrieden mit den Bildern, aber der Himmel war an dem Tag leider wirklich nicht sonderlich…


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  3. Thomas Liedl Germany Google Chrome Windows 27 Kommentare   am:

    Wüstenfotografie ist nicht so einfach könnte ich mir vorstellen und wenn es bewölkt ist macht es das zusätzlich schwer. Berücksichtigt man das sind die Fotos vollkommen in Ordnung.


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  4. Andi Germany Google Chrome Windows 473 Kommentare   am:

    Hier muss man öfter mal abblenden, damit die Bilder nicht zu hell sind. Bewölkt meinte ich übrigens gar nicht, mir ging es eher um den Staub in der Luft ;)


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