Jetzt ist es uns auch mal passiert. Es kam ein Handy abhanden. Susanne hatte ihr E61i in der Vorschule liegenlassen. Leider ausgerechnet vor dem Wochenende, an dem zudem noch Projekttag bezüglich gesunden Essens war. D.h. Donnerstags war, trotz des Wochenendes die Schule offen und es wurde viel zu gesundem Essen gemacht.
Entsprechend weiß man nicht, ob das Handy bereits Mittwochsnachmittags bei der Reinigung, während des Projekttages oder bei der Reinigung am Samstag morgen weg kam. Beim Fundbüro und der Sicherheit wurde es jedenfalls nicht abgegeben und da schon öfter mal Dinge abhanden kamen, liegt der Verdacht nahe, dass sich da jemand einen kleinen Zusatzverdienst mitgenommen hat. Irgendwo kann ich es ja verstehen. Uns tut es nicht all zu sehr weh. Sollte es aber eine der Reinigungskräfte versehentlich mitgenommen haben, bedeutet es für diese, im besten Fall nahezu ein ganzes zusätzliches Monatsgehalt. Es ist zwar mehr als 3 Jahre alt und durch dauerhafte Nutzung, v.a. die Tastatur, auch ordentlich beansprucht, aber dennoch ein robustes Business Handy.
Nun ist es also weg und es musste schnell eine Lösung für Susannes Erreichbarkeit her. Also mal wieder in den Mobily-Shop. Dort ging alles erstaunlich problemlos. Kurz den Iqama vorgelegt, Problem geschildert, Bedauern geerntet und eine neue Sim-Karte für die selbe Nummer erhalten. Sogar das Guthaben wurde vollständig übernommen. Einzig 30 Rial mussten wir zahlen, die in diesem Fall nicht als Guthaben auf der Karte landeten. Bei umgerechnet etwas mehr als 6 Euro ist das aber zu verschmerzen. Der Verlust des Handys, beziehungsweise die Notwendigkeit ein neues anzuschaffen wiegt da schwerer.
Allerdings wäre das natürlich auch die Möglichkeit uns beide auf eine Android-Basis zu stellen. Mal sehen, ob meine Gadget-Neugier diesmal nicht die Oberhand gewinnt und wir den pragmatischen Weg gehen, dass das E71 bei der besseren Hälfte zum Einsatz kommt. Andererseits, so ein neues Spielzeug, hmmm …
Gestern lief mein Zertifikat für den cratoo.de Web- und Mailserver aus. Das hatte zum einen zur Folge, dass diese neu erzeugt werden mussten und zum anderen, dass unsere Endgeräte (namentlich das E61i und das E71) mit den neuen Zertifikaten versorgt werden mussten.
Theoretisch ist das keine Pflicht, praktisch macht es aber keinen Spaß beim Aufruf des eigenen mit SSL abgesicherten Mail- / Webserver immer bestätigen zu müssen, dass man dem Zertifikat vertraut.
Grundsätzlich ist es dabei so, dass Symbian es durchaus erlaubt ein Zertifikat “für immer” zu akzeptieren, allerdings funktioniert das nur für Zertifikate einer bekannte Root CA. Selbst signierte Zertifikate muss man also bei jeder Nutzung bestätigen. Das nervt natürlich.
Dabei ist Symbian allerdings nicht sonderlich hilfreich darin mitzuteilen, dass die Ablehnung eines Zertifikates darin begründet liegt, dass es selbst signiert ist. Und so bekommt man nur eine Fehlermeldung, dass die Verbindung nicht erfolgreich war. Selbiges fand ich in einem Forum, das mittlerweile nicht mehr existiert. Dort fand man auch die Lösung und zwar, dass man das das Zertifikat des des jeweiligen Servers einfach zu einem Zertifikat wandelt, welches man dann wiederum auf dem Handy installieren kann.
Wie das geht stand dann im allaboutsymbian-Forum:
Mit dem folgenden Kommando wandelt man das vorhandene Zertifikat in ein installiebares um und kann dieses dann per Bluetooth oder direktem HTTP Abruf installieren.
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openssl x509 -outform der -in apache2|imap.pem -out meinserver.cer
Im Unterschied zum Kommando im Forum musste ich das Handyzertifikat mit der Dateiendung .cer versehen. .der wie es im Forum steht funktionierte bei mir nicht.
Jetzt ist es möglich z.B. Swim dazu zu benutzen, die Synchronisation des Handys gegen einen eigenen HTTPs Server zu machen, da man ab sofort das Zertifikat nicht mehr bestätigen muss
Seit einiger Zeit – genauer seit September 2008 – renn’ ich nun mit dem Nachfolger des E61i, dem E71 von Nokia durch die Gegend.
Display
Vor dem Kauf, war ich ziemlich hin und her gerissen, ob mir das Display nicht zu klein wäre. Schliesslich zeigt es zwar diesselbe Auflösung, hat aber ein gutes Stück weniger Fläche. Ich kann festhalten: Wenn man sich nach ein paar Tagen an das neue Gerät gewöhnt hat, spielt das kleinere Display keine Rolle mehr.
Tastatur
Ähnliches gilt für die Tastatur: Entgegen dem E61i hat das E71 keine Zwischenräume mehr zwischen den Tasten. Dafür ist wiederrum der Druckpunkt wesentlich besser. Man muss aber schon zugeben, dass das Tippen schwerer fällt als auf dem E61i. Dazu kommt, dass das Layout etwas geändert wurde. Die Symbian-Menü-Taste wurde zu einem Homekey und wanderte eins nach links. Dafür wanderte die Taste für das Adressbuch direkt rechts neben das Steuerkreuz. Ich kann nicht behaupten, dass die neue Anordnung besser oder schlechter ist. Sie stellt aber eine Umgebwöhnung dar. Irritierend, wenn man, wie wir, beide Geräte gleichzeitig im Einsatz haben und auch mal das jeweils andere Gerät benutzen.
Zurück zum Steuerkreuz: Irgendwo (ich meine es war das Review bei allaboutsymbian.com habe ich gelesen, dass Nokia das bisher beste Steuerkreuz abgeliefert hat. Dem kann ich mich nur anschließen.
Leider musste die separate Strg-Taste weichen und teilt sich die Taste nun mit Alt. Zwischen den beiden wechselt man mit “Num”. Allerdings funktioniert das nicht überall. Putty z.B. bemerkt eine Umstellung nicht und lässt somit die Funktion einer Strg-Taste vermissen.
Wlan
Desweiteren fiel mir auf, dass das Wlan auch schwächere Netze benutzen kann/findet. Dazu zeigt das E71 in denselben Situationen auch bessere Leistungen hinsichtlich Geschwindigkeit des Wlans.
Hinsichtlich der Leistung muss man dem E71 in jedem Fall vermerken, dass es oft ehrheblich schneller agiert als sein Vorgänger.
A-GPS
Bisher nur in wenigen Consumer-Handys von Nokia verfügbar, hat nun auch das E71 endlich einen internen GPS-Empfänger. Gleichzeitig handelt es sich bei diesem um ein sog. A(ssisted)-GPS. Heisst nichts anderes als dass sich das Handy bei einer Positionsbestimmung mobil ins Internet hängt, um über die genutzten Mobilfunkmasten Informationen abzurufen und so die Standortbestimmung einzugrenzen. Das Ganze funktioniert verdammt gut.
Unabhängig von der Navigationssoftware, sollte man darauf achten, dass das sog. AGPS aktiviert ist ( System -> Einstellungen -> Allgmein -> Standortbest. -> Best. Methoden “Unterstützes GPS” und StandortBest. Server “supl.nokia.com”). Wie erwähnt benötigt man dafür einen mobilen Internetzugang, dafür weiß man dann in teilw. weniger als 5 Sekunden wo man sich befindet. Ohne die Unterstützung kann das auch schonmal mehr als eine Minute brauchen.
Kamera
Leider trifft die Verbesserung nicht auch auf die Kamera zu. Diese hat zwar nun einen Blitz, aber in Summe sind die Bilder immernoch nur zur Not zu gebrauchen. Warum auch immer, verbaut Nokia in der Business Serie keine gescheiten Linsen (z.B. Carl-Zeiss beim 5800). Das Hochschrauben der Auflösung hilft bei der Verbesserung der Bildqualität bekanntlich einfach mal gar nichts, wenn die Optik nicht stimmt.
Der Blitz ist auch nicht wirklich zu gebrauchen. Sollte er doch dazu führen, dass zu dunkle Bilder passend ausgeleuchtet werden, kommen in diesem Fall schlicht Bilder mit abstruser Farbgebung heraus. Man kann das allen Falls noch als Kunst, aber bestimmt nicht als Abbildung der Realität, bezeichnen. Ein paar Bilder hab ich mit der Kamera bereits gemacht und sind in den Bildern zu finden.