Langsam gehts auf den großen Tag zu. Noch weniger als drei Monate. Das heisst auch, dass wir vor einiger Zeit die Einladungen rausgeschickt haben und daher gibt es Überblick, wie sie zustande kamen und v.a. wie sie aussehen
Design der Hochzeitseinladung
Zu Beginn stand die Entscheidung wie die Karte aussehen soll. Für uns war klar, dass wir sie zusammen basteln wollten. Nicht um Kosten zu sparen, als vielmehr im Sinne “der Weg ist das Ziel”. So suchten wir also einige Zeit nach der Karte, die es sein sollte. Kurzum, das klappte nicht.
Anfang März statteten wir final dem Bastelladen “CreativMarkt Butterer” in Bruchsal einen Besuch ab. Wir fanden wieder nicht die Karte, sondern es lief darauf hinaus, dass wir uns die Karte aus vielen Vorschlägen zusammenstückelten.
Für Vorschläge kann man zum einen in die entsprechenden Läden, zum anderen gibt es Bastelbücher mit Beispielkarten. Wir haben uns an erstere gehalten.
Glücklicherweise stand bei uns die Farbe und das Format schon fest. Farbe, da sich diese über die Verlobung ergeben hatte und auch bei der Form waren wir uns direkt einig.
Ich kann also jedem nur raten, sich die Ideen vor Ort in einem Bastelladen anzusehen. Soviel Eindrücke können Fotos meiner Meinung nach nicht vermitteln.
Herstellung der Karten
Wie man auf dem Foto evtl. sehen kann besteht die Einladung zuerst einmal natürlich aus der Karte. Die Aussenseite hat zuerst ein Stück sog. Strohseide, darüber ein etwas größeres Stück transparent Papier in der Farbe Chamois. Auf dieses sind das Wort Einladung und zwei übereinander gelegte Herzen gestempelt.
Außenseite
Ursprünglich wollten wir nichts “Kitschiges” wie Ringe, Herzen, oder ein Brautpaar auf der Karte haben. Da “Einladung” allein aber etwas verloren gewirkt hätte, schlossen wir diesen Kompromiss.
Einladung und die Herzen wurden also gestempelt. Stempeln heißt hier, das Bild wird mit Kleber gestempelt. Im zweiten Schritt wird Pulver auf dem Kleber verteilt und wieder abgeschüttet. Über einen Toaster gehalten schmilzt das Pulver und das Bild “erscheint”. Die Verkäuferin erklärte uns, dass das Transparentpapier nicht näher als 20-30cm über die Wäremequelle gehalten werden sollte, damit das Papier sich nicht wellt. Sobald der Toaster mal aufgeheizt war, war das bei uns aber kein Problem. Vielmehr haben wir die Nähe richtiggehend gesucht, da der Schmelzvorgang sonst immer ewig gedauert hätte.
Die Strohseide wurde in die richtige Größe geschnitten und mit Hilfe von Wasser am Rand ausgefranzt. Zudem mussten die Transparentpapiere auch zurecht geschnitten werden. Da das Papier in Din A4 verkauft wird und wir es für aussen und innen benötigten, eine ganze Menge Schneidearbeit. Ganz zu schweigen von den Kamelhöckern, die auch nicht in der 3cm2 Version verkauft wurden Den Cutter hätte ich dabei nicht missen wollen.
Nun folgte das Zusammenführen der einzelnen Teile. Wie beim Stempeln und Zuschneiden schon erfolgreich praktiziert übten wir uns wieder in Arbeitsteilung. Erst die Strohseide aufgeklebt, im nächsten Schritt das Transparentpapier und dann mit Abstandhaltern die “Kamelhöcker”.
Lange hielt uns die Suche nach dem passenden Kleber in Atem, mit dem wir die Reissseide auf der Karte und das Transparentpapier auf der Reissseide befestigen konnten. Flüssiger Kleber hinterließ hässliche Flecken nach der Trocknung, spezieller Fotokleber nicht anders. Weißes doppelseitiges Klebeband sah man zu deutlich auf dem dunklen Karton. Schlussendlich fanden wir durchsichtiges doppelseitiges Klebeband im Bastelfachladen. Nicht perfekt, aber ok
Innenseite
Der Text, gedruckt auf dem gleichen Transparentpapier wie außen, wurde unten, das Bild oben eingeklebt. Beim Drucken standen wir vor dem Problem, dass sich das Papier durch die Wärme des Lasersdruckers wellte. Also mussten wir auf den Tintentstrahldrucker innerhalb der Familie zurückgreifen.
Um die Einladung persönlicher zu gestalten entschieden wir uns ein Bild von uns beiden miteinzuarbeiten. Das Innenblatt wurde dabei vorher noch so gestanzt, dass sich die beiden hellbraunen Quadrate , die außen die Kamelhöcker darstellen, innen in Form gleichförmiger Stanzungen wiederfinden. Dieser Idee kam vielfach positiv an und wurde gelobt
Das Verschicken sollte sich als schwierig herausstellen, aber dazu hab ich ja hier schon Dampf abgelassen. Die Idee war dabei, dass wir durchsichtige Umschläge ebenfalls in Farbe Chamois verwenden, und das Ettiket genau über “Einladung” kleben und dies eben erst beim Rausziehen der Einladung in Erscheinung tritt. Leider machten uns dabei, aber wie gesagt die Umschläge einen kleinen Strich durch die Rechnung.
Nun sind unsere Einladungen verschickt und wir warten auf die letzten Rückmeldungen. Vielleicht hilft jemandem ja diese Beschreibung, um sich selbst inspirieren zu lassen. Im Fall des Falles würden wir uns über eine Rückmeldung natürlich freuen
Im Rahmen meines Praktikums durfte ich nach Hamburg und kurz vor dem Ende auch noch nach München.
Los gings am Nachmittag zuvor, da keine andere Bahnverbindung passend gewesen wäre. Die Anreise begann schon lustig damit, dass der Zug Verspätung hatte. Ich bin mir nicht sicher, ob die Gleisansage lustig sein sollte, oder daneben war, denn sie lautete “Auf Gleis 5 fährt ein: der ICE nach Stuttgart, Abfahrt war um 14:23″. Gut zu wissen, dass der einfahrende Zug eigentlich schon weg ist
Passend gings dann in Stuttgart weiter. Aufgrund der Verspätung war bereits bei der Anfahrt auf Stuttgart klar gewesen, dass wir unseren eigentlichen Anschluss nicht mehr bekommen würden. Der nächste sollte allerdings schon 10 Minuten später fahren. Pustekuchen! Eben dieser Zug stand mit einem Achsschaden irgendwo in der Pampa. Nach einer Weile konnten wir dann aber einen passenden Zug nehmen und waren schlussendlich nur 1,5 Stunden später als geplant in München.
Scheinbar sollte uns zumindest das Hotel für die Strapazen der Anreise entschädigen. Wusste ich vorher bereits, dass wir im “Angelo Design Hotel” untergebracht sein sollten, war mir aber nicht bewusst, dass das Hotel noch ziemlich neu (Eröffnung Mai 2008) war. Entsprechend war auch die Austatttung. Nachfolgend ein paar Eindrücke, quasi als Hotelwatch :
Als dann die Arbeit getan war, erlaubten wir uns noch einen Tag extra Aufenthalt in München dranzuhängen.