“Komm ich jetzt ins Fernsehen?”, die Frage aus der früheren Wochenshow mit Ingolf Lück kann ich final mit “Ja!” beantworten. Und wenn ich das nicht bloggen würde, was dann?!
Da sitzt man nichtsahnend vor dem Rechner und wird im Facebook-Chat von einer Freundin angesprochen, ob man in einer dreiviertel Stunde Zeit und Lust für eine Live-Schalte in das neue regionale Fernsehen Baden-TV hätte. Das Thema würde das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Kippen der Sicherheitsverwahrung werden.
Ich muss zugeben, bis zu dem Zeitpunkt hatte ich dazu fast nichts, also im Grunde nur Überschriften gelesen. Nach ein paar Minuten war der Informationsrückstand aber auch geklärt und ich wartete mit etwas gebildeter Meinung auf den Anruf.
Der kam dann auch und zuerst durfte ich mir einen Kommentar über die tolle Bildqualität anhören. Kann mir vorstellen, dass die Erwartungshaltung bei einem Anruf per Skype aus Deutschland nach Saudi recht gering war. Ging mir ja ähnlich bevor wir unsere eigenen Erfahrungen hier gesammelt haben.
Nach ein paar Sätzen zum Thema auf dem Laufenden bleiben und erklären, dass wir es im Vergleich zu “Auswanderern” früherer Jahrzehnte mit Skype, Internet und Co wirklich wesentlich einfacher haben, war das Gespräch auch schon vorbei.
Und zum Thema Sicherheitsverwahrung durfte ich nicht mal was sagen *schnüff*
Zumindest scheint Baden-TV seinem eigenen Anspruch gerecht zu werden und bindet die Zuschauer richtig ein. Vor einer Weile hatte ich ein Interview auf Ka-News gelesen, dass man sich selbst weniger als Fernsehsender als vielmehr als Kommunikationsmedium mit und für die Zuschauer versteht. Wenn die Einbindung nach dem Start am 1.5. so weiter geht, könnte daraus vielleicht wirklich was werden, nachdem was mit R.TV und Konsorten nicht sonderlich lief.
Ein täglicher Teil der Behandlung ist die Salbe auf den Katzen zu verteilen. Die Salbe aufzutragen ist fast stressfrei. Niki mag es gar nicht festgehalten zu werden, doch mit vereinten Kräften gelingt es uns in der Regel, seine Behandlung abzuschließen, zumal er ja nur eine Stelle am Kopf hat.
Gizmo ist problematischer, da bei ihm drei, inzwischen haben wir eine vierte Stelle gefunden, betroffen sind. Es kostete mich bisher einen Rock, ihn fest zuhalten, damit Andi die Creme verteilen konnte.
Außerdem steht dreimal die Woche Baden auf dem Programm.
Zunächst standen wir vor dem Problem, dass wir in beiden Bädern nur einen festinstallierten Duschkopf haben. Ganz klar, damit lässt sich keine Katze nass machen, geschweige denn wieder abspühlen. Die Überlegung Wasser einlaufen zu lassen, die Katzen nass zu machen, einseifen und “untertauchen” war schnell verworfen. Ebenfalls in der einen Badewanner sie einzuseifen und im anderen Badezimmer in klarem Badewasser ausspühlen undenkbar. Welche Katze lässt sich mal eben in nassem Zustand friedlich 10m durch die Gegend tragen? Im Gäste-WC haben wir einen kurzen Schlauch, aber keine Wanne um die Katzen abzuspühlen, Waschbecken ist da eher ungeeignet.
Dann kam der Gartenschlauch ins Spiel. Möglicherweise die Katzen draußen baden? Ungeeignet für Niki, da er nicht rausdarf, auch unsere Beiden würden da schnell abhauen. Außerdem, welchen Eindruck macht das auf die Nachbarn, die vorbei laufen würden. Zaungäste, zwei- und vierbeiniger Art wären vorprogrammiert. Also den Gartenschlauch reinlegen. Die Lösung war gefunden. Durch die Haustür gings nicht, aber wozu gibt es Verandaschiebetüren?
Da wir keine Motorradlederklamotten zur Hand hatten, musste in meinem Fall eine Jeans reichen, Andi zog sich seine Badehose an, er wollte die Katzen in der Badewanne sitzend festhalten. Wir fingen mit Tinka an, sie schien uns die Problemloseste. Wir behielten Recht. Nass machen war noch machbar, sobald wir Richtung Kopf kamen mit dem Schlauch, wehrte sie sich. Beim einseifen hat sie schön still gehalten, beim abspühlen aber wieder das gleiche Dilemma. Kopf ein absolutes No Go. Aus der Wanne rausheben und kurz abtrocknen war schnell geschehen. Ich hatte das Handtuch auf der Toilette deponiert, der kurzen Wege wegen. Erfreulicherweise hat sie in der ersten Minute alles mit sich machen lassen. Danach war dann gut, nur das Balancieren auf und das Runterhüpfen vom Bidet war etwas schwierig, so mit nassen Pfoten.
Als nächstes versuchten wir unser Glück mit Niki. Der wäre schon am liebsten wieder aus der Wanne raus gesprungen, als er nur an den Ballen Wasser gespührte. Also mit vereinten Kräften fest in die Wanne drücken und erst mal nur Wasser Marsch. So schnell wie möglich wässern und mit drei Händen das Shampoo verteilen. Auch hier wäre er am liebsten abgehauen, versuchte mit einer Kralle den Schlauch zu durchboren. Abspühlen – ein Kampf, abtrocknen auch.
Gizmo hatte ich bereits in einem der Gästezimmer eingesperrt, so konnte ich ihn leicht holen. Er hatte sich zum Glück nicht unterm Bett verkrochen. Ins Bad reintragen geschenkt, ins Wasser setzen nicht. Der Kater hat definitiv die meiste Kraft von den dreien. Dementsprechend wehrte er sich auch am kräftigsten. Irgendwann saß Andi auf ihm drauf, Gizmo stemmte sich mit ausgefahrenen Krallen gegen die Badewannenwand, ich versuchte dann nur noch mit dem Schlauch um Andi rum Gizmo zu treffen. Die Badehose war hier sehr von Nutzen. Beim Einschäumen war er dann wieder relativ friedlich, beim Abspühlen nicht. Aber schwer ist dieser Kater, mit nassem Fell. Durch die beiden Katzen vor ihm und die vorhergegangene Wasserschlacht war das Handtuch eher nass, als ich ihn abtrocknen wollte, so dass er am nässten aus der Angelegenheit raus gegangen ist.
Erfreulicherweise haben wir die Aktion ohne Blessuren überstanden. Lediglich diesen Kratzer hat Gizmo mir gestern verpasst, als er in seine Transportbox sollte. Mit importierten Leckerlis haben wir die drei auch schnell wieder zum Schnurren gebracht. Wie kleine Igel sahen sie aus. Niki war mit seinem dünnen Fell am schnellsten wieder trocken, Tinka hat noch ganz leicht feuchtes Unterfell und Gizmo lässt sich von uns trocken schmusen und streicheln. Auch drei Stunden nach dem Bad ist das Fell bei den beiden leicht feucht. Derzeit haben wir rund 30° im Haus, da wir die Klima ausgemacht haben um den Trocknungsprozess durch die Wärme zu beschleunigen. Außerdem muss ja eine, durch kalte Luftströme provozierte, Erkältung der Katzen nicht sein. Raus lassen wäre wahrscheinlich am einfachsten gewesen, aber nicht in der Mittagshitze. Inzwischen kann man auch die Katzen wieder in ihnen entdecken.
Ein positiver Nebeneffekt, bei Gizmo hatten wir in der letzten Zeit das Gefühl, er habe übermäßig zugenommen. Mit anliegendem Fell sah er aber richtig schlank aus. Außerdem ist das Fell gefühlt weicher und riecht auch ganz kleines bisschen besser als der Straßenstaub in dem sich gerne gewälzt wird.