Seit langem kam es heute mal wieder zu einem Pokerabend. In der Runde war alles vertreten, von Leuten die zum ersten oder zweiten Mal pokerten bis hin zu Leuten wie mir, die sich schon etwas mit der Materie auseinandergesetzt haben oder auch mal online ein bisschen zocken. Entsprechend chaotisch verlief das Spiel teilweise. Außerdem hat man in einer solchen Runde auch den Effekt, dass das Spiel nicht “ernst” genommen wird, da es ja um keine wirklichen Einsätze geht. Für jemanden wie mich, der da versucht taktisch ranzugehen ist diese irrationale Komponente dann eine weitere Verschärfung in der Unwägbarkeit des Gegenüber.
Zu Beginn spielte das aber keine Rolle, da ich nur gute Hände bekam. Oftmals musste ich meine Hand auch nicht zeigen und andere Male reichten hohe Paare um die Situation für mich zu entscheiden.
Natürlich riß diese Strähne just zu dem Zeitpunkt, da die Blinds in spürbare Regionen stiegen. Ab diesem Zeitpunkt bekam ich keine gescheiten Hände mehr und durch die Strähne zuvor hatte ich nun außerdem das Image zu bluffen wie ein Irrer.
Und so durfte ich mich leider vorzeitig aus dem Spiel verabschieden und auch die zweite Runde änderte nichts am Gesamtergebnis des Abends. Dennoch es hat Spaß gemacht und ich freue mich auf das nächste Mal!
Dazu passend gibts heute Abend auch noch die TV Total Pokerstars.de-Nacht. Gespickt mit Lilly Kersenberg, Boris Becker und Ruud Gullit. Dabei gehören allein die Kommentare von Oliver Welke verboten. Zum Beispiel meint er das Gackern von Lilly Kersenberg gegenüber ihrem Mann, um ihn als feiges Huhn zu reizen, erklären zu müssen. Frage mich, für wie blöd er seine Zuschauer hält.
Dass Stefan Raab früh mit Assen auf der Hand rausgeflogen ist und es nicht glauben konnte war da definitiv der unterhaltsamere Teil. Mal sehen wie es ausgeht, aber mein aktives Pokern ist für heute definitiv vorbei und das nächste Mal merke ich mir dass die kleinen Blinds nicht die wichtigen sind
Vor ein paar Tagen schneite ein Pokerstars Newsletter rein und bewarb zwei “German only 500$” Turnier. Gestern fand das erste und heute das zweite statt. Gestern lief, sagen wir mal, schnell ab und ich war bei 545 Teilnehmern ~450ter. Mit entsprrechenden Erwartungen ging ich dann heute ans Werk und dachte mir nix dabei, dass wir um 19 Uhr zum Essen eingeladen waren. Das Turnier fing ja schliesslich um 16 Uhr an.
Nach 20 Minuten war ich an meinem Tisch allerdings schon Chipleader mit knapp doppelt so viel Chips wie zu Beginn. Und genauso ging es weiter. Endlich funktionieren auch mal “normale” Moves, also mit nichts in der Hand Leute rauszubluffen. Und wenn mir doch mal jemand nicht glauben wollte, hatte ich am Ende zu 90% doch die beste Hand, so dass ich ein entsprechendes Image am Tisch bekam und meine Aktionen scheinbar Gewicht hatten.
Nach 1,5 Stunden war ich dann sogar der Chipleader über alle Tische und noch ca. 450 verbliebenen Spielern. Dies änderte sich auch nicht durch mehrere Tischauflösungen und langsam wurde mir bewusst, dass 19 Uhr Essen eng werden könnte. Entsprechend verschoben wir den Termin um 30 Minuten nach hinten, denn schliesslich ging es bei der Summe von 125$ für den ersten Platz um meinen potentiell höchst dotierten Turniersieg.
Um 19:20 ergab sich dann auch die für den weiteren Verlauf entscheidende Hand. Ich hatte 55 auf der Hand und nachdem vor mir einmal geraised und gecalled wurde, mache ich einen Reraise auf ca 3000 Chips. Am Flop waren wir damit zu zweit und der zeigte: A2A. Ich war mir nicht sicher, wie ich die Situation einschätzen sollte und machte einen Reraise auf die Bet meines Gegners. Man muss wissen, dass derjenige vorher ein ziemliche chaotisches Spiel abgeliefert hatte. So war er mit 20k an den Tisch gekommen, dann auf 60k hoch und wieder auf 15k runter. Man nennt solche Spieler auch Maniacs
Wie auch immer, wollte ich ihn mit meinem Reraise davon überzeugen, dass es ok ist sich von seiner Hand zu lösen. Machte er aber nicht. Am Turn gings dann meiner Erinnerung nach Check/Check (später kam mir dann, dass er hier wohl ein Check-Raise geplant hatte) und am River eine 5. Für mich war es also ein Fullhouse und ich mir somit ziemlich sicher die beste Hand zu halten.
Entsprechend auf seine Bet ein Raise worauf er mich reraised und all seine Chips setzt. Ein Full House zu folden ist natürlich Blödsinn und entsprechend hab ich die gecallt (mit noch ~40k verbleibend).
Ich zeig mein Fullhouse 5 full of Aces und er dreht A2 um. Er hatte also seit dem Flop ein größeres Full House gehabt.
Damit war der restliche Verlauf ziemlich vorgegeben und schlussendlich blieb mir bei 2k/4k Blinds und 28k verbleibenden Chips nicht mehr viel übrig als mit Q9s einen der vielen Blindstealversuche zu machen nur um in ein A9o und keinen Flush zu rennen. Busted als zehnte, ein Platz vor dem Final-Table
Aus dem schönen Essen mit den $125 für den ersten Platz, wird jetzt wohl eher ein geteilter Döner für $5,50 *g*
Natürlich hat das Turnier richtig Spass gemacht und ich hoffe ich kann die nun gewonnene Erfahrung mit ein wenig Theorie optimieren und auch mal weiter vorne landen. Das Cashgame läuft nämlich irgendwie schleppend…
Und wo wir grade dabei sein, Pokerstars veranstaltet die World Blogger Championship an der ich hiermit teilnehmen möchte
Nach so ziemlich genau 10.000 gespielten Händen hab ich vor einigen Tagen die Bedingungen für den Rest des $50+$100 Bonus von Pokerstrategy.com erfüllt und mir wurden die fehlenden $100 gutgeschrieben. Jetzt gehts direkt mal ins nächste Limit. Ist ungewohnt Spieler mit mehr als $20 am Tisch zu sehen und v.a. Pötte von mehr als $4 zu gewinnen
Am Freitag hab ich nun die Qual der Wahl. Entweder wieder Firmen-Pokern oder privat. Entschieden hab ich mich noch nicht wirklich.
Nach einem Kurztrip nach München/Salzburg (hierzu schreib ich noch was) und dem Umbau des VDR hatte ich heut mal wieder Zeit ein wenig zu Pokern. Nach der Talfahrt, die mich dermaßen gefrustet hatte, dass ich die genannten Aktivitäten gerne als Ablenkungen annahm wartete heute das größte Plus auf mich, welches ich in einer Session je gewonnen hab: $20.
Damit bin ich jetzt wieder etwa bei dem Ausgangspunkt den ich vor der Talfahrt hatte und die Theorie die besagt, dass Poker nach mathematischen Regeln gespielt auf Dauer gewinnbringend ist, hat sich für mich auch mal wieder bestätigt.
Eine Schlüsselhand war die folgende. Ich hatte kurz zuvor bereits einen Pot von > $4 gewonnen und saß somit mit mehr als dem Doppelten am Tisch, was mich 2 Hände später direkt vom Tisch führte. Doch ich hatte AQo in der Hand. Laut Regeln Raise in Late. Da vor mir alle weggeworfen hatten hab ich die 40 Cent riskiert um die Blinds zu stehlen.
Der BB sah das aber anders und callte.
Flop: A35 rainbow
BB setzt 10 Cent. Sieht für mich sehr nach “hmpf, will das schnell hinter mich bringen aus”. Ich reraise also auf 80 Cent, Potsize, da ich Toppair mit gutem Kicker hab und keine sonderliche Gefahr besteht.
Pech, er hatte mit den 10 Cent nen Raise provoziert und Rereraised auf $2. Jetzt mache ich im Grunde nen Fehler, da ich ihm nicht glaube und Geh All-In mit meinen restlichen $3. Er callt.
Es kommt ne 6 auf dem Turn und ne Q auf dem River.
Er zeit A5 und ich nehm den Pot von über $8.50 mit.
Ab da gings so weiter und ich gewinn auch mal die Hände in denen ich hoher Favorit bin, anstatt sie zu verlieren, wie zuletzt immer.
Und jetzt noch was, was ich schon immer können wollte
Nein das hier wird keine “Installier VmWare, VirtualBox usw” Anleitung. Vielmehr war ich die ganze Zeit auf der Suche einzelne Anwendungen im Linux-Desktop laufen zu lassen, ohne dass das Windows in einen separaten Kasten gezwängt werden muss. SeamlessRDP ist dafür die Lösung. Ab Windows XP Home SP2 oder Windows XP Professional liefert Windows einen RemoteDesktop-Server mit. Normalerweise hat man dann aber immer den kompletten Desktop vor sich. Es gibt aber eine Möglichkeit das zu ändern. Eine komplette Anleitung gibts hier.
Unter Ubuntu Edgy gibts allerdings ein kleines Problem. Der Vmware-SErver hängt sich beim Start auf. Hierzu muss eine störende Bibliothek entfernen:
So sieht mein Desktop für die Anwendung aus, für die ichs vor hatte
Das Ganze soll auch mit VirtualBox laufen, allerdings hab ich das noch nicht probiert, da meine bisherige Windows Installation in einer VmWare lief. Evtl. test ich das bei Zeiten mal.
Den einzigen Haken den ich bisher feststellen konnte ist, dass der Sound logischerweise nicht übermittelt wird. Beim Pokern wär das manchmal allerdings hilfreich. Das Wechseln zwischen den Anwendungen geht einfach per Alt-Tab. Bei der PartyPoker-Software funktioniert das aus irgendeinem Grund allerdings nicht. Mal schaun ob ichs dabei nun belass, oder ob ich doch wieder auf Windows-dedicated umsteig.