Avatar eine Hommage an 3D

Februar 10th, 2010

avatar-aufbruch-pandoraEs gibt Filme, die nimmt man sich vor auf jeden Fall im Kino anzusehen und dann wird es doch nichts. So ging es mir die letzten Jahre mehrfach, aber bei Avatar habe ich es schlußendlich doch noch geschafft. Und da ich vielfach las, dass der Film nur in 3D Sinn macht, musste es natürlich auch die Vorstellung mit der zusätzlichen Dimension sein. Wozu gibt es denn sonst den Kinotag? So waren es dann auch “nur” 9,50 Euro für einen Film mit Überlänge, was ich immer noch als zu teuer empfinde. Nunja.

War ich schon bei Up – Oben von den 3D Effekten ziemlich begeistert, so hat sich das mit Avatar um einiges verstärkt. Zum einen ist da natürlich der Unterschied, dass es sich bei Up um einen reinen Comic Film handelt. Das führt dazu, dass der Wiedererkennungswert nicht ganz so entsteht, wie es bei Avatar, einem Film aus der realen Welt, der Fall ist.
Zum anderen nutzt Avatar 3D nicht nur zum Effekt haschen (das natürlich auch), aber v.a. um das Gefühl aufkommen zu lassen, man befände sich tatsächlich mitten drin. Als Beispiel sei hier eine Szene genannt, in der Soldaten in einem Truppenstransporter sitzen. Durch 3D bekam ich das Gefühl der Enge, die in diesem Gefährt ohne Frage existiert auch gefühlt vermittelt. Und solche Momente lassen sich vielfach herausziehen.
Man merkt dem Film also an, dass er für 3D gemacht wurde, sprich die dritte Dimension schon in den Planungen für den Film drinsteckten, bevor es überhaupt an die kameratechnische Umsetzung ging.

Lässt man die dimensionalen Effekte außen vor und konzentriert sich auf die Bilder, ist auch hier Avatar beeindruckend. Die Umsetzung der Na’vi wirkt, so dass ich keine Sekunde darüber nachdachte, ob es diese Wesen wirklich gibt. Es gab keinen Augenblick, zu dem ich drüber nachdachte, “Moment das wurde ja in einer Blue/Greenbox gedreht, achte mal darauf, ob man Kanten bei der Kooperation zwischen realen und virtuellen Elementen erkennt”. Allein, dass mir dieser Gedanke erst nach Ende des Filmes beziehungsweise beim Schreiben dieses Artikel in den Kopf kommt, zeigt mir, dass die Umsetzung funktioniert hat.

Über die Story mag sich streiten wer will, mir hat sie gefallen und schlichtweg unterhalten. Es mag sein, dass sie Schwächen hat, mir sind allerdings keine aufgefallen. Vielmehr fand ich viele Details, wie z.B. die Verbindung der Na’vi mit ihren “Pferden” oder “Flugtieren” passend zum Gesamtkonzept des Leben der Na’vi im Einklang mit der Natur. Ansonsten geht es natürlich nur um einen anfangs patriotischen gebrochenen Soldaten, der über die Infiltration in die Na’vi seinen eigenen Einklang mit der Natur und natürlich auch die Liebe findet und schlußendlich auch für die Na’vi kämpft. Da aber die Mischung zwischen Effekten, Bildern und Story super passt ist Avatar für mich definitiv ein toller _Kino_Film. Ich vermute allerdings, dass er daheim nur halb so gut wirkt, so dass ich ebenfalls jedem raten würde James Camerons fürs Kino geschaffene Werk eben auch im Kino anzusehen. So denn er noch läuft ;)

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Gebühren für ProSieben oder Sat1?

Oktober 28th, 2009

Wieviel heiße Luft manch Presseprecher von sich gibt, kann man daran sehen was aus der Ankündigung seitens RTL wurde, ihr Programm zukünftig nur noch als Pay-TV anzubieten und entsprechend zu verschlüsseln. Das war 2006 als RTL meinte sich selbst absägen zu müssen.

Heute kam, dann mal wieder die gleiche absurde Idee, diesmal aber von ProSieben Sat1, rein. Laut Spiegel Online, die sich auf das Handelsblatt berufen, soll das Programm der Münchner Sendergruppe zukünftig verschlüsselt werden und nur noch gegen Gebühr zu empfangen sein. Es wird allerdings kein Termin genannt und nur nebulös von 2014 als Ziel für 30% der Gesamteinnahmen durch die Gebühren gesprochen.

Ich prognostiziere mal ganz frech, dass das genauso heiße Luft ist wie anno 2006 seitens RTL. Gleichzeitig finde ich es faszinierend, dass es immer wieder probiert wird. Denn seien wir mal ehrlich: Geld für die Programme von ProSieben, Sat1 oder Kabel1? Das ist genauso unwahrscheinlich wie 2006. Bin gespannt, ob das genauso im Sand verläuft und keiner mehr ein Wort darüber verliert oder es sogar in der Presse revidiert wird ;)

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Ich bin Pirat – auch nach der Bundestagswahl 2009

Oktober 1st, 2009

Die Bundestagswahl 2009 ist vorbei und lief aus Sicht der Piraten erfolgreich, auch wenn manch einer sicher gehofft hatte, dass es vielleicht doch zum direkten Einzug in den Bundestag reicht. Das hat es mit den erreichten 2% bekanntlich nicht, ist aber kein Grund Trübsal zu blasen. Meiner Meinung nach sind zumindest die ersten Schritte getan, um die Anliegen der Piraten einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen, zumal es sich dabei nicht um Randgruppenthemen handelt (ich sage nur Studiengebühren). Wir werden jetzt sehen, wie sich schwarz-gelb verhält und vielleicht verhält sich die FDP ja nicht wie üblich als Fähnchen im Wind und setzt ihre Wahlversprechen um. Allerdings glaube ich daran nicht wirklich. hoffe ich das nächste mal einfach nicht mehr, sondern weiß direkt, dass die FDP das Fähnchen im Wind par excellence ist…

Dies alles als Einleitung, denn am letzten Mittwoch habe ich in der Stadt bei einem Herbstspaziergang spontan am Infostand der Piraten meinen Mitgliedsantrag ausgefüllt und abgegeben und bin seit Donnerstag Abend bestätigter Pirat!
Einige Freunde und Bekannte und sogar meine Frau (wie hab ich die letzten 9 Monate darauf gewartet das mal zu schreiben ;) ) wurden vor mir Mitglied und machten eifrig Werbung für die Änderung in der politischen Landschaft. Wieso also ein weiterer v.a. ausführlicherer Beitrag von mir über einen Piratenbeitritt?
Nun zum einen, weil ich bei den Piraten das Gefühl habe, nicht einer von vielen zu sein, sondern mich als Individuum einbringen zu können. Und zum anderen, weil ich u.a. über F!xmbr auf diesen Beitrag kam und entschieden ausdrücken möchte, dass ich dieses Verhalten ablehne und es als keinesfalls die Regel empfinde. Es geht dabei u.a. anderem um den Twitter Account @sa_tyr bzw @sa7tyr.

Die Piraten, die ich kenne sind allesamt vernünftige Menschen und v.a. sachlich ohne die angeprangerten Tendenzen Diskussionen auf die persönliche Ebene zu ziehen. Es ist zwar wohl auch so, dass die ganzen größeren Blogs, oder auch nur die bekannteren Gesichter der deutschen Bloglandschaft, nichts mit den Piraten anfangen können und daher tendenziell provokant schreiben, das ändert für mich aber nichts daran, dass ich mich bzw. die Piraten sich nicht auf die persönliche Ebene begeben dürfen.

Daher auch von mir ein “Klarmachen zum Ändern!”. Wir können viel erreichen, auch ohne, dass wir im Bundestag vertreten sind! Und um es als Pirat zu sagen: Arrrrrr! ;)

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Feuerwerk im Staatstheater

Juni 13th, 2009

feuerwerk-staatstheaterZumindest die Überschrift liest sich schonmal gut. Jedenfalls waren wir mal wieder recht spontan im Badischen Staatstheater. Bei den zur Auswahl stehenden Stücken Feuerwerk und Mr. Marmelade kristallierte sich ersteres heraus, da Susanne eher einen musikalischen Abend verbringen wollte.
Kurz gesagt geht es im Stück um den 60. Geburtstag eines Vaters, der 3 Paare Onkel und die zugehörigen Tanten eingeladen hat. Dazu kommen noch die Tochter, Mutter, die Köchin, sowie eine Oma, die das ganze Stück über nichts sagt.
Die Onkel bzw. v.a. die Tanten können sich nicht leiden und so entsteht eine gekünstelt freundschaftliche Familienathmosphäre.
Dann platzt der seit Jahren abtrünnige Bruder des Geburtstagskindes in die Runde und wirbelt diese ziemlich auf. Er hat vor Jahren dem Bürgertum den Rücken gekehrt und als Zirkusdirektor die Freiheit lieben gelernt. Seine Frau ist mit von der Partie und verdreht als durchaus anschaubare Dame den älteren Herren den Kopf. Die Tochter findet Gefallen an der Erzählungen rund um den Zirkus und beschliesst der Freiheit zu folgen. Im Gegenzug findet die Frau des Zirkusdirektor Gefallen am Bürgertum und möchte sesshaft werden.
Zum Schluss bleibt aber doch alles beim Alten.

Ich muss zugeben, diesmal fand ich vielleicht noch den Anfang gut, aber ab dem ersten Solo der Zirkusdame, wurde mir die ganze Sache etwas zu bunt. Zum einen lag das an der übermäßigen Nutzung von Dialekt im bürgerlichen, zum anderen an den, für mich, langatmigen Soli der Zirkusdame. Später wurde auch das Publikum teilweise auf die Bühne bzw. in die Manege geholt und mit ihnen Polonese getanzt. Das war mir dann aber definitiv zu viel. Gleichzeitig hatte ich, durch die um mich herumsitzenden älteren Herrschaften, denen das Treiben in der Manege offenbar sehr gefiel, sehr den Eindruck, mich in der Altersbelustigung zu befinden.

Dabei ist Feuerwerk wohl ein Klassiker, in dem schon Romy Schneider mitgespielt hat (Youtube-Ausschnitt) und das darausstammende “Oh mein Papa” hat was eigenes. Die Inszenierung im Staatstheater war für mich aber nichts. Auf den Seiten des Staatstheaters zu Feuerwerk gibts auch noch ein Video mit Ausschnitten, falls sich jemand einen Eindruck machen will.

Ich warte auf die Möglichkeit zum nächsten Theater-Besuch ;)

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Nokia E71 Erfahrungsbericht 3/3 – Zubehör Krusell Hülle und KFZ-Halterung

Juni 12th, 2009

Nach Teil 2 über die Software für das E71 geht es heute mit Zubehör weiter.

Schutz der Hardware: Krusell Handytasche/Case

War ich mit dem Brando Lederetui für das E61i sehr zufrieden, musste ich leider feststellen, dass es von Brando für das E71 nur Alu-Cases zu kaufen gibt. Schlussendlich hab ich mich dann für eine Hülle von Krusell für das E71 entschieden. Kurz und knapp:

  • Wie eine zweite Haut. Das E71 ist durch die Hülle kaum dicker als vorher
  • Das edle Erscheinungsbild (iPhone lässt grüßen) leidet aber durch die Hülle
  • Der Display-Schutz klebt mit der Zeit auf dem Display fest und es ist besser nicht zu versuchen die Verbindung zu lösen, da sonst der “Durchblick” leidet
  • Die Tasten verlieren einiges von ihrem Druckpunkt und der Ertastbarkeit
  • Nähte zwischen Plastik und Leder sehen sehr “gespannt” aus. In einigen Monaten Nutzung, bisher aber noch keine Verlusterscheinungen

Dazu noch ein, zwei Eindrücke des Handys in der Hülle:

6010-krusell_display_schutz_blasen

 

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KFZ-Halterung

Da ich das E71, wie schon das E61i als Navi benutze, benötige ich natürlich eine Halterung. Nach einem qualitativ minderwertigen Modell aus Hongkong, entschied ich mich dann doch für Qualitätsware. Zuerst war ich überzeugt, dass eine sog. Schwanenhalshalterung mit passendem Craddle die sinnvollste Lösung wäre. Also ein biegsamer Arm an dem man vorne das Handy mit passendem Adapter einhängen kann. Nach der ersten Tour stellte sich das aber das Irrtum heraus. Jegliche Vibration im Auto wurde auf den Hals und damit aufs Handy übertragen, so dass das Display nur noch schwerlich zu erkennen war. Somit fiel im nächsten Schritt die Wahl auf einen fixen “Turm”, in den aber ebenfalls ein Cradle eingehängt werden kann um für zukünftigte andere Gerätedimensionen gewappnet zu sein. Sowohl der Schwanenhals als auch der Turm stammen von HR Richter. Lassen sich bei Amazon und Co. problemlos finden. Wer also auf der Suche nach einer KFZ-Halterung ist, dem kann ich die Turmhalterung von Richter nur ans Herz legen. Vom Schwanenhals würde ich aber abraten. Der Saugnapf hält bei beiden allerdings super stabil.

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Nokia E71 Erfahrungsbericht 2/3 – Software

Mai 29th, 2009

Im ersten Teil dieser Serie zum Nokia E71 bin ich auf die Hardware eingegangen. Dieser Teil widmet sich nun der Software.

Barcode-Scanner

Eine nette Spielerei zur Verwendung der Kamera wurde ab Werk installiert: Ein Barcode-Scanner. Mit diesem lassen sich z.B. die QR-Codes auslesen, die man neuerdings auf Werbeplakaten vorfinden kann. Allerdings ist das nach wie vor umständlich und der Mehrwert ergibt sich nicht wirklich. Daher Spielerei.

barcode_gefunden

Kalender und Notizen

Was mir gut gefällt ist die neue Ansicht des Kalenders. Der zeigt nun neben der Monatsübersicht eine zweite Spalte mit den Details des jeweils ausgewählten Tages.

kalender-zweispaltig

Allerdings gibt es noch immer keine Möglichkeit die Geburtstage der Kontakte direkt im Kalender anzeigen zu lassen, ohne diese umständlich über eine externe Software (z.B. Bestbirthday) anzulegen. Unverständlich.
Dafür ist zumindest die Eingabe eines Termines erheblich optimiert worden, so dass man nun eine kompakte Eingabeform vorfindet, statt des bisher vorhandenen unübersichtlichen Dialogs, bei welchem man mehrfach scrollen musste.

neuer_termin

Die Notizen wiederrum leiden etwas unter dem verkleinerten Display: Die dargestellte Menge an Zeichen einer Notiz ist geschrumpft. Sie können meinen Tests zu Folge aber nach wie vor beliebig lang sein.

notiz

Standby Bildschirm

Kleinere Neuerungen gab es am Standby-Bildschirm. Zum einen gibt es nun zwei Modi, so dass man den Standby-Bildschirm je nach Situation unterschiedlich belegen kann. Zu Beginn hab ich das noch genutzt. Mittlerweile bin ich davon aber abgegangen, da der Wechsel unverhältnismässig lange dauerte.
Zum anderen kann man nun direkt im Standby-Bildschirm den Namen tippen den man anrufen will und bekommt dann eine Auswahl der möglichen Treffer. Sehr praktisch!

search-as-you-type

Navigation

Zu meinem Leidwesen kann Tomtom nicht mit dem internen GPS-Modul des E71 umgehen. Letzteres funktioniert zwar tadellos mit Google Maps, aber damit macht navigieren keinen richtigen Spass. Auch ein Tool mit dem man dem Tomtom das interne GPS-Modul als externen Bluetooth-Empfänger vorgaukeln kann (GPSd), funktionierte bei mir nicht, so dass ich mir McGuider angesehen habe und bei dem ich geblieben bin.
Die Routenberechnung dauert mit dem McGuider zwar um einiges länger, die Neuberechnung wenn man von einer Strecke abweicht, will einen zu lange auf die alte Strecke zurückführen anstatt eine Alternative zu berechnen, aber ansonsten hat mich McGuider bisher noch immer ans Ziel gebracht.

Wie im ersten Teil beschrieben funktioniert das GPS an sich problemlos, wenn man eben das A-GPS aktiviert um einen ersten Satellitenlock um ein vielfaches zu beschleunigen. A-GPS muss auch im McGuider unter Einstellungen -> GPS -> Com-Port separat aktiviert werden.

Mobile Web

Da der interne Browser im Grunde unbenutzbar ist (langsam, grässliches HTML-Rendering, usw.) sollte man direkt den Opera Mini installieren. Dazu noch Profimail als Ersatz für die interne E-Mail-Anwendung, die ebenfalls nicht wirklich Spaß macht im Gegensatz zu Profimail. Von letzter gibt es auch eine 30 Tage Testversion.
Bekanntlich twitter ich ab und zu. Mobil macht das dann auch noch mal richtig Spaß. Empfehlen kann ich entweder Twibble (kostenfrei) und Gravity (kostenpflichtig). Geschmacksache welche man bevorzugt.

Synchronisieren

Synchronisieren kann man das E71 u.a. per SyncML. Hierzu nutz ich mittlerweile Horde (dazu bald mehr), aber noch immer ohne SMS-Sicherung. Um dem Abgleichen mehr Komfort zu gute kommen zu lassen, empfiehlt sich swim. Mit dieser kann man das Synchronisieren automatisiert in bestimmten Intervallen ablaufen lassen.

Soviel zum Thema Software auf dem E71. Im nächsten und letzten Teil der Serie geht es um passendes Zubehör für das E71, eine Hülle von Krusell und eine KFZ-Halterung von Richter.

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Nokia E71 Erfahrungsbericht 1/3 – Hardware

Mai 21st, 2009

Seit einiger Zeit – genauer seit September 2008 – renn’ ich nun mit dem Nachfolger des E61i, dem E71 von Nokia durch die Gegend.

Display

Vor dem Kauf, war ich ziemlich hin und her gerissen, ob mir das Display nicht zu klein wäre. Schliesslich zeigt es zwar diesselbe Auflösung, hat aber ein gutes Stück weniger Fläche. Ich kann festhalten: Wenn man sich nach ein paar Tagen an das neue Gerät gewöhnt hat, spielt das kleinere Display keine Rolle mehr.

Tastatur

Ähnliches gilt für die Tastatur: Entgegen dem E61i hat das E71 keine Zwischenräume mehr zwischen den Tasten. Dafür ist wiederrum der Druckpunkt wesentlich besser. Man muss aber schon zugeben, dass das Tippen schwerer fällt als auf dem E61i. Dazu kommt, dass das Layout etwas geändert wurde. Die Symbian-Menü-Taste wurde zu einem Homekey und wanderte eins nach links. Dafür wanderte die Taste für das Adressbuch direkt rechts neben das Steuerkreuz. Ich kann nicht behaupten, dass die neue Anordnung besser oder schlechter ist. Sie stellt aber eine Umgebwöhnung dar. Irritierend, wenn man, wie wir, beide Geräte gleichzeitig im Einsatz haben und auch mal das jeweils andere Gerät benutzen.

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Zurück zum Steuerkreuz: Irgendwo (ich meine es war das Review bei allaboutsymbian.com habe ich gelesen, dass Nokia das bisher beste Steuerkreuz abgeliefert hat. Dem kann ich mich nur anschließen.
Leider musste die separate Strg-Taste weichen und teilt sich die Taste nun mit Alt. Zwischen den beiden wechselt man mit “Num”. Allerdings funktioniert das nicht überall. Putty z.B. bemerkt eine Umstellung nicht und lässt somit die Funktion einer Strg-Taste vermissen.

Wlan

Desweiteren fiel mir auf, dass das Wlan auch schwächere Netze benutzen kann/findet. Dazu zeigt das E71 in denselben Situationen auch bessere Leistungen hinsichtlich Geschwindigkeit des Wlans.
Hinsichtlich der Leistung muss man dem E71 in jedem Fall vermerken, dass es oft ehrheblich schneller agiert als sein Vorgänger.

A-GPS

Bisher nur in wenigen Consumer-Handys von Nokia verfügbar, hat nun auch das E71 endlich einen internen GPS-Empfänger. Gleichzeitig handelt es sich bei diesem um ein sog. A(ssisted)-GPS. Heisst nichts anderes als dass sich das Handy bei einer Positionsbestimmung mobil ins Internet hängt, um über die genutzten Mobilfunkmasten Informationen abzurufen und so die Standortbestimmung einzugrenzen. Das Ganze funktioniert verdammt gut.
Unabhängig von der Navigationssoftware, sollte man darauf achten, dass das sog. AGPS aktiviert ist ( System -> Einstellungen -> Allgmein -> Standortbest. -> Best. Methoden “Unterstützes GPS” und StandortBest. Server “supl.nokia.com”). Wie erwähnt benötigt man dafür einen mobilen Internetzugang, dafür weiß man dann in teilw. weniger als 5 Sekunden wo man sich befindet. Ohne die Unterstützung kann das auch schonmal mehr als eine Minute brauchen.

Kamera

Leider trifft die Verbesserung nicht auch auf die Kamera zu. Diese hat zwar nun einen Blitz, aber in Summe sind die Bilder immernoch nur zur Not zu gebrauchen. Warum auch immer, verbaut Nokia in der Business Serie keine gescheiten Linsen (z.B. Carl-Zeiss beim 5800). Das Hochschrauben der Auflösung hilft bei der Verbesserung der Bildqualität bekanntlich einfach mal gar nichts, wenn die Optik nicht stimmt.
Der Blitz ist auch nicht wirklich zu gebrauchen. Sollte er doch dazu führen, dass zu dunkle Bilder passend ausgeleuchtet werden, kommen in diesem Fall schlicht Bilder mit abstruser Farbgebung heraus. Man kann das allen Falls noch als Kunst, aber bestimmt nicht als Abbildung der Realität, bezeichnen. Ein paar Bilder hab ich mit der Kamera bereits gemacht und sind in den Bildern zu finden.

In Teil 2 meines Nokia E71 Erfahrungsberichts geht es um den Software-Part :)

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James Bond – Ein Quantum Trost

November 16th, 2008

Seit langem gings mal wieder ins Kino und diesmal einer richtiger Männerfilm ;) Einiges hatte ich zuvor über den neuen Bond (engl. quantum of solace) gelesen:
Es sei kein typischer Bondfilm, es gäbe keinen technischen Schnickschnack, kein gesondertes Bond Auto, kein “mein Name ist Bond…”, kein “geschüttelt nicht gerührt” und v.a. kein Bond Girl. Dafür sei es der erste realistische Bond (stern.de). Dabei hätte man rund 1:45h in welchen man kaum zum Durchschnaufen kommt, da es von einer Actionszene zur nächsten geht.

Man muss sagen, dass die Rezensionen der üblichen Verdächtigen zutreffend sind. Es handelt sich definitiv nicht um einen typischen Bond-Film, aber gerade das macht ihn gut.
Craig spielt Bond sehr glaubwürdig und vermittelt den Eindruck eines innerlich sehr verletzten Mannes, der nur auf Rache für den Verlust seiner Vesper aus ist.

Wer auf einen Bond mit o.g. typischen Merkmalen Wert legt, wird mit der 22. Verfilmung eher nicht zufrieden sein, aber wie es auch stern.de schrieb, wurde für Bond bereits in Casino Royale der erste Schritt ins 21. Jhd. gelegt und diesen Weg geht Quantum of Solace nur konsequent und für mein Empfinden glaubwürdig weiter. Empfehlenswert!

Einzig interessiert mich wie der nächste Bond aussehen wird. Bleibt er realistischer oder gibt es einen Rückschritt zu vergangenen Zeiten? Hilft nur abwarten :)

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wie ihr’s wollt – ein Schultheaterprojekt

November 15th, 2008

Wie ihrs wollt Plakat Quelle:grow-ohg.de

Am Samstag Abend gabs im Otto-Hahn Gymnasium die letzte Aufführung des Stückes “wir ihr’s wollt” des Theater Projekts Grow!.
Das Stück wurde von einem der Grow-Mitglieder selbst geschrieben, was hinsichtlich der Qualität der Story sehr beeindruckt.

Die Macher des Stücks verstehen es als einen Einblick in die heutige Jugend und wie diese sich selbst sieht und was diese beschäftigt.
Als Beispiel dienen Urs, Hilda und Lucio, die sich im Warteraum eines Schulpsychologen kennenlernen. Urs ist ein introvertierter Computerfreak, Hilda kämpft mit chronischen Ängsten und Lucio stellt einen extrovertierten Jugendlichen dar, der sich wohl aufgrund heimischer Lieblosigkeit nur nach richtiger Freundschaft/Nähe sehnt, dies aber kaschiert.

Nach dem Kennenlernen wird bekannt, dass Urs’ Opa von den Eltern ins Altersheim abgeschoben wurde und Urs damit wieder zu seinen ungeliebten Eltern müsste, da er zwischenzeitlich zu seinem Opa geflohen war.
Lucios Vorschlag dies nicht hinzunehmen, wird nach anfänglichem Zögern zugestimmt. Die drei entschliessen sich Urs’ Großvater aus dem Altersheim “zurückzuklauen”.

Wir ihrs wollt fängt mit menschlischen Simulation eines Counter Strike Spieles an, das Urs und seine Freunde zocken. Allein das ist schon bemerkenswert, da einem dadurch mal bewusst wird wie surreal dieses Spiel im grunde ist. Mit all seinen merkwürdigen Bewegungen, die die Figuren des Spiels so haben.
Darauf folgt der erste Musical Part, bei welchem man einen Eindruck über die gesangseinlagen erhält. Diese wissen von Anfang an zu überzeugen und lassen einen über die Gesangsqualität der schulischen Solosänger staunen.

Nach der Warteraumszene wird man dann mit weiteren entscheidenden Personen bekannt gemacht:
Bill, der eigentlich Luzifer ist und die Kurzform Lu aber zu naheliegend fand und sich daher einen neuen Namen gegeben hat. Er versucht die Menschen mittels Verkaufsshows und dem dahinterstehenden Konsumgedanken zu verführen. Seine Message: der Weg zu vollkommenem Glück ist nur eine Überweisung entfernt.
Danach lernen wir Herr Gott und seine Frau Margott kennen, die sich die göttliche Aufgabe teilen. Dabei ist margott für “Familie und Gedöns” zuständig und Herr Gott ist über die Menschen enttäuscht, da sie doch so gute Anlagen hätten, aber Nichts/das Falsche daraus mache. So zum Beispiel sich bekriegen oder nur faul rumsitzen.
Margott erinnert ihren Göttergatten daran, dass die Menschen nach seinem Ebenbild erschaffen wurden, was natürlich nicht im Sinne vom Herr Gott ist und führt gemeinschaftlichen Therapie mit Fraud Dr. Engels. Deren Allheilmittel ist die Methode die Beteiligten ihre Gefühle zuerst auf einer Skala von 1-10 einordnen und danach den Gruuuuund ihrer Frustration/Trauer/usw. nennen zu lassen.
Um seiner Gefühle dann Herr zu werden, empfiehlt Frau Dr. Engels den Wutkranich. Man stellt sich dabei auf ein Bein, das andere Bein vollführte Luftlaufbewegungen und mit den Armen werden die Flügelschwingen imitiert! In jedem Fall frustabbauend und für die Zuschaue ein amüsanter Anblick.

Kurz drauf kommt Bill zu Besuch und es entwickelt sich die Frage ob Urs, Hilda und Lucio “was Gutes tun werden” und den Opa befreien, oder ob sie aufgeben. Ersteres würde den Herr Gott sehr freuen und wieder an das Gute im Menschen glauben. Letzteres natürlich Bill sehr zuspielen.
Entsprechend entwickelt sich ein kleiner Wettkampf zwischen den beiden der in einem Wetttanz seinen Höhepunkt findet, bei welchem Familie Gott zu den Klängen von Ghostbusters “I ain’t afraid of no ghost” es schafft Bill daran zu hindern, die drei zu beeinflussen.

Schlussendlich erfährt man leider nicht, was mir Urs und den beiden anderen geschieht und ebensowenig, ob der Opa wieder ins Altersheim muss, aber das ist auch nicht wichtig. Am Ende zählt nur, dass die drei versucht haben den Opa zu “befreien” sprich was Gutes tun wollten.

“Wie ihr’s wollt” vermittelt also nicht nur eine sehr amüsante Story mit unterschiedlichsten Charakteren, sondern legt auch Wert darauf etwas rüberzubringen und das ist für ein Schultheater Projekt schon eine Menge. Dazu kommt, dass es ein komplett selbst geschriebens Stück ist und die Schauspieler auch mit Gesang mehr als zu überzeugen wissen.
V.a. Bill hatte es mir angetan. Zwischenzeitlich ging hinsichtlich des Vorhangs und eines Mikros einiges schief, aber er ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, sondern konnte das Lachen des Publikums mit einem süffisanten “ja sie lachen! Stehen sie dabei mal auf der Bühne” parieren.

Leider war die Vorstellung Samstags die letzte und auf die Anfrage des Schulleiters man würde sich über eine weitere Vorstellung sehr freuen, kam leider keine Reaktion, so dass man von der letzten Vorstellung ausgehen muss. Andererseits könnte ich das Stück jedem für einen Besuch empfehlen. Und ich bin mir sicher, die DVD werden wir uns zulegen.

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Mit der Puls-Uhr um die Wette laufen

September 24th, 2008

Montag vor einer Woche hatte es mich dem Hochzeits- und Geburtstagsfeierwochenende mit einem Magenvirus für einen Tag ins Bett gefesselt. Die Tage drauf gabs dann noch zu allem Überfluß eine Erkältung dazu, so dass unser, mittlerweile regelmäßiges, Joggen eine Woche komplett ausgefallen war.

Sonntags kamen wir dann wieder dazu, aber ich im speziellen merkte schon, dass ich die Tage ziemlich niedergestreckt war.
Aber zurück zum Thema. Vor kurzem hatte Aldi mal wieder ein Sonderangebot. Pulsuhren inklusive Brustpulsmesser zum Preis von 19,99 Euro. Da kann man nicht viel falsch machen. Also gekauft.

Pulsuhr von Aldi / Crane

Persönlich hatte ich jetzt nur mit einfachen Pulsfunktionen gerechnet. Aber gefehlt: Zuerst einmal ist die Frage nach Alter, Gewicht und Größe. Man sollte dies korrekt angeben, da mit diesen Daten der ungefähre Fitnessgrad berechnet wird.
Anschließend sollte man beim ersten Lauf die Uhr noch mit der persönlichen Schrittlänge kalibrieren, damit auch Geschwindigkeit und Distanz gemesen werden können.
V.a. letztere ist recht kompliziert und fehlerträchtig.

Hat man die Einstellungen vorgenommen, kann man sich während dem Laufen nun Puls in Kombination mit verbrauchten Kalorien (nicht zu empfehlen, die verbrauchen sich so langsam ;) ), Geschwindigkeit oder paar anderen Dingen anzeigen lassen. Dann gibts noch Geschwindigkeit in Verbindung mit Puls, Schritten, Max-Speed, Durch-Speed, Distanz usw. usf.

Auf die Distanz/Geschwindigkeit sollte man sich nach unseren ersten Erfahrungen nicht allzusehr verlassen. Laut Google Maps umfasst die Strecke, die wir zuletzt immer gelaufen sind 3,3 – 3,4km. Laut Uhr sind wir zuletzt 4,5km gelaufen… Allerdings vermute ich hier das Problem eher bei der Kalibrierung, evtl. sollte man die einfach nochmal wiederholen. ;)

Den Brustgurt der Uhr sehe ich kritisch. Zum einen braucht der natürlich eine zusätzliche Batterie, zum anderen muss man ihn zusätzlich tragen. Ob er die Messung des Pulses verbessert kann ich dagegen nicht einschätzen. Bei mir hält er allerdings ganz gut, aber auch bei mir gehts schon in die Richtung, dass ich den Gurt auf ziemlich eng stellen muss, damit er gut anliegt. Frauen dürften also durchaus Probleme mit dem Gurt haben.

Die vorgenannten Punkte zusammengefasst kann ich die Uhr, v.a. zu dem Preis durchaus empfehlen. Die einzige Schwachpunkte sind meiner Meinung nach, zwei Batterien durch zwei Geräte, der Gurt, den man nicht sonderlich eng machen kann und die fehlerträchtige Kalibrierung. Ansonsten Daumen hoch!

Btw es ist schon faszinierend zu sehen wie die Uhr einen Puls von 180 zeigt und man auch merkt: verdammt, langsam kann ich nicht mehr! ;)

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