Am Beispiel des Chile-Erdbebens ist mir heute morgen mit einem Mal bewusst geworden, woran es europäischen und im speziellen deutschen Medien im Umgang mit der, nennen wir es Medienrevolution, mangelt. CNN benutzte völlig selbstverständlich jede Informationsquelle, die sie finden konnten und taten dann das, was Journalismus ausmachen sollte. Sie filterten. Dabei liegt für mich die Betonung auf “selbstverständlich”. Schaut man sich die Herangehensweise unserer Medien an, bekomme ich da immer den Eindruck, dass zuerst die Frage gestellt wird, ob das alles seine Daseins-Berechtigung hat, anstatt einfach damit umzugehen. Thema Änderungsbereitschaft/Flexibilität.
Natürlich ist diese offene Herangehensweise von CNN fehleranfällig hinsichtlich Falschmeldungen. Schließlich benutzen sie mehr Informationen, als ihre eigenen Quellen, aber aus mehr weniger zu machen, ist meines Erachtens die bessere Herangehensweise, als die Informationen der Massen aussen vor zu lassen und sich nur auf die Informationen der selbst kontrollierten Quellen zu verlassen.
Schaut man sich aktuell CNN an, sieht man laufend den völlig selbstverständlichen Umgang mit Twitter, Twitpics, Facebook und Google Earth auf rießigen Touchscreen Bildschirmen, auf denen mit schematischen Zeichnungen gezeigt wird, was es mit dem Erdbeben auf sich hatte. Auch das ist sehr beeindruckend. Also hinsichtlich der Selbstverständlichkeit, nicht der Möglichkeit.
Auf der persönlichen Ebene, haben wir mittlerweile wieder Kontakt mit der Verwandtschaft und alles ist ok, auch wenn Hinweise wie “durch die eine oder andere Wand können wir hindurchschauen” nicht gerade beruhigen, v.a. wenn man bedenkt, dass das ganze im 14 Stock ist. Neben Concepción ist also auch Santiago ganz gut betroffen von dem 8,8 Erdbeben.
Jetzt nur hoffen, dass die Nachbeben nicht mehr so stark werden bzw. keine Schäden nach sich ziehen.
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