Seit einiger Zeit – genauer seit September 2008 – renn’ ich nun mit dem Nachfolger des E61i, dem E71 von Nokia durch die Gegend.
Display
Vor dem Kauf, war ich ziemlich hin und her gerissen, ob mir das Display nicht zu klein wäre. Schliesslich zeigt es zwar diesselbe Auflösung, hat aber ein gutes Stück weniger Fläche. Ich kann festhalten: Wenn man sich nach ein paar Tagen an das neue Gerät gewöhnt hat, spielt das kleinere Display keine Rolle mehr.
Tastatur
Ähnliches gilt für die Tastatur: Entgegen dem E61i hat das E71 keine Zwischenräume mehr zwischen den Tasten. Dafür ist wiederrum der Druckpunkt wesentlich besser. Man muss aber schon zugeben, dass das Tippen schwerer fällt als auf dem E61i. Dazu kommt, dass das Layout etwas geändert wurde. Die Symbian-Menü-Taste wurde zu einem Homekey und wanderte eins nach links. Dafür wanderte die Taste für das Adressbuch direkt rechts neben das Steuerkreuz. Ich kann nicht behaupten, dass die neue Anordnung besser oder schlechter ist. Sie stellt aber eine Umgebwöhnung dar. Irritierend, wenn man, wie wir, beide Geräte gleichzeitig im Einsatz haben und auch mal das jeweils andere Gerät benutzen.
Zurück zum Steuerkreuz: Irgendwo (ich meine es war das Review bei allaboutsymbian.com habe ich gelesen, dass Nokia das bisher beste Steuerkreuz abgeliefert hat. Dem kann ich mich nur anschließen.
Leider musste die separate Strg-Taste weichen und teilt sich die Taste nun mit Alt. Zwischen den beiden wechselt man mit “Num”. Allerdings funktioniert das nicht überall. Putty z.B. bemerkt eine Umstellung nicht und lässt somit die Funktion einer Strg-Taste vermissen.
Wlan
Desweiteren fiel mir auf, dass das Wlan auch schwächere Netze benutzen kann/findet. Dazu zeigt das E71 in denselben Situationen auch bessere Leistungen hinsichtlich Geschwindigkeit des Wlans.
Hinsichtlich der Leistung muss man dem E71 in jedem Fall vermerken, dass es oft ehrheblich schneller agiert als sein Vorgänger.
A-GPS
Bisher nur in wenigen Consumer-Handys von Nokia verfügbar, hat nun auch das E71 endlich einen internen GPS-Empfänger. Gleichzeitig handelt es sich bei diesem um ein sog. A(ssisted)-GPS. Heisst nichts anderes als dass sich das Handy bei einer Positionsbestimmung mobil ins Internet hängt, um über die genutzten Mobilfunkmasten Informationen abzurufen und so die Standortbestimmung einzugrenzen. Das Ganze funktioniert verdammt gut.
Unabhängig von der Navigationssoftware, sollte man darauf achten, dass das sog. AGPS aktiviert ist ( System -> Einstellungen -> Allgmein -> Standortbest. -> Best. Methoden “Unterstützes GPS” und StandortBest. Server “supl.nokia.com”). Wie erwähnt benötigt man dafür einen mobilen Internetzugang, dafür weiß man dann in teilw. weniger als 5 Sekunden wo man sich befindet. Ohne die Unterstützung kann das auch schonmal mehr als eine Minute brauchen.
Kamera
Leider trifft die Verbesserung nicht auch auf die Kamera zu. Diese hat zwar nun einen Blitz, aber in Summe sind die Bilder immernoch nur zur Not zu gebrauchen. Warum auch immer, verbaut Nokia in der Business Serie keine gescheiten Linsen (z.B. Carl-Zeiss beim 5800). Das Hochschrauben der Auflösung hilft bei der Verbesserung der Bildqualität bekanntlich einfach mal gar nichts, wenn die Optik nicht stimmt.
Der Blitz ist auch nicht wirklich zu gebrauchen. Sollte er doch dazu führen, dass zu dunkle Bilder passend ausgeleuchtet werden, kommen in diesem Fall schlicht Bilder mit abstruser Farbgebung heraus. Man kann das allen Falls noch als Kunst, aber bestimmt nicht als Abbildung der Realität, bezeichnen. Ein paar Bilder hab ich mit der Kamera bereits gemacht und sind in den Bildern zu finden.
In Teil 2 meines Nokia E71 Erfahrungsberichts geht es um den Software-Part
Tags: alltag, e61i, e71, erfahrungsbericht, hardware, nokia, symbian









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