
Ich war ja schon etwas neugierig, was Google bzw. T-Mobile heute als erstes Android Handy vorstellen würden. Dass es von HTC hergestellt wird und wie es aussehen wird, war im Grunde schon einige Zeit bekannt, somit waren die Details auch eher das worauf sich alle Interessierten stürzten.

Google / T-Mobile G1
Für mich zählt das G1, so der Name des ersten Google Handys zu den potentiellen Ablösern meines E61i.
Mit dem E61 bin ich im Grunde zufrieden, aber Stillstand ist des Spielkinds Tod und somit schau ich mich seit geraumer Zeit bzgl. möglicher Kandidaten um.
Gewisse essentielle Fähigkeiten muss das nächste Mobilfunkgerät jedenfalls haben:
- eingebautes (A)GPS
- WLan
- UMTS
- Qwertz-Tastatur
- Kamera
Und dann wäre da noch der Touchscreen mit dem ich seit dem iPhone liebäugel, welchen es bis dato aber nur bei eben diesem oder Geräten mit Windows Mobile gibt.
Ersteres fällt für mich aufgrund der Einschränkungen weg, die Apple so mit sich bringt und letzteres aufgrund des Windows Mobiles mit welchem ich noch nie wirklich klarkam.
Aufgrund der Größe hatte es mir schon das E71 angetan, aber eben auch aufgrund der Größe des Bildschirms hab ichs mir bisher nicht geholt. Grade die Größe des Bildschirms meines E61i find ich gut. Die Auflösung wäre beim E71 diesselbe, aber auf kleinerer Fläche. Volker Weber (seines Zeichens c’t Redakteur) meint, die Größe des E71-Bildschirms wäre kein Problem.
Blieben also noch seit der Ankündigung ein Handy mit Android oder ein Symbian basiertes mit S60. Zu letzterem soll nun im Oktober auch ein Gerät von Nokia vorgestellt werden, das die im Oktober 2007 vorgestellte Symbian S60 Touch Technologie beherbergt.
Zudem kamen die Tage Bilder von einigen neuen Nokia Modellen zum Vorschein. Namentlich dem E72 und dem E75.

Quelle: Engadget
Hierbei fiel mir vor allem der Formfaktor des E75 (links) auf. War dessen Vorgänger noch ein horizontal-Slider war, der Nachfolger aber ein Vertikal-Slider mit Volltastatur zum Ausfahren sein wird. Das E72 (rechts) dagegen wird wie schon das E61i und das E71 ein Blackberry-artigen Aufbau haben.
Und dann wären da noch so Geräte wie das Nokia N810, das ich die Tage mal in die Hand nehmen konnte. Ebenfalls ein Queer-Slider mit Volltastatur, dafür aber ohne jegliche Kommunikationsfunktion, sieht man von E-Mails mal ab.
Um noch mal auf das G1 zurückzukommen. Es tut schon sehr weh, was man zu Beginn in Kauf nehmen muss, möchte man sich auf das Google Handy einlassen:
Eine sehr enge Verknüpfung mit einem Google Account, so dass Kalender, Kontakte und E-Mail nur in Verbindung mit dem Google Account bestehen. Hat natürlich den Vorteil, dass auf dem Handy immer diesselben Daten vorliegen, wie im Google Account (hierzu am Besten ein Erklärvideo zum G1 bei Youtube ansehen). Andererseits gibt man ein weiteres Stück Autonomie in Richtung Google ab, verknüpft man auch das Alltagsgerät schlechthin mit der Firma, die angeblich nichts böses tun will.
Es bleibt zu hoffen, dass aufgrund der Offenheit, mit der Android angelegt ist, schnell Anwendungen für Mail, Kontakt usw. entwickelt werden, die dann einfach nur die Hardware des Google Phone nutzen, ohne die nahtlose Bindung an Google zu bedingen.
Zudem wird das G1 nicht das einzige Handy mit Android als Betriebssystem bleiben. Mal sehen was da noch kommt.
Gleichzeitig gibts dann ja noch Symbian, welche mit S60 eine riesige Verbreitung vorzuweisen haben und die seit kurzem komplett zu Nokia gehören. Der Code soll laut Nokia auch bald Open Source sein. Es bleibt zu hoffen, dass die Touch-Technologie im S60 keine großen Änderungsnotwendigkeiten mit sich bringt, so daß alte S60 Software möglichst ohne Änderungen in zukunft per Fingerzeig bedient werden kann.
Damit hätten wir auf lange Sicht drei konkurrierende Systeme für Mobilfunkgeräte: Android, Symbian und Apple, für die mehr oder weniger leicht entwickelt werden kann. Für den Endverbraucher ist eine solche Konstellation idR eine Win-Win Situation, da er die Qual der Wahl hat.
Apropos Qual der Wahl. Die Menge an Geräten und möglichen E61i Nachfolgern ist ja schön und gut, leider hab ich trotzdem keine Ahnung, in welche Richtung es für mich geht