VDR Geraffel

Juni 30th, 2008

Vor ein paar Tagen gabs wohl einen sehr kurzen Stromausfall, der zudem auch nur rund 1000 Haushalte in Karlsruhe betraf. Einer davon waren wir. Jedenfalls hatte ich mich schon gewundert, warum der VDR von extern nicht zu erreichen gewesen war und die Schuld bei der Fritzbox gesucht.
Daheim stellte ich dann aber einfach fest, dass der VDR nach dem Stromausfall nicht automatisch neugestartet hatte.
Als Folge des Stromausfalls reagierte der VDR bzw. dessen LIRC-Empfänger nicht mehr auf die Fernbedienung, was sich nach Wechseln der seriellen Schnittstelle schlicht als Defekt von Com2 festhalten ließ. Nachdem ich das schon beim letzten Board mitmachen durfte, scheinen serielle Schnittstellen wohl sensibel auf Stromausfälle zu reagieren.
Ich hoffe nun mal, dass sich das alsbald nicht wiederholt, da auf dem Board nur noch eine funktionierende serielle Schnittstelle vorhanden ist…

Dann hatten wir, v.a. während der Fussballspiele sehr nervende Empfangsprobleme. Hier stellte sich heraus, dass der VDR mal wieder die beiden DVB-C Karten in einer anderen Reihenfolge erkannt hatte als sonst und somit die Kanäle der Karte (Technotrend 2300) zugeteilt waren die sich mit unserem Empfang sehr schwer tut. Dagegen kann man aber auch was tun. Einfach die Reihenfolge der Module in /etc/modules fest vorgeben, damit die beiden Karten immer in der gleichen Reihenfolge erkannt werden. In meinem Fall:

dvb_ttpci
budget_dvb

Damit ist der Empfang zwar noch immer mal wieder frakturiert, aber nicht mehr so schlimm. Passend dazu, hab ich mal mit w_scan einen Sendersuchlauf gemacht um sicherzustellen, dass ich die aktuellen Frequenzen benutze. Aber wie befürchtet liefert mir w_scan zwar alle Sender, die ich bereits habe, aber alle auf den Frequenzen wie sie eh schon in Benutzung waren. Also leider auch keine Besserung dadurch.

Schlussendlich hat sich die Multifunktionsfernbedienung von Tevion noch verabschiedet, so dass wir nur noch nach unten schalten und die Mechanik zum Hochschalten keinen Druckpunkt mehr hat. Qualitätsware mal wieder ;)

Tags: , , , ,

Indiana Jones 4

Juni 30th, 2008

Noch bevor wir im Urlaub waren, warf ich meine Vorurteile hinsichtlich des vierten Teils der Indi Reihe über Board und ging ins Kino um mir anzusehen, ob ein in die Jahre gekommener Harrison Ford in der Rolle nochmal überzeugen kann.
Zu Beginn musste ich mich etwas daran gewöhnen, dass Indi doch etwas reifer wirkte, aber das vergisst man schnell. Was folgt sind typische Indisprüche, typische Indiaction mit Verfolgungen und das Herumschlagen mit Ungeziefer und schon lange Verstorbenen ;)
Zum Ende hin dreht der Film zwar ziemlich ab, aber was solls. Der Film ist davor schon nicht sonderlich realistisch, so dass das auch nicht mehr grossartig stört.
Resüme: ein fast typischer Indi Film, wenn man von Harrison Fords Alter und dem etwas abgefahrenen Ende absieht :)

Tags: , ,

Spanien machts

Juni 29th, 2008

Klar ist das jetzt nix neues, dass Spanien Europameister wurde. Zumindest geh ich mal davon aus, dass ihr das mitbekommen habt ;)
Wie auch immer: Gratulation an die Spanier. Imho besser gespielt, klarere Chancen und bei den Abwehrschwächen wars echt nur dem Glück oder oft Jens Lehmann zu verdanken, dass nicht mehr als 1:0 rauskam. Ok zugegeben, manchmal reicht auch ein Pass und ein Schuss um ein Tor zu schießen. Es müssen also nicht unbedingt und immer noch ein Pass mehr sein um ein Tor zu schießen, gell ihr Iberer ;)

Allerdings stellt sich mir hinsichtlich zwei Spielern aktuell die Fragen, wie deren Zukunft/Erfolgschancen aussehen: Mir gehts um Frank Ribery und Michael Ballack.
Schaut man sich Frankreich an, sieht es für mich danach aus, dass die Spieler um Ribery nicht mit seinem Talent mithalten können. Theoretisch heisst das er wäre verdammt dazu in einer Generation ohne große Aussichten zu spielen.
Schaut man sich Ballack hat, so hat er natürlich ein paar nationale Erfolge, aber bisher keinen großen Titel geholt. Diese Saison dürfte auch nicht grad förderlich gewesen sein. Er wurde mit Leverkusen früher mal zweiter, wurde WM 2. 2002, WM 3. 2006, EM 2. 2008.
Ich weiss nicht, aber irgendwie frag ich mich, ob er nicht am Ende seiner Karriere als “ewiger Zweiter” in Erinnerung bleiben wird.
Aber ich glaub das wars jetzt mal wieder zum Thema Fussball. Nicht dass das Blog hier noch nen Themenwechsel macht ;)

Tags: , , ,

EM 2008 in der Südstadt

Juni 29th, 2008

Passend zum Finale heute Abend drei Eindrücke aus der Südstadt :)

Tags: , , ,

Italien raus = gute Nacht

Juni 22nd, 2008

Spanien wirft Italien raus. Für uns hier in der Südstadt ist das eine gute Nachricht ;)
Keine Autokorsos, kein Geböller und unsere Nachbarn ebenfalls völlig ruhig.
Da kann man bei diesen Temperaturen sogar das Fenster offen lassen :)
In diesem Sinne gute Nacht!

Tags: , , ,

Türkei Urlaub in Fethiye

Juni 22nd, 2008

Wie einige von euch wissen, haben wir unseren Urlaub dieses Jahr in der Türkei verbracht. Neun Tage Spiel, Spaß, Spannung. Wie immer haben wir relativ kurzfristig im Internet nach einem Ziel für uns gesucht. Fündig wurden wir bei Opodo, die die Reise für 7 und 9 Tage anboten. Da der Preis sich nur minimalst unterschied buchten wir natürlich den längeren Urlaub ;)

Anreise

Los ging es am Samstag den 7. Juni. Im Gegensatz zu unserer Bulgarienreise hatten wir diesmal humane Reisezeiten. So standen wir gegen 8 Uhr auf, packten und wurden dann von unserem privaten Flughafen-Fahrdienst nach Stuttgart gebracht. Da wir nicht 2 Stunden wir erwünscht, sondern 2 1/2 Stunden früher da waren, war das Einchecken eine Sache von 3 Minuten. Auf Grund der Tatsache, dass ein gewisser Herr ungeduldig war, mussten wir unsere Zeit mit Essen tot schlagen. Als wir am Gate warteten und uns auch schon langsam fertig machen durften riefen 2 Flughafenangestellte immer nervöser eine Dame aus. Lange Zeit kam niemand, bis dann ein kleiner Aufruhr entstand und ein Brautpaar, die Braut noch im weißen Kleid, auf sich aufmerksam machte. Beide durften selbstverständlich an allen vorbei ins Flugzeug einsteigen. Der Flug an sich war unspektakulär, erst an der Passkontrolle wurde es wieder interessant, denn kaum hatten die Angestellten die weiße Dame erblickt wurde das Paar persönlich durch die Passkontrolle geleitet. Da stellt sich doch die Frage, ob man, bzw. die Begleitung, nicht immer in einem weißen Kleid verreisen sollte. Könnte nur etwas unbequem auf einem Transatlantikflug werden.

2008-06-07-203940_dscf0131-turquoise_hotel
2008-06-16-155036_dscf0774-club_turkuar_garden_eingang

Nachdem wir unseren Koffer hatten, suchten wir unseren Anbieter, der uns zu unserem Hotel bringen sollte. Dumm nur, dass unser Fahrer unser Hotell erst beim zweiten Versuch fand. Ist ja auch ganz schön schwer 2 Hotels mit den Namen “Turquaz Garden” in Ciftlik und “Turqoise” in Ölüdeniz auseinander zu halten, wenn man nur den Namen und den Ort auf seiner Liste stehen hat!
Beim Aussteigen fragen wir noch “ist das Turquaz Garden?” “jaja” – na klar! Warum findet uns dann der Rezeptionist nicht in den Reservierungen? Nach nur einer halben Stunde warten, kam der gleiche (!) Fahrer und brachte uns, nachdem wir ihm vorsichtshalber die Adresse unter die Nase gehalten haben, zum richtigen Hotel. Hiermal einen Dank an den Rezeptionisten, der uns erklärte, wir wären nicht die ersten fehlgeleiteten Urlauber und das Unternehmen kontaktiuerte, damit wir wieder abgeholt werden. Ausdrückliches Bedauern fühlen wir für unseren Fahrer, der das EM-Türkei-Spiel leider nicht schauen konnte. Vielleicht beim nächsten Mal die Adresse vorher lesen, dann klappt das auch mit dem EM-Titel für die Türkei! Ich glaube ganz fest daran! Um halb 11 waren wir dann endlich im Hotel angekommen. Freundlicherweise erhielten wir an diesem ersten Abend Essensbringdienst an den Tisch trotz der späten Zeit.

2008-06-10-122656_dscf0323-hotel_pool

Erster Tag: Orientierung

Am Sonntag schliefen wir erst mal aus, um uns von den Strapazen der Anreise zu erholen. Wir verschafften uns einen Überblick über den Kiesstrand, kletterten auf einen Berg und probierten ein neues Spielzeug, eine Kamera, aus.

2008-06-08-101950_dscf0137
2008-06-08-110536_dscf0176

Zurück im Hotel warteten wir am Pool auf unseren Reiseleiter, der uns überteuerte Touren aufschwätzen wollte. Wir trafen eine nette junge Frau, mit der wir uns auf Anhieb gut verstanden und vereinbarten, dass wir die kommende Woche ab und zu gemeinsasame Unternehmungen machen könnten.

2008-06-08-161442_dscf0197-us-auto
2008-06-08-180926_dscf0200-sat_schuessel

Wir liefen am Abend noch in den benachbarten Ort, ca. 5-8 km entfernt, und holten uns Vergeichsangebote für Tagestouren ein. An diesem Abend kamen wir nict pünklich um 20 Uhr zum Essen, erst gegen halb 9 waren wir zurückgekehrt. Sehr zum Leidwesen zweier Personen, die in dieser Woche nie gekannten Futterneid entwickelten.

2008-06-08-121550_dscf0194-eigentumswohnungen
2008-06-08-181010_dscf0201-plaj-beach

Anreise und Orientierung Gallerie

Zweiter Tag: Fethiye

Der Montag war unser letzter “ruhige und freie” Tag, wie wir bald feststellen sollten. Nach einem Vormittag am Stand, wo wir versuchten mittels einem empfolenen “Kokos-Öl” braun zu werden. Angeblich soll das Öl in Verbindung mit Salzwasser die Haut schneller bräunen. Hat bei uns beiden leider nicht geholfen. Wir hatten Halbpension, so mussten wir uns fürs Mittagessen immer was ausdenken. In der Türkei gibt es das beste Weißbrot, leider nur das, aber als Mittagessen einfach perfekt.

2008-06-09-150610_dscf0230-dolmus

Am späten Nachmittag fuhren wir nach Fethiye rein, wo ein bestimmter Herr uns durch die komplette Stadt zerrte um ein Touristikbüro zu finden, und eine Straßenkarte von Fethiye zu bekommen. Die Menschen die wir fragten, waren hilfsbereit, wussten aber auch nicht wo wir das Gewünschte finden könnten. So liefen wir in der prallen Sonne von der Post zu einem Autoverleihservice, um dann einen Polizisten fragen: “das Touristikbüro ist die Straße da entlang.” Leider konnte er uns nicht sagen wie lange wir da laufen müssen. Wir haben es rausgefunden. Schlussendlich waren alle glücklich.

2008-06-09-160144_100_4127
2008-06-09-160502_dscf0238-palmen
2008-06-09-161724_dscf0244-atatuerk_fliegerstatue
2008-06-09-164040_dscf0258
2008-06-09-164602_dscf0261-wasserpfeiffen
2008-06-09-171038_100_4150-felsengrab
2008-06-09-171428_dscf0271-felsengrab
2008-06-09-172452_dscf0279

Da wir nun eine Karte hatten spielten wir auch gleich Touristen und schauten eine Fliegerstatue, ein Antikes Theater und die Felsengräber an. Die Gräber zwar nur von außen, aber beeindruckend sind sie schon. Die Lykier lebten ca 500 vor Chr. Ihre Könige begruben sie nicht unter der Erde, sondern schlugen Gräber in den Fels. Eine zufällig getroffene Reiseführerin erzählte, dass die Gräber mit Schwingtüren verlossen wurden.

2008-06-09-183808_dscf0286-sonnenuntergang
2008-06-09-184148_dscf0288

Der Rückweg zum Hotel stellte sich schwierig heraus, da keiner von uns genau wusste, wo wir genau hinmussten. So fuhren wir nach Calis, nahmen die Gelegenheit wahr, buchten 2 Touren und liefen dann zum Hotel zurück. Inzwischen war eine 50-köpfige Jugendgruppe angereist, was den Futterneid nicht verbesserte..! ;)

Fethiye Gallerie

Dritter Tag: Kayaköy, das verlassene Dorf

Am Dienstag blieben wir wieder unter uns. Nach einem entspannten Vormittag am Pool brachen wir am Nachmittag auf, unsere Geschichtskenntnisse zu verbessern. Wir fuhren mit dem Dolmus nach Fethiye rein, leisteten uns zwei gräßliche Sonnenhüte, suchten dann einen Bus, der uns nach Kayaköy bringen sollte. Erstaunlicherweise gibt es Fahrpläne an die sich die Fahrer sogar halten!

2008-06-10-155258_dscf0361
2008-06-10-155752_dscf0366

Kayaköy ist ein altes griechisches Dorf namens Levissi, aus dem im Zuge der ethnischen Umsiedlung 1922/23, die dort lebenden Griechen vertrieben wurden. Das Dorf liegt seitdem brach. Heute ist Levissi ein Musuem und wird vor dem weiteren Verfall geschützt. Es ist beeindruckend und erschütternd diese Masse an Häusern, die zum Schluß 20000 Einwohnern Schutz boten, verfallen zu sehen.

2008-06-10-160348_dscf0372
2008-06-10-160640_100_4235

Beängstigend der Gedanke alleine in circa 3500 Ruinen rumzuklettern und lediglich mit 3 Engländern aus Norfork da zu sein.
Auf der Rückfahrt wurde die Menschheit Zeuge, dass auch der männliche Orientierungssinn ab und an versagt und stattdessen der weibliche Recht behält! :P

Kayaköy Gallerie

Vierter Tag: Sakklikent, die Felsenschlucht

Mittwoch stand wandern und klettern auf dem Programm. Zu dritt fuhren wir nach Saklikent. Saklikent ist eine rund 18 km lange Schlucht, die darauf wartet von verrückten Touristen bewandert zu werden. Die ersten 300 Meter wird man über eine Stiege zu einem kleinen Restaurant geführt, von wo aus man durch ein eisigen, knapp hüfthohen Wasserstrudel waten darf um in den interessanten Teil der Schlucht zu gelangen.

2008-06-11-102906_dscf0419-fluss
2008-06-11-105956_dscf0427-restaurant
2008-06-11-110802_dscf0436-tuerkische_fahne_gegen_sonne
2008-06-11-111238_100_4252-waten_durch_eiswasser
2008-06-11-112334_dscf0441-felsenschlucht

Kenner der Schlucht raten einem seine Schuhe gegen Plastiklatschen auszutauschen. Wir Frauen haben dies auch getan. Der männliche Teil unserer Gruppe musste seine Männlichkeit unter Beweis stellen, in dem er die Schlucht barfuß bekletterte. Am Anfang geht es durch ein Flachesflussbett, nach circa einem Kilometer kommen die ersten Wasserfällchen, die man hochklettern darf.

2008-06-11-113830_100_4259-eingeklemmter_stein
2008-06-11-114112_100_4263-felsenklettern
2008-06-11-114526_100_4271-fels_bestiegen

Wir sind etwa 3 Kilomenter in die Schlucht reingelaufen, bis wir an einem Schulterhohem Wasserfall entgültig kapitulierten. Unsere Hosen waren komplett durchnäßt. Heilfroh die Schwimmkleidung unter die normale Kleidung angezogen zu haben, zogen wir bald die Hose aus und so störte es denn auch nicht mehr, immer tiefer reinzuwaten. Spaßfaktor, wenn man geeignetes Schuhwerk hat :P , volle 10 Punkte!

2008-06-11-123818_dscf0471-wasserfall
2008-06-11-130644_dscf0480
2008-06-11-133224_dscf0481-wasserquelle

Auf dem Rückweg ließen wir uns von einem Fahrer einwickeln, der seinen Bus als “Express-Bus” betitelte. Leider war das einzige Expressige an dem Bus, dass der Fahrer schneller fuhr, um dann heftig abzubremsen um einen Gast aufzusammeln und weiter zurasen.
In Fethiye angekommen aßen wir einen leckeren, echten, türkischen Döner.

2008-06-11-224242_dscf0484-tischtennis

Am Abend spielten wir seit langem mal wieder Billiard. Zusammen mit einem sehr netten türkischem Sportstudenten spielten wir ein Tischtennisdoppelt. Die internationale Gruppe besiegte die deutschen Kasper. (Der Sportstudent gehörte zu der türkischen Gruppe, die den Futterneid ausgelöst hatte. Der Aufpasser hatte seine Tochter mitgebracht, die unbedingt mit Yahya und uns mitspielen wollte, aber keinen Ball über das Netz brachte. Es entwickelte sich eine Schlacht, die sehr lustig anzusehen sein musste und sehr lautstark war.)

Sakklikent Gallerie

Fünfter Tag: Ölüdeniz und Paragliding

Der Donnerstag sollte sich von einer Enttäuschung zu einem großartigen Tag entwickeln.
Von Gästen des Hotels bekamen wir den Tipp von Calis aus, das Wassertaxi nach Fethiye zu nehmen. War auch ganz nett, über die Bucht zu fahren. Nachteil dabei: Wir mussten eine halbe/dreiviertel Stunde nach Calis laufen. Ebenfalls ein Tipp war die Blaue Lagunge in Ölüdeniz. Die meist fotografierte Bucht der Türkei.

2008-06-12-100528_dscf0487-bootsfahrt_wassertaxi
2008-06-12-100712_dscf0488-hotel_berlin
2008-06-12-110334_dscf0499-telefonkasten
2008-06-12-131550_dscf0512-parasailing
2008-06-12-131600_dscf0513-felsplatten
2008-06-12-135904_dscf0519-oeluedeniz_eingang

Zugegeben, von oben sah sie auch wunderschön aus. Trotzdem war es eine Enttäuschung. Der Strand war genauso kiesig wie fast überall in der Türkei, ins Wasser ging es über Steinplatten, die voller Algen waren, so dass man höllisch aufpassen musste, nicht auszurutschen. Das Wasser hatte eine angenheme Temperatur, unterbrochen von eisigen Strömungen. Es gibt noch einen zweiten Strand, der aber so flach ist, dass nicht schwimmen kann. Dazu kommt noch, dass man für all dies Eintritt zahlen muss und natürlich auch die Liegen extra kosten.

Nach einer Stunde gingen wir wieder. Völlig Desillusioniert. Auf dem eg raus, fiel uns ein Schild “Parasailing” auf. Klang interessant – da wir aber darauf bauten, dass außerhalb der wir-lassen-uns-alles-bezahlen-Zone es etwas billiger sei, ignorierten wir es. Draußen fanden wir auch einen Anbieter der “Paragliding” anbot. Das klang noch besser. Nach zähen Verhandlungen, wir drückten den Preis um ca. 30% nahmen wir das wahrscheinlich immernoch überteuerte Angebot an. Ein Argument dafür war, dass in den nächsten 20 Minuten die letzte Gruppe für diesen Tag starten sollte und zufälligerweise waren noch 2 Plätze für uns frei.

2008-06-12-151234_dscf0520-paragliding_start
2008-06-12-151502_dscf0522-susanne-montur
2008-06-12-151700_dscf0523-absprung
2008-06-12-152026_dscf0524-bereit_absprung
2008-06-12-152432_dscf0534

In zwei Lastwagen ging es 1960 m den Berg hoch. Die Bergetappe dauerte 45 Minuten. Die Fahrbahn unbefestigt, einspurig (natürlich kam uns die Konkurrenz entgegen), die Autos rostig. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten – ausrangierte Schirme aus Deutschland werden an die Touristen-Flug-Anbieter weiterverkauft. Oben heil angekommen wurden wir unserem jeweiligen Flugpartner zugeteilt. Beide Piloten sprachen Deutsch, was uns sehr entgegen kam.

2008-06-12-152606_dscf0538-pool_von_oben
2008-06-12-153252_dscf0554
2008-06-12-153438_dscf0560-easy_riders_schirm_von_unten

Die Vorbereitungen werden gründlich ausgeführt. Der Schirm wird auf dem Hang ausgebreitet, die Flieger verschnürt, die letzten Anweisungen gegeben und dann geht es los. Wichtig ist es, dass man beim Anlaufnehmen auch weiterrennt wenn man schon in der Luft ist, da, wie bei Andi geschehen, es sein kann, dass der Wind dreht und man wieder abstürzt und dann ist es angenehmer man landet nicht auf dem Hintern sondern fängt den Schwung ab. Der Absprung erfolgt von einem Hang auf 1960 Metern Höhe, in der Luft geht es aber durchaus noch mal 40 Meter höher.

2008-06-12-153456_dscf0561-oeluedeniz
2008-06-12-153756_dscf0569-landung

Die Springer haben in der Regel eine Einheitstour, um den Berg rum, Richtung Fethiye dann über die Bucht und landen. Andis Pilot hat seine eigene in Richtung seines Hauses, weg von Fethiye. Das interessante an dieser Route, man fliegt über Pools in denen man nach Leuten Ausschau halten kann. Bei 4-5 Sprüngen am Tag und 3000 Sprüngen bisher lassen sich da bestimmt auch Gewohnheiten bei den Leuten feststellen.

2008-06-12-154746_dscf0576-susanne_landung
2008-06-12-154834_dscf0578-susanne_ausruestung

Der Flug dauert eine halbe Stunde, bevor man fast Punkt genau auf der Promenade vor der Agentur landet. Auch bei der Landung gilt, bereits in der Luft anfangen zu laufen um den Schwung abzufangen.
Wenn man die Möglichkeit hat Paragliding zu testen, sollte man das unbedingt wahrnehmen. Das Paragliding über Ölüdeniz soll zudem auch zu den schönsten Flecken auf der Erde zählen. Ebenfalls 10 Punkte!
Nach der Rückkehr ins Hotel schwammen wir noch eine Runde. Auch an diesem Abend rundeten wir den Tag mit einem Tischtennisspiel ab.

Ölüdeniz Paragliding Gallerie

Sechster Tag: Pamukkale

Auf den Freitag hatten wir unseren programmmäßigen härtesten Tag gelegt: Ein Besuch von Pamukkale, zu deutsch: die Baumwollfestung.

2008-06-13-095936_dscf0590

So früh wie schon lange nicht mehr standen wir auf, damit wir um 6.30 abgeholt werden konnten. Um 8 Uhr bekamen wir ein Frühstück serviert und um 11 Uhr hatten wir die 230km von Fethiye hinter uns gebracht und waren wir angekommen.

2008-06-13-104236_dscf0601-antique-pool
2008-06-13-110338_dscf0606-theater_oben
2008-06-13-111216_100_4326-eidechse_spalte

Die Kalkablagerungen die bei der Verdunstung des sehr kalkhaltigen Wassers zurückbleiben formen seit Jahrtausenden die Terrassen. Nachdem die Hotels, die das Wasser oberhalb der Touristenattraktion abzapften, abgerissen wurden, wird die ursprüngliche Form derzeit langsam wieder hergestellt. Man rechnet noch einige Jahre, bis Pamukkale wieder im ursprünglichen Zustand ist.
Neben einem großen Areal, dass nicht betreten werden darf, wurden in den letzten Jahren künstliche Becken angelegt, in denen die Touristen baden oder laufen können.

2008-06-13-113836_dscf0618
2008-06-13-120632_dscf0626
2008-06-13-121038_dscf0627
2008-06-13-121722_100_4357-pamukkale_panorama
2008-06-13-122122_dscf0632
2008-06-13-125752_dscf0634-aquaeduct

Oberhalb der Terassen liegt die antike Stadt Hierapolis. Zu bestaunen gibt es hier ein Theater aus der Zeit Hadrians, das Nymphaeum, verschiedene Tempelbauten.
Gerne wird auch eine Zwei-Tagestour angeboten, die noch Ephesus mit einschließt. Kritisch ist hierbei, dass man keine wirkliche Zeit hat, sich die Sehenswürdigkeiten auch anzuschauen. Bei unserer Tagestour hatten wir drei Stunden um Hierapolis und Pamukkale zu besichtigen. Viele der Mitreisenden entschieden sich noch im Antique Pool zu baden (siehe Foto des Pools), in dem schon Kleopatra ihre Schönheinerhalten haben soll, aber zum einen ist es ziemlich teuer (ich meine es waren 10 Euro pro Person) und zum anderen will man die Zeit eher nutzen, um das alte Theater und natürlich Pamukkale zu besuchen. Auf dem Rückweg wurden wir nach dem Mittagessen zu einer Onyxmarmor-Fabrik geleitet, bei der wir die Stadien der Verarbeitung demonstriert bekamen. Pamukkale ist jedenfalls ein Muss, wenn man sich nur annähernd in der Nähe befindet!

Pamukkale Gallerie

Siebter Tag: Dalyan Unsichtbare Schildkröten

Unsere zweite geleitete Unternehmung war die „Dalyan-Schildkröten-Tour“. Mit dem Boot ging es zunächst zu einer kleinen Insel mit einem Schlammbad. Sobald man den Schwefelgeruch nicht mehr wahrnimmt und man den Ekel vor der braunen Brühe überwunden hat, macht es Spaß. Im Grunde ist es eine große Sauerei für Erwachsene.

2008-06-14-105416_dscf0651
2008-06-14-114722_dscf0652-schlammbad-unscharf
2008-06-14-115152_dscf0656-schlammbad

Hinterher geht es ins Meer um den Schlamm abzuwaschen. Den Abschluß bildet ein Bad in einer heißen Sulfat-Quelle. Geht man nach dem Reiseleiter sieht man nach dieser Aktion zehn Jahre jünger aus.

2008-06-14-120126_dscf0659-schildkroete
2008-06-14-152752_dscf0683-sandschildkroeten
2008-06-14-162630_dscf0703-kroeten_huegel

Nachdem wir alle wieder trocken waren fuhren wir weiter Richtung Dalyan. Vom Schiff aus durften wir die dortigen Felsengräber bestaunen. Nach wenigen Minuten brachen wir zur „Turtlebay“ (Schildkrötenbucht) auf. Das Gebiet wird von der Unechten Karettschildkröte zum Laichen genutzt. Das Hauptverkaufsargument der Agenturen ist das Versprechen viele Schildkröten zu sehen. Um dieses zu halten wurde eine Schildkröte gefangen und wieder freigelassen. Bei 30 Personen auf einem Boot hatten wir in der dritten Reihe natürlich einen grandiosen Blick auf sie. Am Strand hatten wir ca. zwei Stunden Aufenthalt, in welchen wir aber keine weiteren Schildkröten entdeckten. Soviel zu Versprechungen der Reiseleitung.

Auf Grund mangelnder Zeit blieben uns einige Touren verwehrt. Unter anderem der Besuch der Schmetterlingsschlucht, eine 12-Insel-Tour oder ein Abstecher nach Griechenland auf die Insel Rhodos. Vor allem ein Besuch der Schmetterlingsschlucht wurde uns von vielen nahegelegt und soll beeindruckend sein.

Dalyan und unsichtbare Schildkröten Gallerie

Letzter Tag und Abreise

Am letzten vollständigen Tag gönnten wir uns nochmal einen entspannten Tag, da wir einen Besuch der Schmetterlingsschlucht zeitlich leider nicht ermöglichen konnten.

2008-06-15-113826_dscf0740-sternen_weg

Gleichzeitig war der Tag aber auch gut, um nach dem Erleben der Tage zuvor noch ein wenig Ruhe mit zurück in den Alltag zu nehmen. Fethiye und alles drum rum hat jedenfalls sehr viel Spaß gemacht und es war ein traumhafter Urlaub zum Abtauchen :)

2008-06-15-165242_dscf0754-andi_pool

2008-06-15-165158_dscf0753-andi_pool

2008-06-15-165338_dscf0755-andi_pool

Wissenswertes über die Türkei und Fethiye:

  • 97% der Türkei liegen auf dem asiatischen Kontinent, nur 3% des Landes liegen in Europa. Aber wenn es um Sport, Musik oder die EU geht, sind die Türken zu 100% Europäer.
  • Die Türken haben keine Probleme mit ihren Nachbarn. Lediglich die Nachbarn haben Probleme mit den Türken. Zu bemerken ist das beim Eurovision Songcontest. Die Türken 12vergeben Punkte an die Griechen, Zyprioten und Armenier. Aber diese würden 0 Punkte an die Türken geben. Die Probleme sind bei der jüngeren Generation nicht mehr so aktuell. Der Konflikt besteht eher zwischen den Politikern und der älteren Generation.
  • Die Hauptstadt Ankara wurde von Mustafa Kemal Atatürk gewählt, da sie in der Mitte des Landes liegt und für jeden gut zu erreichen ist.
  • Mustafa Kemal war der erste Präsident der Türkischen Republik nach dem ersten Weltkrieg. Er schaffte das Sultanat ab und verwandelte die Türkei in einen laizistischen Staat.
  • Atatürk, der Vater der Türken, war Grieche.
  • Während er regierte, senkte er den Analphabetenanteil der Bevölkerung von ca. 95% auf 35%. Mustafa Kemal Atatürk wird heute immer noch verehrt. In jedem Klassenzimmer hängt sein Bild.
  • Der Islam ist die Hauptreligion in der Türkei. Es wird fünfmal am Tag gebetet. Bei Sonnenaufgang, gegen 5 Uhr, mittags um 12 Uhr, nachmittags gegen 15 Uhr, abends um 18 Uhr und nach Sonnenuntergang um 22 Uhr. Gebetet wird, wo man gerade ist, nur die Männer müssen Freitags zum Mittagsgebet in die Moschee. Da in den Dörfern oft keine ist, oder nur schwer zu erreichen ist, gibt es kleine „Kapellen“ so genannte Mescit an den Straßen.
  • Die traditionelle Beschneidung der Jungen findet in den meisten Fällen direkt nach der Geburt statt. Trotzdem wird ein großes Fest gefeiert, wenn die Kinder fünf bis sechs Jahre alt sind.
  • In der Nähe von Pamukkale gibt es ein Dorf, in der leere Wasserflaschen auf die Hausdächer gestellt werden, als Zeichen, dass in diesem Haus eine heiratsfähige junge Frau lebt.
  • Der Tüz-Gölu (Salzsee) ist im Sommer der wichtigste Salzlieferant. Der höchste Berg ist der Ararat nahe der Grenze zu Armenien.
  • Istanbul, Antalya, Kusadasi und Izmir sind die wichtigsten Tourismusziele. Im Landesinneren ist es Kappadokien.
Tags: , , , , , , , ,

Wieder fliegen

Juni 21st, 2008

Die meisten werdens bereits mitbekommen haben: Wir sind schon seit Montag wieder im Lande.
Geiler Urlaub! Anders kann mans nicht sagen. Durchgehend über 30°, kaum Wolken, 5 von 8 Tagen unterwegs gewesen, d.h. viel gesehen und eine Menge (> 800) Bilder gemacht. Die gilts natürlich zu sortieren und danach landen die am gewohnten Platz. Aktuell hab ich aber eh etwas Probleme mit der Gallery.
Nächsten Donnerstag werd ich dann auch schon von v7 nach Hamburg geschickt. Geniale Sache. Darf da an einem Oracle Workshop zum Warehouse Builder teilnehmen. Und da Hamburg ein Stück entfernt ist, fliegen wir eben mit Air Berlin ;) Bin mal gespannt wie die Oracle Niederlassung in Hamburg aussieht.

Tags: , , ,

Werte Nachbarn

Juni 5th, 2008

Werte Nachbarn,

wir freuen uns ja riesig, dass eure Vermieterin ein Herz hatte und euch die Wohnung überließ. Und wir sind auch unglaubliche Fans von täglichen Familienzusammenkünften, die man ob der Menge der Personen nicht mehr in einer 3x qm Wohnung unterbringen kann. Dass Ihr, sobald der Rest der Familie weg ist, den Abend bei gemütlicher Musik inklusive diskoähnlicher Lightshow und Lautstärke bis um 2:30 ausklingen lasst halten wir ja ebenfalls für das normalste der Welt.

Auch dass eure Anwesenheit die Katzen im Hof dazu brachte kaum mehr gemütlich auf der Mauer zwischen unseren beiden Hinterhöfen den Nachmittag verbringen, weil Ihr ihnen offensichtlich mehr Vorsicht beigebracht habt, finden wir sehr fürsorglich. Wir möchten ja auch Nichts riskieren und sind froh darüber wenn ihre natürliche Neugier sich etwas im Zaum hält und sie nicht mehr völlig unbehelligt durch die Hinterhöfe stromern.

Eure Neigung jede Eurer Launen quer durch den Hinterhof euren Verwandten im Vorderhaus mitzuteilen, finden wir zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber es kann ja nicht jeder so still sein wie wir.
Ihr habt ja auch schon versucht uns euer Temperament mit einem Megaphon näherzubringen, was ich ebenfalls bemerkenswert und sozial finde. Danke dafür!

Allerdings muss ich euch ehrlich meine Meinung zu eurem singenden Cousin dritten Grades mitteilen: Er sollte es lassen. Da klang Daniel Küblböck noch besser. Und dass Ihr ihm artig gratuliert habt und eine Teilnahme an der nächsten DSDS/Popstars/What_ever_casting_show_name_it nahegelegt habt, fand ich dann doch etwas gemein. Ich bin mir fast sicher, da diebische Vorfreude auf die vernichtenden Kritiken der Jury in eurem Gesicht gesehen zu haben. Aber das hab ich mir vermutlich nur eingebildet.

Aus den obigen Gründen und einigen weiteren, die wir in einem zwischenmenschlichen Gespräch diskutieren können, habe ich schon ein richtig schlechtes Gewissen wenn wir von euch die nächsten 14 Tage nichts mitbekommen werden. Man stelle sich vor, wir können nicht einmal die EM mit euch teilen!
All die schönen Italienspiele, bei denen wir nicht mit euch leiden können. Es zerreisst mir das Herz! Ehrlich!
Aber Ihr werdet das schon packen, da bin ich von überzeugt. Und wenn nicht, macht es einfach wie euer Nationalheld Materazzi bei der WM ‘06 und haut euren Kopf gegen denjenigen der neben euch sitzt. Danach gehts euch sicher besser!

Euch eine schöne Zeit und hoffentlich seid ihr ausgezogen wenn wir wiederkommen sehen wir uns bald wieder!

Grüße…

Tags: , , , ,

Die EM fällt aus, es geht in Urlaub

Juni 4th, 2008

Japp richtig, auch wenn ich sonst Fussball im TV gerne anschau, v.a. bei Großereignissen wie WM/EM, haben wir es gewagt im Zeitraum der EM-Vorrunde einen Urlaub zu buchen. Der Grund ist ganz einfach: In der Vorrunde bzw. der EM allgemein in Urlaub zu gehen hat den Vorteil, dass die Reisen im Schnitt um 20-25% günstiger sind. Das plus eine Gutschrift durch Opodo und eine Prämie bei Buchung über Zanox ließ den Preis für 9 Tage gut purzeln, so dass ich die Vorrunde verschmerzen und den Urlaub durchaus genießen kann ;)
Es geht übrigens nach Fethiye in der Türkei ins Hotel Turkuaz Garden. Auf deren Bildern siehts jedenfalls schonmal sehr grün aus.

Zur Orientierung:
Fethiye Türkei
[Quelle: Google Maps]

Tags: , , ,