Ich wollte seit Jahren mal wieder in den Urlaub. Am liebsten mit dem Flugzeug, da die Erinnerungen an Reisen mit diesem Verkehrsmittel schon nicht mehr zu meinen aktiven zählen ( war mal auf Mallorca als ich 8 oder so war ).
Tanja schwärmte mir schon seit 2 Jahren von der Türkei vor und hatte auch schon Alanya kennengelernt und somit stand unser Reiseziel schon fest.
Nur wie kommt man als Schüler (Tanja ) und als Andi (;)) preiswert an eine Woche Alanya + HP + Flug ? Pauschal war klar, da wir uns nicht um das Hotel und sonstiges kümmern wollten.
Mein ehemaliger Chef von Hallo Pizza erzählte mir dann von einem Reise-Büro, daß sowas ermöglichen könnte und so ziemlich das preiswerteste an Land ziehen würde was man finden kann.
Bei
- 1 Woche Türkei im Hotel Concorde
- Flug mit Interair
- Doppelzimmer HP
- 50 Meter bis zum Strand
- 2 km bis zur City
- Klimaanlage ( für uns Mitteleuropäer schon wichtig
)
- Fernseher
- Pool
Leider konnte ich mir kein Bild anschaun, da es für das Hotel keinerlei Beschreibung gab, da ich am Tag zuvor ein anderes Angebot gesehen hatte, was wir eigentlich buchen wollten, das am Tag drauf dann aber schon ausgebucht entschlossen wir uns blind das Hotel zu mieten.
Als ich zuhause ankam und im Internet nach Berichten zum Hotel suchte fand ich nur Horror Meldungen.
Von freiliegenden elektrischen Kabeln im Pool, Schimmel an der Wand verdorbenem Essen und unfreundlichem bis unverschämten Personal war die Rede. Kurzum ich war schockiert und am überlegen die Reise zu stornieren.
Schlußendlich überzeugte mich Tanja aber doch zu fliegen und im Nachhinein kann ich nur sagen ich habs nicht bereut
1.Tag
Wir fuhren um 16:30 los um einem eventuellen Stau gelassen gegenüberstehen zu können. Und tatsächlich wir kamen in einen ![]()
Gelangt hats trotzdem.
In Stuttgart am Flughafen ausgestiegen und ab ins Terminal.Nach 20 Metern brach eine Rolle meiner Reisetasche aus Ihrer Führung, so daß ich ab sofort die Tasche schleifenderweise transportieren durfte. Am Schalter selbst hieß es dann erstmal anstellen:

Und danach warten, da der Flug erst eine Stunde später ging.
Der Flug an sich war dann ein riesen Erlebnis für mich, da ich ja keine richtige Erinnerung mehr hatte. Hätte z.b. nie gedacht, daß es “so steil” aufwärts geht

In Antalya angekommen stiegen wir in einen Shuttlebus und wurden die 150 km (oder warens mehr) also auf jeden Fall 2 Stunden nach Alanya gefahren. Wir waren im 2. Hotel untergebracht an dem der Bus hielt und konnten so um 1:30 nachts ins Bett fallen.
2. Tag
Am nächsten Tag betrachteten wir dann das Zimmer genauer und uns fiel kein Mangel auf der den Urlaub vermießen hätte können
Dies wurde auch am nächsten Tag nicht wiederlegt und wir fanden uns in einem den 3 * entsprechenden Zimmer wieder.

Der Schock an diesem Tag, war vielmehr ein Anruf meiner Mom, mehr dazu hier.
Und auch das Hotel war zwar kein Prachtbau, aber für uns absolut ausreichend

Am nächsten Tag sollten wir uns dann zum Begrüßungscocktail mit unserem Reiseleiter treffen. Dieser hatte auch den passenden Namen “Raffet” – was mich direkt an “Raffzahn” erinnert.Das Ganze war dann inm Grunde eine Verkaufsveranstaltung mit nem Glas Fruchtsaft. Und zwar wurde uns ein Blatt vorgelegt mit allerlei verschiedenen Angeboten, wie Shopping Tour nach Antalya (bei Tag oder Nacht), unterschiedliche Bootsfahrte und einige sonstige Ausflüge.
Leider entschieden wir uns tatsächlich eine Schiffsfahrt und eine Shoppingtour zu machen. Gesamtpreis 80 Euro. Ich sage leider, weil wir am nächsten Tag, ein Tag nachdem wir die Shoppingtour nach Alanya machten von anderen Hotelgästen erfuhren, daß das alles überteuert ist.
Diese machten nämlich die exakt selbe Schiffstour, allerdings zur Hälfte des Preise. Dafür kann man sagen, daß wir andererseits nur auf diese Weise einiges mehr erlebt haben, da es ein türkisches Pärchen aus Deutschland war, die natürlich auf dem Basar ganz anders handelten als wir das getan hätten.
3. Tag
Wir wurden also um 11 zur Shoppingtour abgeholt. Zuerst ging es in eine Goldmanufaktur, wo man auch versuchte uns etwas zu verkaufen.
Im Anschluss besuchten wir einen Wasserfall außerhalb von Antalya:

Dort wurde auch die Grundlage zum Kennenlernen der vier anderen gelegt, da sich Tanja eine kleine Wasserpfeife kaufen wollte, die wir aber zurück im Hotel nicht zum “Rauchen” brachten.
Wir hatten allerdings Zerdat und Anhang (;)) mehrfach gesehen wie Sie am Pool die Wasserpfeife benutzten und ich überwand mich dann ihn zu fragen, ob er mir die kleine (10 cm hoch) anstecken könnte. Das gab er nach einer Weile allerdings auf, da sie wohl nur als Ziergegenstand gedacht war. Er schlug uns allerdings vor, abends mit ihnen in die Stadt zu gehen und bei “seinem” Händler eine zu kaufen die seiner entspräche (40 cm hoch), allerdings dasselbe wie unsere kleine kostet (10 Euro- In Deutschland zahlt man für derartige Wasserpfeifen 25+ Euro McKoehlers). Nebenbei erklärte er uns noch, daß der Tabak der bei Tanjas Pfeife dabei war, eine billige Fälschung sei – naja wieder was gelernt
Nach den Wasserfällen gings auf den Markt in Antalya, auf dem wir uns auch mit Klamotten eindeckten, auch etwas überteuert, zu diesem Zeitpunkt kannten wir aber leider Zerdat, Özlen und die beiden anderen Mädchen noch nicht.
Zum Abschluss des Tages ging es zum Essen in ein Restaurant. Das Essen war ziemlich lecker und *Wahnsinn* kostenlos
4. Tag
Am nächsten Tag machten wir einen richtigen Urlaubstag, mit Baden im Meer, am Pool liegen und abends gings dann mit Zerdat + Co in die Stadt. Da haben wir richtig gelernt zu handeln
5. Tag
Dann kam der Tag unserer Bootsfahrt die wir leider nicht mehr abblasen konnten. Im Grunde war es die Fahrt schon wert, wenn man aber im Hinterkopf hat, daß man die Fahrt auch für 50% des Preises hätte bekommen können, verdirbt einem das das Erlebnis allerdings ein bisschen

Mit diesem Schiff waren wir unterwegs.
Auf dem Deck waren grossteils schattenspende Planen gespannt, die allerdings nur 80% abdeckten und wir saßen blöderweise im ungeschützten Bereich. Dafür gab es für uns kostenlos Getränke, jedoch nur Billig-Cola, Wasser das etwas merkwürdig schmeckte & Bier. Wobei wir uns dachten, daß sich Bier und direkte Sonneneinstrahlung nicht ideal verträgt und bei Wasser + Coke blieben.
Zuerst fuhren wir zu einem Felsen in dem die sog. Liebeshöhle ist. Das Boot hielt davor und unser Reiseleiter schlug den “Mutigen” vor, auszusteigen, durch die Höhle zu klettern und auf der anderen Seite von einem 8m hohen Vorsprung herunterzuspringen. Das Boot würde um den Felsen herumfahren und die “Mutigen” würden dann auf der anderen Seite wieder einsteigen.
Nach kurzem Überlegen, bin ich dann tatsächlich ausgestiegen, obwohl ich vorher nie aus einer größeren Höhe als 3 Meter gesprungen bin. Das kam mir allerdings erst in der Höhle

Das schlimmste war aber nicht der Sprung, sondern die Höhle. Nach ca 20 m, einige noch stehende Leute hinter mir, konnte man vor sich absolut nichts mehr sehen. Die Nachzügler wurden aufgefordert sich zu setzen und das ermöglichte noch 10 m weiter zu schauen. Danach war aber entgültig Schluß mit Licht. Wir ( ca 25 Leute ) musste uns durch eine (geschätzt) 80cm hohe Röhre quetschen.
Ausnahmsweiße war ich froh, zwei furchtbar kreischende Weiber vor mir zu haben. Denn anhand dieser konnte ich den Weg finden *g*
Dann vom Vorsprung gejumpt und danach vom Boot aus einige andere beobachtet wie Sie plötzlich keinen Mut mehr hatten
War aber ein geiles Erlebnis ![]()
Das Boot machte sich dann auf den Weg und hielt zwischdrin um uns eine kleine Erfrischung zu ermöglichen. Jetzt durften wir auch direkt vom Boot aus ins Wasser springen.

Das war aber kein Vergleich zum Klippensprung;)
Wo wir hier gehalten hatten war scheinbar ein beliebter Punkt für Ausflugsboote, denn um uns herum, hatten sich noch 2 weitere plaziert und ließen ihre Passagiere ins Meer.
Nach diesem Zwischenstop ging es dann zurück Richtung Alanya Zentrum um dann aber auf offene Meer rauszuschwenken. Uns wurde u.a. auch auf Angebotszettel in Aussicht gestellt, daß wir Delphine sehen würden und auf dem offenen Meer war aus unserer Sicht natürlich die Wahrscheinlichkeit größer. Im Nachhinein erfuhren wir, daß das im Grunde auch nichts weiteres war als ein Lockmittel da es um diese Jahreszeit generell keine Delphine an der Südküste der Tükei gibt. Und selbst wenn man zu einer anderen Zeit kommt muß man schon mehr als Glück haben um welche zu sehen.
So fuhren wir dann auf dem Meer und wurden dann auch zum Inklusiv-Mittagessen ins untere Stockwerk des Bootes gerufen, wo wir dann ein ganz ordentliches Mittagessen bekamen (natürlich kein 5 Sterne Menü
). Abgeschlossen wurde das durch eine Bauchtanzshow, die wir allerdings schon aus dem Hotel vom Abend zuvor kannten, die da allerdings zur Abrundung eines “Leder-Vorführabends” diente.
Wieder auf dem Oberdeck hielten wir dann wieder vor der Küste, nun aber einige Kilometer östlich von Alanya Zentrum. Wir hielten an einer Felsformation und durften wieder einmal ins Wasser, was ich dann auch aufgrund der prallen Hitze wahrnahm. Tanja folgte mir auch ohne großes Zögern, da sie wohl auch ziemlich am brutzeln war
Ein bisschen zu den Felsen rübergeschwommen, festgestellt, daß dir Dinger sackescharf waren und wieder zurück.

Als das Boot diesmal ablegte sind wir runter, da mein Kreislauf durch die pralle Sonne doch ein wenig gelitten hatte. Kurz darauf rief dann jemand laut:
Hey da könnt ihr Delphine sehen!
Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, da wir ja eigentlich was anderes gesagt bekommen hatten. Nun gut wir wurden leider wirklich eines Besseren belehrt, da lediglich 2 der Crew ins Wasser gesprungen waren und sich nun mit einem Arm an einem Seil vom Boot ziehen liessen. Das sah dann schon irgendwie aus wie Delphine und der eine verlor u.a. noch seine Hose und der blanke Hintern schaute entsprechend der Wellenbewegung aus dem Wasser. Allerdings konnte ich mir eine gewissen Schadenfreude nicht entbehren, da wir doch lieber “echte” Delphine gesehen hätten ![]()
Nun fuhren wir wieder zurück nach Alanya und wurden von unserem “Raffzahn” noch gefragt wie es uns denn gefallen hätte. Naja hatten kein Bock ihm alles reinzudrücken und im Grunde war es ja auch schön gewesen.
Zurück in Alanya hiess es zurück in den Bus und im Hotel erstmal wieder ein wenig ausruhen. Abends war dann wieder Basar angesagt, was dann auch noch für einen schönen Abschluss des Tages sorgte.
Wir machten ein Abschiedsessen für Zerdat und seine Freundin, da diese am nächsten Tag wieder nach Hause flogen. Somit spürten auch wir, daß der Urlaub bald vorbei sein würde.
6. Tag
Wir hatten nun das “Pflichtprogramm” hinter uns und machten daher einen auf “Faullenzen”. Abends war auch wieder Basar und obwohl man denken könnte, daß das doch langweilig wird jeden Abend, fand ich es jeden Abend interessanter. Das lag wohl auch großteils an unseren Urlaubsbekanntschaften, da wir immer wieder Neues zu sehen bekamen.
Diesmal leider ohne unsere “Touristenführer”, da diese Mittags abgezogen waren. Am nächsten Tag war dann auch unsere Zeit gekommen.
7. Tag
Das Aufstehen war diesmal natürlich weniger schön. Wir frühstückten gemütlich das Übliche und machten uns danach ans Packen. Um 11 kam dann auch unser Bus und wir fuhren die 2 Stunden holprige Landstrasse nach Antalya. Dort nach dem “normalen” ( sprich langwierigen ) Einchecken hiess es sich ins Flugzeug begeben und ein bisschen Traurigkeit spüren, da die Urlaubszeit viel schneller vorbeigegangen war als man sich das gewünscht hatte.
Ich kann nur empfehlen mal nachts durch den Basar zu laufen und zwar auch über den Berg in Richtung Kleopatra Strand. Hatten wir am 2. oder 3. Tag mal gemacht und waren ca 4 Stunden nur am Laufen. Dort trafen wir auch diese Katzenfamilie:

Generell scheint es in der Türkei viele Streuner und dementsprechend auch Nachwuchs zu geben, da diese hier

sich die ganze Zeit am Hotel “rumtrieben” ( soll heissen, sie schliefen die ganze Zeit
) und von uns mit Frühstück versorgt wurden, was dem Hotelpersonal leider nicht besonders gefiel und wir teilweise das Gefühl hatten, daß Sie versuchten die Kleinen zu vertreiben.
Wer weiss, vielleicht besuch ich Alanya mal wieder, war auf jeden Fall ein schöner Urlaub, auch wenn Sunmed seit 2004 Pleite ist



