Vorletztes Wochenende wurden wir spontan zu einem Hash Run aufgefordert. Der Hash wurde von den französischen Hash House Harriers organisiert. Bereits bei der Anfahrtskarte gab es Probleme, denn ab einem bestimmten Ort sollten Kreidemarkierungen den Weg weisen. Leider waren die Markierungen nicht dort wo wir suchten. Sie fingen eine Abzweigung vorher an, als auf der Karte angegeben. Um 16.30 Uhr sollte die Wanderung losgehen. Wir waren um kurz nach 3 losgefahren. Um halb 5 hatten wir den Ausgangspunkt jedoch noch nicht gefunden. Das Auto wurde schneller, die Stimmung gedrückter. Endlich entdeckten wir die Pfeile und der Hummer 2, in dem wir saßen machte sich bezahlt. Von der Straße ging es ab auf eine Piste, die diesen Namen gar nicht verdiente. Schlaglöcher, abgebrochene, halb unterspülte Straßen und Spurrillen reihten sich aneinander. Dank der guten Federung blieb es bei einem leichten Durchschütteln.

20 Minuten nach offiziellem Start waren wir an der Versammlungsstelle und bekamen noch die letzten 2 Einführungssätze mit. Wir mussten uns noch auf einer Teilnehmerliste eintragen, dann ging es los. Die Gruppe dürfte ca. 70-90 Personen groß gewesen sein. Neben uns Wanderern gab es auch eine kleine Gruppe, ca. 10 Männer, engagierter Läufer.
Zunächst kraxelten wir einen Berg hoch. Fürsorglich wurde ich von einem Engländer gefragt, ob ich wirklich die schwierige Strecke den Berg hochnehmen möchte. Es gäbe auch the easy way, den Berg unten herum.
Nachdem wir ein Plateau überquerten, ging es wieder den Hang hinab.
Zwischendurch wurden wir immer mal wieder von den Sprintern überholt, die eine andere Strecke liefen. Wir durchquerten ein Tal und kletterten den nächsten Berg wieder hoch.
Anstrengend war für mich hauptsächlich das ständige hoch und wieder runter. Zusammen mit der Hitze und dem beim Laufen zu wenig Trinken, machte mir mein Kreislauf etwas zu schaffen. Wär ich mal lieber den the easy way gelaufen… Oben auf dem Berg war der Rastplatz schon in greifbarer Nähe. Die Organisatoren hatten Wasser, Orangen und Wassermelonen mit dem Auto hergebracht. Mein Kopf muss wohl sehr rot gewesen sein, denn so viel Aufmerksamkeit von Männern bezüglich meiner Gesundheit kannte ich bis dato nicht.
Wie der Weg zum Ausgangspunkt, war auch die Wanderstrecke mit Kreidepfeilen gekennzeichnet. Jedoch waren diese wohl nicht ganz klar, denn die ersten der Wandergruppe hatten sich zwischenzeitlich verlaufen, was zu Lästereien über die Franzosen führte. Wie ich inzwischen gelernt habe ist das üblich, um die Gruppe beisammenzuhalten. Ob das aber für die Wüste auch gilt – wer weiß… 
Nach einer kurzen Regeneration ging es weiter. Wir blieben, oh Wunder, auf dem Berg und stiefelten die Piste entlang. Dank der Orangen hatte ich wieder Energie getankt, um die restliche Strecke zu überleben, welche sich als kurz herausstellen sollte. Denn der vor uns laufende Jochen drehte sich schon bald jubelnd zu uns um. Es ging wieder hangabwärts und wir landeten bei den Autos. Hier gab es Sandwiches und Getränke für jedermann. Außerdem gegen eine kleine Spende gegrillte Würstchen.

Insgesamt waren wir etwa eine Stunde unterwegs. Wobei die Pause nicht wie angekündigt nach der Hälfte sondern eher nach dreiviertel der Strecke war. Glücklicherweise hatte ich mir vor Beginn keine größeren Gedanken um Schlangen und Skorpione gemacht. Bekanntlich verstecken die sich ja gerne unter Steinen. Und gerade bei steinigen Hängen greift man ja doch mal an Steine um sich Halt zu suchen. Entweder hab ich friedliebende Tiere oder behausungsuntaugliche Steine erwischt.
Nach Abschluss der Wanderung musste man einen zweiten Haken auf der Liste setzen um sich abzumelden. Damit soll sichergestellt werden, dass kein Teilnehmer in der Wüste verschollen bleibt. Es gibt eine Teilnahme-Gebühr in Höhe von 10 SAR, die die Unkosten decken sollen.
Nachdem wir wieder zurück im Compound waren sprangen wir noch in den Pool. Insgesamt ein schöner Abschluss eines Wochenendes.
Weitere Bilder natürlich wie immer in der Galerie: Riyadh Hash House Harriers