Amerikanischer moderner Medienumgang anhand des Chile Erdbebens

Februar 27th, 2010

Am Beispiel des Chile-Erdbebens ist mir heute morgen mit einem Mal bewusst geworden, woran es europäischen und im speziellen deutschen Medien im Umgang mit der, nennen wir es Medienrevolution, mangelt. CNN benutzte völlig selbstverständlich jede Informationsquelle, die sie finden konnten und taten dann das, was Journalismus ausmachen sollte. Sie filterten. Dabei liegt für mich die Betonung auf “selbstverständlich”. Schaut man sich die Herangehensweise unserer Medien an, bekomme ich da immer den Eindruck, dass zuerst die Frage gestellt wird, ob das alles seine Daseins-Berechtigung hat, anstatt einfach damit umzugehen. Thema Änderungsbereitschaft/Flexibilität.

Natürlich ist diese offene Herangehensweise von CNN fehleranfällig hinsichtlich Falschmeldungen. Schließlich benutzen sie mehr Informationen, als ihre eigenen Quellen, aber aus mehr weniger zu machen, ist meines Erachtens die bessere Herangehensweise, als die Informationen der Massen aussen vor zu lassen und sich nur auf die Informationen der selbst kontrollierten Quellen zu verlassen.

Schaut man sich aktuell CNN an, sieht man laufend den völlig selbstverständlichen Umgang mit Twitter, Twitpics, Facebook und Google Earth auf rießigen Touchscreen Bildschirmen, auf denen mit schematischen Zeichnungen gezeigt wird, was es mit dem Erdbeben auf sich hatte. Auch das ist sehr beeindruckend. Also hinsichtlich der Selbstverständlichkeit, nicht der Möglichkeit.

Auf der persönlichen Ebene, haben wir mittlerweile wieder Kontakt mit der Verwandtschaft und alles ist ok, auch wenn Hinweise wie “durch die eine oder andere Wand können wir hindurchschauen” nicht gerade beruhigen, v.a. wenn man bedenkt, dass das ganze im 14 Stock ist. Neben Concepción ist also auch Santiago ganz gut betroffen von dem 8,8 Erdbeben.

Jetzt nur hoffen, dass die Nachbeben nicht mehr so stark werden bzw. keine Schäden nach sich ziehen.

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VDR falsch verkabelt

Februar 23rd, 2010

Um mal einen Überblick zu erhalten, welche Kosten bezüglich Übergewicht (nein, nicht das was ihr jetzt womöglich assoziiert) auf uns zukommen, bin ich die Tage daran gegangen und habe den VDR mal in seiner Gesamtheit – also allen Platten, den Gehäusewänden usw. – gewogen. Dabei kamen gute 10kg auf die Waage, was wiederrum ~200 Euro Transportkosten ausmachen würde.

So weit so gut, der VDR war also nicht mehr an seinem Platz und manch Kabel musste für die Wiegeaktion auch getrennt werden. Zum Beispiel jegliche Verbindungen zum Fernseher, Netzwerkkabel und auch die Verbindung des Mainboards zum Powerschalter.

Nach dem Wiegen galt es logischerweise den Kasten wieder an seinen ursprünglichen Platz im Ikea Hol unter dem Fernseher zu bringen und ihn einsatzbereit mit allen Kabeln zu verbinden. Wir wollen schließlich zumindest noch so lange über ihn fernsehen, solange wir noch hier in der Wohnung sind. Verkabelung abgeschlossen und mal kurz getestet, aber wie üblich meinte Murphy zuschlagen zu müssen und entsprechend gab der VDR keinen Mucks von sich. Nach erneutem Komplettausbau und allem möglichem Testen ließ ich es an besagtem Abend liegen. Frust pur!

Neuer Tag neues Glück. Wenn man dann total unbedarft an eine Frustquelle vom Vortag geht, fällt einem unter Umständen auch ein, dass Kabel unterschiedlich verbunden werden können. So auch in diesem Fall. Da das Mainboard offenbar Strom hatte (eine Kontrollled leuchtete fröhlich vor sich hin), kam ich auf die Idee den Powerschalter mal unter die Lupe zu nehmen. Den hatte ich schließlich in anderer Situation schonmal falsch gestöpselt.

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Die farblich gelb markierten Pins sind für den Powerswitch. Wenn man jetzt den passenden Stecker eins zu weit nach links steckt, kann das Mainboard natürlich nicht reagieren und loslegen. Entsprechend führte das richtige Stecken dazu, dass der VDR hochfuhr als wäre nichts gewesen. Da macht mans einmal richtig schon funktionierts ;) Leider ist die Position der Pins innerhalb des Hol nur schwer zu erkennen und auch ausserhalb hängt in dem Gehäuse ein Netzteil genau drüber, so dass das vorher kaum zu erkennen war. Hauptsache es war nichts kaputt, das hätte mir so kurz vorm Auszug noch gefehlt.

Allerdings ist nach dem Wiegen noch weniger klar, ob wir den VDR wirklich mitnehmen werden. Einerseits ist da alles drauf, was uns beide betrifft, also jegliche Fernsehaufnahmen, Musik und v.a. unsere Fotosammlung. Andererseits werden wir vieles vor Ort in Riyadh eher bei Bedarf brauchen, sprich es würde Sinn machen es dann, eben bei Bedarf, übers – wenn auch nicht allzu schnelle – Netz nachzuladen. Hierzu würde uns mit der Zeit dann aber auch der Speicherplatz fehlen, so dass der VDR doch wieder Sinn machen würde. Die Natur des VDRs (Server, Linux, einige Festplatten, keine übliche grafische Schnittstelle) ist dazu auch noch prädestiniert dafür am Zoll bei der Einfuhr als auffällig zu gelten, so dass der VDR womöglich eingezogen und nur gegen hohe Gebühr wieder ausgelöst werden könnte. Fragen über Fragen. Im ersten Schritt heisst es also erstmal, dass ich ohne VDR fliege und wir uns auf Grund der Erfahrungen vor Ort dann entscheiden, ob wir die Einfuhr riskieren. Wir werden also sehen, mal wieder ;)

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Ganz schön entspannt – Caracalla Therme Baden-Baden

Februar 21st, 2010

Ursprünglich hatten wir bereits kurz vor der Hochzeit einen Besuch der Caracalla Therme in Baden-Baden geplant. Doch wie so häufig kam es anders. Zum Geburtstag bekamen wir dann zusätzlich zu einem bereits vorhandenen Werbe-Gutschein noch einen weiteren Gutschein.

Und so nutzten wir den Sonntag um mal so richtig zu “entschleunigen” wie es bei SWR3 zum Wochenende so heisst, da wir Gutscheine natürlich nicht verfallen lassen wollten ;) Perfektes Schmuddelwetter machte uns die Entscheidung, den Tag im warmen Thermalwasser zu verbringen zu dem nicht gerade schwierig.

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Thermalbad Bereich

Nach Ankunft in den Caracalla Thermen – für die Anfahrt einfach der Beschilderung in Baden-Baden folgen – und dem Abstellen des fahrbaren Untersatzes in der Tiergarage (2 Stunden sind im Eintritt enthalten), wird man im üblichen Eingangsbereich eines Hallenbades begrüsst. Einzig das Wegsperren der Kleidung in einen der vorhandenen Spinde ist nett gelöst, da man hierzu kein Kleingeld benötigt, sondern mit dem am Eingang erhaltenen Bändchen das Schloß elektronisch, schlicht durch ranhalten, verriegeln kann. Praktisch!

Vom Badebereich war ich dann relativ enttäuscht. Es gibt ein großes zweistufiges Becken mit eingebetteten Düsen am Rand, um es sich innerhalb gut gehen zu lassen. Außerhalb befinden sich zwei Becken. Das eine mit 38°, das andere etwas kälter mit 32°. Beide ausgestattet mit Whirlpools, die in regelmäßigen Abständen sprudeln. Also im Grunde eine sehr übliche Ausstattung eines sog. Wellness-Bades. Besonders gefallen hat mir am Innenbadbereich die das Heiß-Kalt-Becken. Als einem Becken mit heißem (38°) und kaltem Wasser (gefühlte -10° ;) ), die nebeneinander angelegt sind, so dass man zwischen den beiden wechseln kann und somit seinen Kreislauf durch heiß-kalt sehr schnell auf Trab bringt ;) Allerdings sind diese Art von Kombinationsbecken auch nicht Außergewöhnliches. Die Caracalla Therme zeichnet vermutlich nur das Thermalwasser aus, aber ich kann nicht behaupten hier etwas “gespürt” zu haben. Naja vielleicht ist das ja auch Glaubenssache.

Sauna Bereich

Vom Badebereich war ich offensichtlich nicht mehr als durchschnittlich angetan. Entsprechend wollten wir uns dann die Saunalandschaft zumindest ansehen. Zuvor hatten wir noch nicht sauniert, so dass wir uns wohl eher aus Neugier, denn aus geplantem Saunagang im Eingangsbereich des Saunabereichs wiederfanden. Hier wird dann auch sehr viel geboten. Insgesamt gibt es acht Saunas. Wobei sich zwei davon ausserhalb des Gebäudes befinden, die sog. Schloßparksaunas, einmal die Waldsauna und die Feuersauna mit schönem Holzfeuer.

Zusätzlich zu den Saunas gibt es zwei Ruheräume. Den blauen, sehr spacig mit designten Liegen in welche Lautsprecher eingebaut sind. Und dann noch den grünen, der einem ein naturbezogenes Ausruhen bieten soll. Ich persönlich fand dabei den blauen doch irgendwie ruhiger. Abgesehen davon hat mich sowohl bei der Sauna, als auch bei den Ruheräumen ziemlich gestört, dass die meisten wenig Wert darauf legten, dass sich andere entspannen können. Gleichzeitig ist so ein öffentlicher Badbetrieb natürlich von Natur aus eher unruhig, wir habens aber doch ein paar Mal geschafft richtig ruhige Momente zu erleben.

Mein erstes Saunieren hat mir dann auch viel Spaß gemacht und mich ordentlich entspannt. Die Kombination aus Hitze (von 45° bis 90°), Kälte und den Ruhephasen hilft los- und es sich einfach mal gehen zu lassen und damit zu Entspannung zu finden. Dabei hilft im Falle der Caracalla Therme aber sicher auch das Angebot innerhalb des Saunabereichs. Man merkt, dass der Betrieb sehr viel Wert darauf legt, dass Ziel der Entspannung zu erreichen und wir werden unseren zweiten Gutschein sicher einlösen :)

Nach dem Besuch der Therme, statteten wir dann noch der “Institution” (lt. Qype) Capri Cafe einen Besuch ab und gönnten uns Kaffe, Schoki, Tiramisu und Apfelstrudel. Man kann also zusammenfassen einen perfekt entspannenden Sonntagnachmittag

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Computerspiele von früher

Februar 20th, 2010

Einen Auszug nutzt man ja gerne mal, um sich von Überflüssigem zu trennen. So auch in Anbetracht unseres Umzugs nach Saudi-Arabien. So bin ich die Kartons auf dem Schlafzimmerschrank durchgegangen und durfte dabei allerlei alte Computerspiel-Kartons vorfinden. Dabei waren Klassiker wie Simtower, Siedler 3, Command&Conquer 2, Diablo 1+2 und sogar noch Doom 2 ;)

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8312-destruction_derby
8314-diablo
8316-diablo2
8318-themepark
8320-xwing
8322-doom2
8324-quake3
8326-siedler3
8328-command_conquer2
8330-diablo_hellfire

Irgendwie werde ich beim Anblick der Schachteln ja schon nostalgisch, aber Sammeln macht da im Grunde keinen Sinn mehr. Daher die Frage: Hat einer von Euch Interesse an den Kartons/CDs? Die Spiele sollten auch noch vollständig im CD-Stapel zu finden sein und bevor ich sie wegwerfe, gebe ich sie lieber einem leidenschaftlichen Sammler :)
Also wer will, wer hat noch nicht? :)

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Spontane Nachmieter

Februar 19th, 2010

Normalerweise ist Donnerstag Abend unser Tanzabend. Zuletzt kam der zwar wegen des IHK-Kurses etwas zu kurz und wir waren jeweils nur etwa eine halbe Stunde das Tanzbein schwingen, aber der Abend war reserviert. Gestern war das aber etwas anders. Irgendwann um 20:30 klingelt die Tür und ursprünglich hielt ich es für ein übliches Verdrücken beim Versuch im Flur Licht zu machen. Susanne wollte dann aber doch nachsehen und vor der Tür standen dann zwei uns von Wohnungsbesichtigung bekannte Gesichter. Sie hatten sich mittlerweile für die Wohnung entschieden und werden heute den Mietvertrag unterschreiben. Spontan wollten sie einen kurzen Blick in die Wohnung werfen und entschuldigten sich mehrfach für diesen spontanen Überfall. Machte für uns aber kein Problem. Vielmehr kam uns das ja entgegen, da wir hofften einige unserer Möbel direkt an Ort und Stelle belassen zu können, um so auch den Auszug leichter gestalten zu können.

Nach einem erneuten Rundgang, diesmal ja ohne Vermieter und daher auch etwas offener, ging es schon an die Verhandlung. Die Nachmieter haben großes Interesse daran die komplette Küche zu übernehmen und wie sich herausstellte auch noch an Waschmaschine und einem Großteil des Wohnzimmers. Hervorragend! :) Wir wurden uns dann auch nach kurzer Zeit einig, so dass nun weniger untergestellt werden muß. Zudem habe ich nun jetzt das gute Gefühl, dass die Möbel, die wir nicht mehr wollen, nicht weggeworfen werden müssen, denn für eine Übergangszeit taugen sie allemal.

Im Deal mit eingeschlossen ist, dass wir über einen der beiden Nachmieter die Möglichkeit haben an Umzugskartons zu kommen. Da wir aktuell noch nicht einschätzen können, wieviele wir brauchen werden, ist diese Absicherung gut zu wissen.

Und so haben wir durch die spontanen Nachmieter zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Ein Großteil der Möbel ist geklärt und unsere Kartonproblematik ist auch erledigt. Dafür mussten wir zwar das Tanzen opfern, aber zwei Probleme weniger :)

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Kubuntu mit Epson V300 Scanner und (k)ein Problem

Februar 18th, 2010

Nach etwas mehr als 5 Jahren privater Linuxnutzung bin ich es gewohnt vor Neuanschaffung von Rechner Peripherie zumindest drauf zu achten, ob ich mir mit der entsprechenden Wahl nicht ein Gerät an Land ziehe, dass im schlechtesten Fall gar nicht mit Linux zusammenarbeiten will.

So habe ich auch vor der Anschaffung eines Scanners etwas recherchiert und kam zum Entschluss, dass der Epson Perfection V300 Photo Scanner die passende Wahl für unsere Zwecke wäre. Epson bietet von sich aus passende Pakete und sogar eine Software zum Scannen an, so dass dem unproblematischen Nutzen dieses Lichtreflektionsabtastgeräts eigentlich nichts im Wege steht. Man ahnt es schon, das kleine Wörtchen “eigentlich” hat sich da in den Satz geschlichen.

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Jedenfalls kam der Scanner und macht ausgepackt auch eine prima Figur, auch wenn er vielleicht etwas groß geraten ist. Andererseits hat er auch eine Durchlichteinheit, so dass ihm das verziehen sei. Also kurz die Treiber installiert und die Software angeworfen, aber keine Verbindung möglich. Hmm, aber lt. den vielen Seiten, die ich zuvor konsultiert hatte soll das doch ohne weiteres gehen….

Nach einigem hin und her stellte sich heraus, dass ich die Treiber für den gut 6x so teuren V700 installiert hatte. Naja ich hab schon gehört, dass man einen Golf auch mit Formel 1 Reifen fahren kann, aber ob da dann mehr als geradeaus fahren drin ist, darf bezweifelt werden. Sprich man sollte auch einfach die richtigen Treiber benutzen, dann klappt es auch mit dem Scanner. Anscheinend hat mein Hirn aber tatsächlich Probleme V300 und V700 auseinander zu halten. Als ich diesen Text schrieb, war ich bei der Erwähnung von V300 wieder kurz davor V700 zu schreiben. Zumindest war es also keine kurzfristige geistige Umnachtung, sondern vielmehr Dauerzustand ;) Jetzt weiss ich ja Bescheid :)

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Der Spamserver

Februar 16th, 2010

Meinereiner testet ja immerwieder gerne neue Sachen. So zum Beispiel auch, ob ein Backup der Mails ohne weiteres zurückzuspielen wäre, im Fall des Falles. Dafür benötigte ich dann logischerweise einen neuen Benutzer für den Mailserver, ich wollte die Situation ja schon relativ wirklichkeitsgetreu nachstellen. Gesagt, getan, bob sollte es sein. Und was tut man, wen man im Testen/Spielen ist? Man legt den Benutzer natürlich mit einem einfachen Passwort an. Vorzugweise sowas wie “test”. Natürlich, was auch sonst.

Soweit so gut, das Mailbackup habe ich dann nicht getestet. Es kam mal wieder irgendwas dazwischen. Den Testuser habe ich natürlich auch nicht wieder gelöscht. Vermutlich kam ebenfalls was dazwischen.

Die Zeit vergeht und meinereiner bekommt per ICQ gesagt, dass die Mails der Angetrauten mit dem Hinweis auf Spam von web.de abgelehnt wurden. Hmmmm, merkwürdig, aber da ja nur meinereiner, die Angetraute und noch ein Nutzer Zugangsdaten haben und anonymer Mailversand selbstverständlich nicht aktiv sind, bleibt ja nur die Schlußfolgerung, dass es sich hierbei um ein Fehler von web.de bzw. der entsprechenden Spamblackliste handeln muss. Sicherheitshalber schaut man dann aber doch z.B. in die mail.log und findet allerlei Mails mit Absendern italienischer Internet Service Providern, die wiederrum massenweise an andere Mailserver relayed werden. Öhm?!

In der Mailqueue mittels mailq findet sich selbiges auch mehrere hundert mal zum Versenden vorgesehen. Ok, wohl doch kein Fehlalarm. Also Mailserver gestoppt, per postsuper die entsprechenden Mails aus der Queue geworfen und neu gestartet. Kurz drauf gings wieder von vorne los. Nach erneutem Löschen der Mails aus der Queue mal sicherheitshalber ein marginales Postfix Update gemacht. Weiterhin selbes Spiel.

*grübel*

Nun gut, ein zweiter Blick in die mail.log schadet ja nicht. Ein paar Filter hier, ein bisschen Sortieren da und ups, was ist das? Authentifizierter Benutzer bob.

Wie Schuppen fiel es mir von den Augen und im nächsten Moment war natürlich alles klar. Perfekter Benutzername für einen Testbenutzer gewählt, den jeder testet, der auf der Suche nach einem Mailserver ist, den man “hacken” kann. Wenn dann noch ein tolles Testpasswort dazukommt, hat man den Salat.

Also merke für das nächste Mal: wenn es schon ein einfaches Passwort sein soll, dann zumindest den Benutzernamen etwas weniger trivial wählen. Abgesehen davon kann man natürlich einen Testnutzer auch einfach wieder löschen. Nunja, aus Schaden wird man klug und immerhin kenn ich jetzt die Maildurchsatzraten meines Rootservers. Immerhin ;)

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Katzen reisefertig machen

Februar 15th, 2010

Man glaubt es kaum, aber zu ermöglich, dass die beiden Fellknäuel uns nach Saudi-Arabien begleiten scheint schwerer zu sein, als für unsereins ein Visum zu erhalten. Prinzipiell ist es zwar einfach:

Wir müssen nachweisen, dass die beiden gesund sind und alle Impfungen haben. Chippen und Impfungen haben wir jetzt noch nachgeholt und gesund sind sie ja eh, aber dieser Zustand muss dann über das Veterinäramt beglaubigt werden. Dafür reicht es aber nicht, dass man mit dem Wisch des Tierarztes zum Amt geht, nein, die Katzen müssen vorgezeigt werden. Sobald das erledigt ist, muss dann das Gesundheitszeugnis für beide Katzen zur saudischen Botschaft nach Berlin geschickt werden, um es übersetzen zu lassen. Zudem, bedarf es eines einzelnen Dokumentes je Katze in dem explizit erwähnt sein muss, dass sie tollwutfrei sind. Abgesehen davon, dass ich es für mich eh nicht in Frage käme Katzen mit Tollwut zu haben, ist ein solch explizites Dokument natürlich selbstverständlich. Was die Kosten angeht ist das alles natürlich auch nicht ganz billig, wobei wir da mit 150 Euro für Chippen und Impfen wohl noch ganz gut weggekommen sind. Dazu kommen dann noch die Kosten für die Übersetzung des Gesundheitszeugnisses, wobei sich das mit ~10 Euro auch in Grenzen hält.

Neben den Tierarztkosten stehen dann ja noch die Reisekosten an. Laut Lufthansa sind das wohl auch so 150-200 Dollar je Tier. Theoretisch könnten wir sie zwar auch in die Kabine mitnehmen und würden dann evtl. auch weniger bezahlen. Allerdings geht das eher nicht, da Susanne die beiden auf einmal mitnehmen muss. Aus unserer Erfahrung sind die beiden schonmal weniger gestresst, wenn sie einander haben. Da sie aber nicht einfach im Frachtraum umherwandern sollen, benötigen wir natürlich noch passende Transportboxen, wobei die wohl nicht allzu teuer sein sollen. Alles noch relativ unsichere Fragezeichen.

Meiner Recherchen nach, bedarf es dann noch eines Formulares, dem Import Permit, welches ich selbst dann in Riyadh beim Agricultural Directorate besorgen muss, um die beiden aus dem Cargo Deposit (Zoll, vermute ich jetzt mal) zu bekommen. Damit hätten wir sie dann in Saudi-Arabien.

Wir wollen ja aber auch irgendwann wieder zurück nach Deutschland. Einführen darf man Katzen hier aber nur, wenn mit einem Bluttest nachgewiesen ist, dass die Tiere tollwutfrei sind. Der entsprechende Blutttest muss allerdings in einem von der EU zugelassenden Labor gemacht werden. Wie gut, dass ein solches in Riyadh so ohne weiteres zu finden sein wird. Die andere Möglichkeit ist, den Bluttest jetzt zu machen und dann durch kontinuierliches Impfen sicherzustellen, dass der Test gültig bleibt, in dem man es zu keinen Lücken beim Impfschutz kommen lässt. Hierfür muss aber beim Impfen natürlich auch ein Impfstoff verwenden werden, der von der EU zertifiziert ist. Das ist aber wohl einfacher als ein passendes Labor zu finden. Zudem gibt es neuerdings wohl auch Impfstoffe die drei Jahre halten, so dass eine Nachimpfung im Ausland ggf. nicht notwendig wird.

Ich denke aber man kann erahnen, dass der Transfer der Katzen gefühlt mehr Stress ist, als die Formalien, die wir als Menschen durchmachen müssen ;)

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Avatar eine Hommage an 3D

Februar 10th, 2010

avatar-aufbruch-pandoraEs gibt Filme, die nimmt man sich vor auf jeden Fall im Kino anzusehen und dann wird es doch nichts. So ging es mir die letzten Jahre mehrfach, aber bei Avatar habe ich es schlußendlich doch noch geschafft. Und da ich vielfach las, dass der Film nur in 3D Sinn macht, musste es natürlich auch die Vorstellung mit der zusätzlichen Dimension sein. Wozu gibt es denn sonst den Kinotag? So waren es dann auch “nur” 9,50 Euro für einen Film mit Überlänge, was ich immer noch als zu teuer empfinde. Nunja.

War ich schon bei Up – Oben von den 3D Effekten ziemlich begeistert, so hat sich das mit Avatar um einiges verstärkt. Zum einen ist da natürlich der Unterschied, dass es sich bei Up um einen reinen Comic Film handelt. Das führt dazu, dass der Wiedererkennungswert nicht ganz so entsteht, wie es bei Avatar, einem Film aus der realen Welt, der Fall ist.
Zum anderen nutzt Avatar 3D nicht nur zum Effekt haschen (das natürlich auch), aber v.a. um das Gefühl aufkommen zu lassen, man befände sich tatsächlich mitten drin. Als Beispiel sei hier eine Szene genannt, in der Soldaten in einem Truppenstransporter sitzen. Durch 3D bekam ich das Gefühl der Enge, die in diesem Gefährt ohne Frage existiert auch gefühlt vermittelt. Und solche Momente lassen sich vielfach herausziehen.
Man merkt dem Film also an, dass er für 3D gemacht wurde, sprich die dritte Dimension schon in den Planungen für den Film drinsteckten, bevor es überhaupt an die kameratechnische Umsetzung ging.

Lässt man die dimensionalen Effekte außen vor und konzentriert sich auf die Bilder, ist auch hier Avatar beeindruckend. Die Umsetzung der Na’vi wirkt, so dass ich keine Sekunde darüber nachdachte, ob es diese Wesen wirklich gibt. Es gab keinen Augenblick, zu dem ich drüber nachdachte, “Moment das wurde ja in einer Blue/Greenbox gedreht, achte mal darauf, ob man Kanten bei der Kooperation zwischen realen und virtuellen Elementen erkennt”. Allein, dass mir dieser Gedanke erst nach Ende des Filmes beziehungsweise beim Schreiben dieses Artikel in den Kopf kommt, zeigt mir, dass die Umsetzung funktioniert hat.

Über die Story mag sich streiten wer will, mir hat sie gefallen und schlichtweg unterhalten. Es mag sein, dass sie Schwächen hat, mir sind allerdings keine aufgefallen. Vielmehr fand ich viele Details, wie z.B. die Verbindung der Na’vi mit ihren “Pferden” oder “Flugtieren” passend zum Gesamtkonzept des Leben der Na’vi im Einklang mit der Natur. Ansonsten geht es natürlich nur um einen anfangs patriotischen gebrochenen Soldaten, der über die Infiltration in die Na’vi seinen eigenen Einklang mit der Natur und natürlich auch die Liebe findet und schlußendlich auch für die Na’vi kämpft. Da aber die Mischung zwischen Effekten, Bildern und Story super passt ist Avatar für mich definitiv ein toller _Kino_Film. Ich vermute allerdings, dass er daheim nur halb so gut wirkt, so dass ich ebenfalls jedem raten würde James Camerons fürs Kino geschaffene Werk eben auch im Kino anzusehen. So denn er noch läuft ;)

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Umzugisieren

Februar 9th, 2010

Es heisst ja, man solle sich vorbereiten. Selbiges haben wir dann letztes Wochenende zur Genüge getan. Wir haben bei einem Umzug geholfen. Im Vergleich zum letzten Umzug waren wir dabei weniger Leute, so dass mehr getan werden musste.

Ursprünglich mussten z.B. zwei große Schränke transportiert werden. Am Stück. Da ich nicht viel von Kreuzschäden halte und mich auf Grund des Gewichts auch fragte, wie es die Schränke am Stück in die Wohnung geschafft hatten, habe ich mir selbige genauer angesehen und konnte deren Demontierbarkeit feststellen. Das machte es uns doch um einiges leichter. Es ging zwar aus der Quellwohnung nur aus dem Hochparterre, aber dafür in die Zielwohnung in den zweiten Stock. Das Problem war dabei, allerdings vielmehr der Hausflur. Ich denke also, alle Beteiligten waren froh, über die Demontage, der, muss man sagen, sehr gut hergemachten rustikalen Altmöbel. Ansonsten ging es “nur” um das Übliche: Kühlschrank, Waschmaschine, Herd usw.

Mit einer Besonderheit haben wir uns aber genügend rumgeplagt: Ein Teppich. Hätte mir jemand im Voraus gesagt, dass der Teppich das grösste Problem würde, ich hätte …. ;) Jedenfalls ging es um ein ca 15qm großes Stück Auslegeware (ein Wort, dass ich an diesem Wochenende auch mehr als einmal hörte ;) ), das wir vielleicht besser hätten rollen sollen. Allerdings haben wirs nicht probiert/sind daran gescheitert, so dass wir mit einem ziemlich störrischen Teppich kämpften, der v.a. schlicht nicht zu greifen war. Und so waren wir zuerst froh, als er mal im VW Bus untergebracht war und dann extrem froh und v.a. niedergekämpft, als er im zweiten Stock im Zielzimmer grob an seiner Position lag.

Apropos Transportfahrzeug: Ich glaube im nächsten Leben werde ich Trucker. Es hat schon was Erhabenes, wenn man wesentlich höher als die anderen Verkehrsteilnehmer im Fahrzeugcockpit eines Sprinter/Jumper sitzt, ganz zu schweigen von der Zugkraft eines solchen Turbodieselkraftpaketes ;)

Und so nehme ich aus diesem Umzugswochenende mal wieder einen mördermässigen Muskelkater mit, weiss dafür aber zumindest, dass körperliche Arbeit sehr entspannend sein kann und so habe ich den Muskelkater gewissermaßen auch genossen (ja mag etwas bekloppt sein ;) ). Außerdem bin ich vorbereitet für unseren Auszug hier. Gekündigt ist die Wohnung nämlich schon zum 31.3. und ein Umzugswochenende haben wir uns gezwungenermaßen auch schon rausgesucht ;)

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